Bildschirmschreiber und Temperaturmessgeräte aus der Schweiz

Auf die ist Verlass

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Die Camille Bauer AG kann auf eine über 60-jährige Firmengeschichte zurückblicken. In dieser Zeit wurde aus einem kleinen Garagenunternehmen, das Elektromessgeräte herstellte, ein international tätiger Spezialist in Sachen Starkstrom-, Drehwinkel- und Prozessmesstechnik. dei besuchte Camille Bauer in Wohlen und sprach mit Geschäftsführer Max Ulrich und Produktmanager Ralph Schöpflin über das Unternehmen und verschiedene Komponenten für die Prozessmesstechnik.

Das Produktprogramm von Camille Bauer unterteilt sich in die Bereiche Starkstrom-, Drehwinkel- und Prozessmesstechnik. Zum Bereich Starkstrommesstechnik gehören Messgeräte für Spannung, Stromstärke, Leistung, Phasenwinkel und -lage, Energiezähler sowie Einrichtungen zur Beurteilung der Stromqualität. Hauptabnehmer für diese Produkte sind Energieerzeuger sowie Energieverteilungs- und -versorgungsunternehmen. „Eine ganz andere Zielgruppe sprechen wir mit unserer Drehwinkelmesstechnik an“, erläutert Max Ulrich, Geschäftsführer der Camille Bauer AG. „Diese Geräte zur Erfassung und Auswertung von Winkel, Position und Niveau bzw. Volumen werden erfolgreich im Maschinen- und Anlagenbau eingesetzt. Da ein Teil dieser Messeinrichtungen auch in ex-geschützter Ausführung erhältlich ist, nutzt man sie beispielsweise auch zur Ausrüstung von Tankanlagen oder zur Stellungskontrolle bei Ventilen in der chemischen und petrochemischen Industrie“.

Sowohl diese Branchen als auch die Food- und Pharmaindustrie hat Camille Bauer im Fokus, wenn es um die Vermarktung der Prozessmesstechnikprodukte geht. Hierzu gehören Temperaturmessgeräte ebenso wie Einrichtungen zur sicheren Trennung, Konvertierung und Verstärkung von Messsignalen sowie ein abgerundetes Programm von Bildschirmschreibern. Diese papierlos arbeitenden Geräte erfassen, visualisieren und speichern Prozessgrößen. Für ein modernes Prozessmanagement bieten sie darüber hinaus auch umfangreiche Auswertefunktionen.
Wartungsarme Bildschirmschreiber
Die Bildschirmschreiber der Linax-A300-Familie sind modular aufgebaut und standardmäßig in der Gehäuseschutzart IP66/Nema 4x ausgeführt. Sie können ohne Einschränkung in validierungspflichtigen Anlagen nach FDA 21 CFR Part 11 eingesetzt werden. Zur Linax-Baureihe gehören die Bildschirmschreiber A310, A320 und A330. „Die Schreiber unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bildschirmgröße und Performance“, erklärt Ralph Schöpflin, Produktmanager im Bereich Prozessmesstechnik. „Der A310 hat eine Bildschirmgröße von 12,5 cm, der A320 von 14 cm und der A330 von 31 cm. Während die Schreiber A310 und A320 über 12 Universaleingänge verfügen, kann der Anwender beim A330 mit 36 Kanälen arbeiten. Wesentlicher Vorteil aller Schreiber ist, dass sie mit unterschiedlichen Kartentypen bestückt werden können. Das Spektrum reicht hier von analogen und digitalen Eingangskarten über Ethernet-Kommunikationskarten bis hin zu Modbus-Karten. Dadurch können die Linax-Bildschirmschreiber problemlos an die verschiedensten Bedürfnisse des Anwenders angepasst werden.“
Ein anderer wichtiger Punkt ist die interne Speicherkapazität der Geräte. Sie beträgt beim A310 1 MB, beim A320 und A330 jeweils 8 MB. Durch den Einsatz von Flash-Speichern bleiben die Daten auch bei Stromausfall erhalten. Zudem verfügen die Speicher über einen speziellen Algorithmus zur Fehlererkennung und -korrektur, wodurch nach den Worten von Schöpflin eine absolut sichere Speicherung der Daten gewährleistet werden kann.
Hohe Datensicherheit garantiert
Ein sehr hoher Standard bei der Datensicherheit wird durch folgende Maßnahmen erreicht: Die Schreiber können über Plomben gesichert werden, das Speicherlaufwerk ist verschließbar. Für alle Benutzerebenen ist ein Passwortschutz möglich. Jeder Zugriff auf den Schreiber wird elektronisch protokolliert. Zur Sicherung der Datenintegrität werden beim Datentransfer die übertragenen Daten mit einer elektronischen Sicherheitssignatur versehen. Ein weiterer Pluspunkt der Linax-A300-Bildschirmschreiber ist die akribische Protokollierung sämtlicher Ereignisse und Daten in Form von Alarm-, Summierungs- und System- bzw. Überwachungsprotokollen.
Bei der Darstellung der Prozessdaten kann der Anwender zwischen verschiedenen Ansichten wählen und diese für sich individuell einrichten. Zur Verfügung stehen u. a. eine Digitaldaten- und Prozessansicht sowie verschiedene Diagrammansichten (Balken, Kreis, Trend, Wasserfall etc.). Die Bedienung der Linax-A300-Bildschirmschreiber erfolgt über Bedientasten mit eindeutig zugeordneten Funktionen. Schöpf-lin ergänzt: „Beim A320 ist außerdem eine direkte Eingabe via Touchscreen möglich. Die menügeführte Bedienung und Konfiguration der Schreiber orientiert sich an gängigen Windows-Programmen. Mit der Emulationssoftware, die der Anwender kostenlos auf unserer Homepage herunterladen kann, können die Bildschirmschreiber auch komfortabel am PC konfiguriert werden.“
In der Lebensmittelindustrie werden die Linax-Schreiber schwerpunktmäßig zur Überwachung von Temperatur, Druck und Füllstand eingesetzt.
Temperaturmesstechnik mit System
Die Temperatur ist einer der am häufigsten gemessenen Parameter in der Prozessindustrie. Dieser Umstand spiegelt sich auch in dem umfangreichen Temperaturmesstechnikprogramm von Camille Bauer wider. Es umfasst verschiedene Temperaturfühler sowie Temperaturmessumformer und -regelsysteme der Sineax-Baureihe.
Die Temperaturfühler stehen in verschiedenen Bauformen zur Verfügung, beispielsweise als Mantelthermometer, Kabelfühler oder Nutenwiderstandsthermometer. Als Sensorelemente kommen Widerstandsthermometer (PT100, PT1000 etc.), unterschiedliche Typen von Thermoelementen oder Spezialsensoren wie Pt10, Pt25, Pt46 oder Ni100 zum Einsatz. Erhältlich sind die Temperaturfühler mit verschiedenen Prozessanschlüssen. Das Spektrum reicht vom einfachen Gewindeanschluss über Flansche bis hin zu Einschweißmuffen. Schöpflin weiter: „Speziell für die Food- und Pharma-Industrie gibt es die Temperaturfühler auch mit Clamp-, Varivent- und Neumo-Prozessanschlüssen.“
Die Temperaturmessumformer der Sineax-Baureihe bietet Camille Bauer in zwei Ausführungen an: Messumformer für die Hutschienenmontage und Kopfmessumformer. „Letztere werden“, so Schöpflin, „direkt in den Kopf des Temperaturfühlers eingebaut. Der Anwender hat den Vorteil einer kurzen und damit sicheren Leitung zwischen Sensor und Umformer, der ein stabiles 4…20-mA-Signal erzeugt, das dann an nachgeschaltete Einheiten, beispielsweise unsere Sineax-Temperaturregler, weitergeleitet wird.“ Die Sineax-Temperaturmessumformer für die Hutschienenmontage gibt es in Zweidrahtausführung mit festem und programmierbaren Messbereich sowie in programmierbarer Vierdrahtausführung mit und ohne zweitem Messkanal. Ähnlich vielfältig ist auch das Angebot bei den Sineax-Kopfmessumformern. Sie sind mit festem und programmierbarem Messbereich sowie als Hart- und Profibus-PA-Geräte erhältlich. Ein Teil der Messumformer steht auch in explosionsgeschützer Ausführung zur Verfügung.
Vom Einzelgerät zum Reglersystem
Die logische Komplettierung des Temperaturmesstechnikprogramms von Camille Bauer stellen die Sineax-Temperaturregler dar. Im Unterschied zu herkömmlichen Temperaturreglern in Kompaktbauweise sind die Sineax-Regler VR 660 als Hutschienenmodul ausgeführt. „Bei jedem Baustein handelt es sich um einen autark arbeitenden, über eine Schnittstelle programmierbaren Regler, der einen Regelkreis bedienen kann“, erläutert Schöpflin. „Allerdings können auch bis zu 32 Sineax-VR-660-Temperaturregler über die Anzeige- und bedieneinheit A200R zu einem kompletten, sicherheitsgerichteten Regelsystem kombiniert werden. Dabei übernimmt diese Mastereinheit zwei Funktionen. Über sie erfolgt zum einen via Modbus die Kommunikation der einzelnen Reglerbausteine untereinander. Zum anderen ermöglicht sie die Visualisierung und Bedienung des Reglersystems außerhalb des Schaltschranks.“
Die Parametrierung der Sineax-Temperaturregler erfolgt über die Konfigurations- und Servicesoftware TempCo 600. Mit ihrer Hilfe kann der Anwender beispielsweise den Fühlertyp hinterlegen und festlegen, ob der Sineax-Temperaturregler als 2-Punkt- oder 3-Punkt-Regler arbeiten soll.
Aussteller auf der Hannover Messe
„Auf der Hannover Messe werden wir dem Fachpublikum neue Produkte präsentieren können“, freut sich Ulrich. „Das wird aus dem Bereich Starkstrommesstechnik die erste Ausführung des CAM-Produktfamilie sein. CAM steht für Controlling, Analyzing and Metering. Zur Produktfamilie gehören ein besonders schnell arbeitender Messumformer, eine Summenstation zur einfachen Erfassung verschiedener Energiearten und eine Komponente zur Netzqualitätsprüfung.“ Ferner wird Camille Bauer in Hannover einen neuen Bildschirmschreiber vorstellen. Er rundet die Linax-A300-Schreiberfamilie nach unten ab. (le)
Halle 12, Stand B27
dei 485

Wechselvolle Firmengeschichte
Ende des Zweiten Weltkrieges war in der Schweiz der Bedarf an Einbauanzeigern für elektrische Größen und an tragbaren Voltmetern sehr groß. Genau das waren die Produkte, mit denen die Matter, Patocchi & Co. AG 1944 in Wohlen an den Start ging. Wenig später, im Jahr 1947, kauft die Camille Bauer AG, ein Handelshaus aus Basel und Schweizer Exklusivvertreter von Hartmann-&-Braun-Produkten, das Wohlener Garagenunternehmen. 1956 erfolgt die Umbenennung in Camille Bauer Messinstrumente AG. Letztere wird 1979 von der Mannheimer Röchling-Gruppe übernommen und bis 1991 als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Gruppe geführt. Nach der Akquisition von Gossen und Metrawatt durch Röchling werden 1992 die drei Unternehmen zur GMC-Instruments-Gruppe – sie hat ihren Sitz in Nürnberg – zusammengeschlossen. 2005 wurde die GMC-Gruppe an die Berliner capiton AG, einen renommierten Finanzinvestor, verkauft.
Im Jahr 2005 erwirtschaftete Camille Bauer einen Umsatz von 18 Mio. CHF. Am Standort Wohlen beschäftigt der Mittelständler 92 Mitarbeiter, die in den Bereichen Produktion, Produktentwicklung, Marketing und internationaler Vertrieb arbeiten. Darüber hinaus unterhält die GMC-Gruppe eigene Vertriebsgesellschaften, die unter dem Namen GMC Instruments national und international tätig sind.
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