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Titrationssystem sichert Fruchtsaftqualität

Tradition und Fortschritt gehen Hand in Hand
Titrationssystem sichert Fruchtsaftqualität

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Regelmäßige lebensmittelanalytische Kontrollen sind bei der Fruchtsaftherstellung unerlässlich. Die Konzentration qualitätsbestimmender Parameter muss im gesamten Produktionsprozess überprüft werden. Die bayerische Süßmosterei Matthias Stöger nutzt dafür das potentiometrische Titrationssystem HI931. Es ersetzt die manuelle Titration mit Handbürette, Rührtisch und pH-Meter.

Die Süßmosterei Matthias Stöger GmbH, ein Familienbetrieb mit Sitz in Übersee am Chiemsee, wurde als Ein-Mann-Betrieb im Jahr 1931 gegründet. Heute beschäftigt der oberbayerische Mittelständler zwölf Mitarbeiter. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Fruchtsäften, Nektaren und Sirupen spezialisiert und vertreibt inzwischen über 70 Produkte. Stöger verarbeitet ausschließlich Obst und setzt dabei auf Früchte regionaler Herkunft. Mit Produktionsleiter Matthias Stöger junior und seinem Bruder Martin ist inzwischen die dritte Generation der Familie im Betrieb tätig.

Bereits bei der Ankunft der Rohstoffe in der Süßmosterei gilt es, die Konzentration bestimmter chemischer Parameter zu bestimmen. „Sowohl bei der Wareneingangskontrolle als auch später beim Ausmischen von Produkten kontrollieren wir Größen wie pH-Wert, Gesamtsäure und Zitronensäure. Erst wenn die Messwerte unseren Vorgaben entsprechen, werden die hergestellten Getränke zur Abfüllung freigegeben“, sagt Matthias Stöger. „Die Titrationen zur Messung der Werte hat bislang einer unserer Mitarbeiter mit einer herkömmlichen Bürette, einem Rührtisch und einem pH-Meter per Hand vorgenommen. Diese Technik war in unseren Augen nicht mehr zeitgemäß.“ Das Unternehmen suchte eine sichere digitale Lösung, um in Zukunft Ablese- oder Bedienungsfehler auszuschließen. Außerdem sollten die Messungen von mehreren Personen durchgeführt werden können. Stöger nutzt bereits seit längerer Zeit digitale Refraktometer von Hanna Instruments zur Ermittlung des Zuckergehalts. Im Internet wurde Matthias Stöger auf die potentiometrischen Titrationssysteme des Messegeräteherstellers aufmerksam. Er ließ sich mehrere Geräte vorführen und entschied sich schnell für das potentiometrische Titrationssystem HI931. Ein Außendienstmitarbeiter von Hanna Instruments erteilte Stöger eine kurze Einweisung und programmierte die passenden Messprotokolle ein, sodass das Gerät sofort betriebsbereit war. „Im Testbetrieb hat es sich bestens bewährt – daher ist es nun seit mittlerweile etwa eineinhalb Jahren bei uns im Einsatz“, erläutert Stöger.

Standardisierte Messreihen möglich

Um die mit dem HI931 zu bestimmenden Parameter zu kontrollieren, entnimmt der zuständige Techniker während des Herstellungsprozesses wie gewohnt eine Probe und bringt diese ins Labor. Falls das Titrationssystem einige Tage lang nicht im Einsatz war, startet der Techniker zunächst die Spülung der integrierten Bürette und bereitet währenddessen die Probenmenge zur Messung vor. Nach der Auswahl des passenden Programms betätigt er die Start-Taste und kann sich während des Messvorgangs, der einige Minuten beansprucht, anderen Aufgaben widmen. Abhängig von den ermittelten Werten, kann er das Produkt dann entweder zur Weiterverarbeitung bzw. Fertigstellung freigeben oder es entsprechend verbessern. „Mit dem HI931 ist es möglich, die verwendeten Reagenzien auch einmal über längere Zeit stehenzulassen, ohne dass sie sich verflüchtigen“, sagt Stöger. „Das war bei den Handbüretten, die wir zuvor verwendet haben, nicht der Fall: Sie mussten jeden Tag gewechselt und gereinigt werden. Die Titrationslauge ging dabei stets verloren.“ Ein weiterer Vorteil ist aus Sicht von Stöger, dass sich dank der digitalen Technik nun jede Messung genau nachvollziehen lässt. Die Daten lassen sich speichern und auslesen. Da alle Mitarbeiter dieselben Messungen auf dieselbe Weise ausführen, können diese miteinander verglichen und dadurch standardisierte Messreihen generiert werden. Damit stellt das Unternehmen sicher, dass die Produkte stets dieselben Qualitätsparameter aufweisen. Außerdem erinnert das Gerät die Mitarbeiter, falls diese einmal vergessen sollten, eine Kalibrierung vorzunehmen.

Neben dem Bedienkomfort und der Genauigkeit der Messungen überzeugte Stöger auch die Funktionsvielfalt des HI931. Mit dem Gerät lassen sich unterschiedlichste Titrationen auch kleiner Volumina durchführen.

Laugenkonzentration selbst prüfen

Dank der einfachen Bedienbarkeit des HI931 obliegt die lebensmittelanalytische Kontrolle der Produktion nicht mehr nur einem einzigen Spezialisten. Heute können drei Mitarbeiter die Messungen durchführen. Diese haben die neue Technologie von Anfang an akzeptiert: „Gerade für die jüngeren Kollegen ist der Umgang mit digitaler Technik eine Selbstverständlichkeit“, erläutert Stöger „Und für die älteren ist die Arbeit dadurch interessanter geworden. Die Digitalisierung unserer Messungen schafft Raum für die Übernahme anderer Tätigkeiten und hilft uns dabei, die Spitzenqualität unserer Produkte sicherzustellen.“

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Titrationssystem plant Stöger, es mit einer zusätzlichen Bürette auch für andere Zwecke einzusetzen. „Unsere Flaschen werden in einer Waschmaschine gereinigt. Sie verfügt über eine integrierte Inline-Messung mit automatischer Laugendosierung. Wir möchten die von der Messstation der Anlage ermittelten Werte der Laugenkonzentration künftig selbst nachprüfen können – bisher übernimmt das ein externer Dienstleister für uns. Eine In-House-Lösung spart uns auf Dauer bares Geld.“

Hanna Instruments Deutschland GmbH


Autorin: Dr. Katharina Fejfar

Anwendungsberaterin,

Hanna Instruments



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