Validierung im laufenden Betrieb

Ab durch die Mitte

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Die zuverlässige Trennung von Fremdkörpern aus dem Produktstrom muss in der Lebensmittelherstellung durch wiederholte Validierungsprozesse stetig nachgewiesen werden. Die Techniken der Validierung in der Freifall-Metalldetektion sind jedoch nicht eindeutig spezifiziert. Sartorius Intec hat daher für das Freifall-Metalldetektionssystem Vistus das Validierungssystem True-In-Process-Validation entwickelt.

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die das erzielbare Detektionsergebnis von Metallsuchgeräten beeinflussen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die inhomogene Detektionsempfindlichkeit innerhalb der Suchspulen. Der Grund hierfür liegt in der Feldverteilung im Suchtunnel: „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Detektionsempfindlichkeit zum Rand bezogen auf die Signalamplitude anwächst“, erläutert Elmar Oberdörffer, Head of R&D Detection bei Sartorius Intec. „Wird eine Testkugel aus AISI 304 am Rand der Suchspule entlanggeführt, so kann das Signal um den Faktor 2,5-mal größer sein als in der Mitte.“

Daraus folgt, dass die unempfindlichste Stelle sich in der Durchlassmitte befindet – im Falle eines Freifall-Metallsuchgerätes also im Zentrum des Rohres. Bei Detektionsempfindlichkeitstests ist daher das zu prüfende Metallteil durch die Mitte der Suchspulenöffnung zu führen. Jede andere Position würde in der Regel zu einem besseren Detektionsergebnis führen und somit eine höhere Detektionsempfindlichkeit vortäuschen. Die Grundsätze des HACCP sind hier nicht unbedingt eindeutig: Sie fordern die Validierung lediglich „im Produktstrom“.
Aus Gründen der Reproduzierbarkeit von Testergebnissen erweist es sich als sinnvoll, Kugeln als Prüfmittel zu verwenden. Aufgrund der Radialsymmetrie erzeugt die Kugel ein Signal, das von der Position in der Suchspule abhängt, aber nicht von ihrer Ausrichtung. Das Trägermaterial der Testkugeln darf keine signifikante Signalfälschung erzeugen. Sofern dies gewährleistet ist, ist es unerheblich, ob Kunststoffkarten, -bälle, -stäbe, -tabletten o. Ä. eingesetzt werden. Alle Prüfmittel sollten regelmäßig geprüft und gegebenenfalls zertifiziert werden, um zum Beispiel Aufmagnetisierung oder Manipulationen auszuschließen.
Validierung in der Rohrmitte
Eine Validierung, bei der Prüfmittel seitlich in die Öffnung der Suchspule geführt werden, ist also weniger aussagefähig als eine Validierung, bei der das Prüfmittel exakt in die Mitte des Rohres eingebracht wird. Deshalb hat Sartorius Intec für sein Freifall-Metalldetektionssystem Vistus die True-In-Process-Validation entwickelt. Mit ihr erfolgt, im Unterschied zu herkömmlichen Detektoren, eine Leistungsvalidierung in der Mitte der Suchspule. Dies ist der am wenigsten empfindliche Teil von Detektoren; die gezielte Funktionsprüfung hier bietet größtmögliche Sicherheit. Kernstück dieser Validierung ist ein Zugriffspunkt oberhalb der Suchspule. Hier können Testbälle mithilfe eines Applikators während des Produktionsprozesses im Produktstrom mittig eingebracht werden. Der Applikator gewährleistet, dass das Prüfmittel genau in der Mitte des Förderrohrs abgeworfen wird und durch den unempfindlichsten Bereich der Suchspule fällt. Sollte der Fremdkörper bei der Leistungsprüfung zum Beispiel kein ausreichendes Signal erzeugen, verhindert ein zusätzliches Bauteil mit einem Gitter unterhalb der Fallschachtanlage, dass das Prüfmittel in den folgenden Produktionsprozess gelangt.
Das System prüft und belegt die Performance von Vistus im laufenden Prozess – ohne den Produktstrom zu behindern. Ein umfangreiches Prüfmittelsortiment mit unterschiedlichen, auf Wunsch zertifizierbaren Testteilen komplettiert die True-In-Process-Validation.
Mehr Sicherheit in der Produktion
Sartorius Intec erweitert sein Portfolio für die Fremdkörperdetektion um das Freifall-Metalldetektionssystem Vistus, das mit seiner zuverlässigen Leistungsvalidierung ausgerüstet ist. Das modular aufgebaute System erhöht Produktqualität und Sicherheit in Produktionslinien und wird gleichzeitig individuellen Anforderungen gerecht. Das Freifallsystem Vistus wurde schwerpunktmäßig für die Lebensmittelindustrie entwickelt. Der differenzierten Anwendung bei Pulvern oder Granulaten steht ein individuelles Sortiment an Rohren und Ausschleussystemen zur Verfügung, die sich in unterschiedliche Produktionsumfelder integrieren lassen. Mit dem Ausscheider EC lässt sich das Freifallsystem speziell an Hygieneanforderungen anpassen. Das Easy-clean-Design sorgt für eine schnelle Reinigung und dadurch für mehr Hygiene. Die Menüführung erfolgt über das Bedienterminal Vistus E. Es verfügt über einen Farbtouchscreen und eignet sich für die effiziente Steuerung von bis zu vier Suchspulen gleichzeitig.
Für die jeweiligen Anforderungen kann ein optimales Metalldetektionssystem zusammengestellt werden: von der Ausführung für den explosionsgefährdeten Bereich bis zur platzsparenden Lösung mit reduzierter metallfreier Zone. Für maßgeschneiderte Systeme bietet Sartorius Intec dazu auch kundenindividuelles Engineering.


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