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RFID-basiertes Zugriffsmanagement

Ein Schlüssel für sichere Lebensmittel
RFID-basiertes Zugriffsmanagement

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Für die Lebensmittelindustrie hat die Einhaltung hoher Sicherheits- und Qualitätsstandards oberste Priorität. Viele Hersteller, darunter auch namhafte Unternehmen wie Löwensenf und Ritter Sport, setzen dabei auf das frei programmierbare Electronic-Key-System EKS von Euchner. Es ermöglicht eine effiziente Zugriffskontrolle in unterschiedlichen Produktionsbereichen, sei es im Rohwarenlager, bei der Qualitätskontrolle oder bei der Rezepturverwaltung.

Zu den Sicherheitsstandards in der Lebensmittelindustrie gehört die Überwachung von sensiblen Fertigungsbereichen über die Vergabe von Zugangsberechtigungen. Dies erfolgt in vielen Fällen elektronisch. Dabei greifen viele Lebensmittelhersteller auf das leistungsfähige Electronic-Key-System EKS von Euchner zurück. Es fungiert als intelligente Alternative zu mit Passwort arbeitenden Systemen. Größter Vorteil des RFID-basierten EKS: Es lässt sich frei programmieren und daher besonders flexibel einsetzen. Außerdem hat der Spezialist für industrielle Sicherheitstechnik Varianten mit unterschiedlichen Leistungsstufen in seinem Programm – vom einfachen EKS Light mit eingebauter Schlüsselerkennung und digitalen Ausgängen bis zur Variante mit Datenschnittstelle für mehr Datenübertragung und maximal flexibler Handhabung.

Für Food und Pharma prädestiniert

Euchner hat das EKS für den Einsatz in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie durch eine besondere Bauform der Schlüsselaufnahme ergänzt. Dafür wurde speziell Materialeinsatz und Produktdesign für Anwendungen in hygienisch sensiblen Bereichen angepasst. Im Vordergrund stehen einfache Reinigung und hohe Beständigkeit gegenüber Hochdruckwasserstrahlen. So erfüllt das robuste System die höchste Schutzklasse IP 69K für elektrische Betriebsmittel. Das Gehäuse der EKS-Schlüsselaufnahme besteht aus einem hochmolekularen Kunststoff, der speziell für die Lebensmittelindustrie zugelassen und FDA-konform ist. Dank der geschlossenen Bauform lässt sich das System zudem sehr leicht handhaben. EKS ermöglicht die Zugriffskontrolle ganz und gar ohne Tastatur, die in einem hygienisch sensiblen Umfeld oft eher hinderlich ist. Der Benutzer muss den elektronischen Schlüssel nur „auflegen“: Die Kommunikation zwischen Schlüssel und Schreib-/Lesestation erfolgt berührungslos. Das gleiche gilt für die Energieübertragung zwischen beiden Komponenten.

Qualitätssicherung bei Löwensenf

Löwensenf in Düsseldorf nutzt mit EKS Light die einfachste Variante des Electronic-Key-Systems von Euchner. Bei ihr handelt es sich um ein Nur-Lese-System mit interner Benutzerkennung für kleinere und dezentrale Applikationen. Der Benutzer identifiziert sich lediglich per Schlüssel mit RFID-Transponder an der Schlüsselaufnahme. War die Identifizierung erfolgreich, erteilt ihm das System die vorab zugewiesene Zugriffsberechtigung, in diesem Fall die im Bereich Qualitätssicherung. Dort überprüfen Kameras jede Senftube darauf, ob die aufgedruckten Produktionsdaten und der Tubenfalz in Ordnung sind, bevor sie zur Verpackungsmaschine weitergeleitet wird. „Uns war es vor allem wichtig, die Systemparameter zu schützen“, erläutert dazu Rainer Lang, Technischer Leiter bei dem traditionsreichen Lebensmittelhersteller. Laut Lang hätten die Steuerungen auch Passwortfunktionen erlaubt, „doch Passwörter machen schnell die Runde“. Aus diesem Grund zog er den elektronischen Schlüssel vor, der jedem Benutzer nur selektiv Zugriff auf die Systemparameter des Kamerasystems gewährt und so zuverlässig Fehlbedienungen von QM-System und Verpackungsmaschine blockiert. Dabei unterscheidet EKS Light zwischen vier Berechtigungsstufen. Die erste bezieht sich auf den einfachen User, der ohne Chip die Anlage in ihren Grundfunktionen bedienen darf; die zweite auf Techniker, die nach erfolgreicher Identifizierung einzelne Einstellungen verändern dürfen; die dritte ist dem Qualitätsmanagement vorbehalten, während die vierte Administratorrechte freigibt.

Rohwarenlogistik bei Ritter Sport

Bei Deutschlands bekanntem Schokoladenproduzenten Ritter Sport im baden-württembergischen Waldenbuch ist EKS mit Datenschnittstelle im Einsatz. Dabei stellt das Electronic-Key-System sicher, dass Zutaten und Kakao-Rohmassen bei der Anlieferung im Rohwarenlager in die richtigen Behälter gefüllt werden. Üblicherweise wären dafür 32 Schlüsselschalter und ein hoher Verwaltungsaufwand nötig gewesen. Mit EKS erfolgt dies erheblich effizienter: Das Euchner-System benötigt lediglich vier Schreib-/Lesestationen plus die Schlüssel-Chips. Bei Anlieferung der Rohwaren wird ein EKS-Chip ausgegeben. Für jeden Abgabepunkt und Zielbehälter gibt es genau einen entsprechend programmierten und gekennzeichneten Chip. Nur wenn dessen Code eindeutig vom Lesegerät erkannt wird, erfolgt die Zutrittsberechtigung, sodass die Lieferung an der richtigen Annahmestation und im richtigen Zielbehälter abgeladen werden kann. Diese ist zusammen mit anderen Informationen in einer zentralen Datenbank hinterlegt. Die Schreib-/Lesegeräte sind per Profinet an die Steuerung gekoppelt, die alle relevanten Daten verarbeiten kann. Auf diese Weise lässt sich eindeutig rückverfolgen, wem, wann und wie lange Zugang zu der jeweiligen Anlieferungsstation gewährt wurde. Neben Profinet sind Schnittstellen über USB, Ethernet TCP/IP und Profibus erhältlich.

Zugriffsmanagement beim Bäcker

Die EKS-Variante mit Datenschnittstelle lässt sich aber auch ohne großen Aufwand für ein umfassendes Zugriffsmanagement nutzen. Ein interessantes Anwendungsfeld ist die Backindustrie. Insbesondere industrielle Backwarenhersteller profitieren von den vielen Einsatzmöglichkeiten des EKS-Systems. So kann es z. B. in Bäckereimaschinen zur Verarbeitung von Teigwaren wie Brot, Brezeln oder Croissants integriert werden. Das Anwendungsspektrum reicht von der jeweils individuell zugänglichen Rezepturverwaltung mit Informationen zu Mischungsverhältnis, Zutaten und Temperaturen, die codiert auf dem Schlüssel gespeichert sind, bis zur damit verbundenen Berechtigung für die Umstellung der Backwarenproduktion. Nach Verarbeitung der entsprechenden Informationen kann die Steuerung den Prozess vollautomatisch lenken. Mit dem System können Zugriffe eindeutig zugeordnet und auch Produktionsstörungen nachvollzogen werden, die sich so für die Zukunft vermeiden lassen.

Euchner GmbH + Co. KG, Leinfelden-Echterdingen

Halle 5, Stand F41


Autorin: Ariane Walther

Marketing, Corporate Communications,

Euchner



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