Neue EG-Richtlinie regelt Einsatz von Weichmachern in Kunststoffen

Kontaminationen sind vermeidbar

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Im März 2007 wurde eine neue EG-Richtlinie für Gegenstände aus Kunststoff, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen, erlassen. Die alte Richtlinie 2002/72/EG wurde um die jüngste Änderung 2007/19/EG ergänzt. Wichtige Neuerung: Alle Materialien und Gegenstände aus Kunststoff müssen ab dem 1. Mai 2009 nahezu ohne Verwendung von Weichmachern auf Phtalatbasis produziert werden. Die Lebensmittelschläuche und -schlauchsysteme von Norres erfüllen die aktuellen Vorgaben der Europäischen Union.

Jüngste Berichte über Weichmacher oder Lösemittel, die aus Bestandteilen der Produktionsmaschinen migrieren und sich in Lebensmitteln anreichern können, haben Nahrungsmittel- und Verpackungshersteller hellhörig gemacht. Nicht selten rätseln Lebensmittelproduzenten, wie es dazu kommen konnte, ohne dabei die sogenannten unscheinbaren Komponenten der Produktionsanlagen, beispielsweise Schläuche, im Blick zu haben.

Der Gesetzgeber hat nun reagiert: Die Richtlinie 2002/72/EG wurde um die jüngste Änderung 2007/19/EG ergänzt. Diese Verordnung beinhaltet auch eine umfassende Konformitätserklärung für Materialien oder Gegenstände aus Kunststoff für den Lebensmittelkontakt. Ab 1. Mai 2009 müssen diese fast ohne Verwendung von Weichmachern auf Phtalatbasis produziert werden. Das gilt für alle Komponenten der Produktionsanlagen, d. h. auch für die scheinbar unwichtigen Komponenten wie Schläuche, Dichtungen und Armaturen. Auch wenn Phtalate weiterhin in der Positivliste aufgeführt werden, sind die neuen Migrationsgrenzwerte äußerst gering.
Alarmierende Studien
Zahlreiche Studien u. a. beim Bundesinstitut für Risikobewertung haben belegt, dass Weichmacher in Lebensmittel migrieren. Die Migration kann rohstoffseitig auf landwirtschaftliche Verfahren sowie auf die Produktion, Verarbeitung, Lagerung, Verpackung und Beförderung der Endprodukte zurückzuführen sein. Die ist besonders beim Kontakt mit fetthaltigen Produkten sowie mit pulverförmigen und feinkörnigen Lebensmitteln wie Backmischungen oder Reis kritisch. Eine Migration von Phtalaten kann dazu führen, dass sich das Produkt verändert bzw. es zu Gesundheitsschädigungen beim Verbraucher kommen kann.
Aber es gibt noch weitere Gründe, warum Weichmacher unerwünscht sind: Durch Migration kann es zur Versprödung des Werkstoffes kommen und somit zum vorzeitigen Ausfall und zusätzlichen Sicherheitsproblemen. Auch im Brandfall können Weichmacher sich als problematisch erweisen und zu hohen Sanierungskosten führen. In einigen Bereichen führen Weichmacher zu Entsorgungsproblemen.
Norres Schlauchtechnik ist sich seit längerem seiner Verantwortung gegenüber dem Verbraucher bewusst. Lebensmittel-Schläuche und Schlauchsysteme des Gelsenkirchener Unternehmens sind absolut weichmacherfrei. Die Lebensmittelschläuche und -schlauchsysteme erfüllen die EG-Richtlinie 2002/72/EG einschließlich der letzten Änderung 2007/19/EG. Sie tragen das Glas-Gabelzeichen, das Lebensmittellogo der EU, das erst nach erfolgreicher Prüfung gemäß dieser EG-Richtlinie durch ein unabhängiges Prüfinstitut verwendet werden darf. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass immer der gesamte Schlauch als Fertigprodukt geprüft wird und nicht nur Teilkomponenten. Damit auch die Kunden des Schlauchherstellers schnell und übersichtlich weichmacherfreie Schläuche finden, sind diese seit März 2007 mit einem speziellen Icon „Free Of Softener“ gekennzeichnet.
Zwei phtalatfreie Allrounder
Zuletzt hat Norres zwei Schlauchallrounder für die Lebensmittelindustrie auf den Markt gebracht. Die hochflexiblen, weichmacherfreien Norflex PUR 401 MHF und Norflex PUR 441 MHF aus dem Premium-Polyurethan Pre-PUR ergänzen die breite Produktpalette der Lebensmittelschläuche. Dank seiner gewebeverstärkten Wandung hält der Norflex PUR 441 MHF höherem Betriebsdruck stand. Verwendet werden sie zum Beispiel als Druckluft- und Pneumatikschlauch sowie als Isolier-, Profil-, Flach-, Form-, Zwillings- oder Wasserkühlschlauch. Da sie aus dem hochwertigen Pre-PUR gefertigt sind, sind die Schläuche fünffach abriebfester und reißfester als solche aus Gummi und PVC. Außerdem sind sie gas- und flüssigkeitsdicht. Die vielseitigen Neulinge transportieren gasförmige und flüssige Medien aber auch Feststoffe wie Stäube und Pulver.
Der Norflex PUR 401 MHF hat die Zulassung nach EG-Richtlinie 2002/72/EG einschließlich der jüngsten Änderungsrichtlinie 2007/19/EG durch ein unabhängiges Prüfinstitut für den gesamten Schlauch ab einschließlich Innendurchmesser 3,0 mm. Er trägt somit das Glas-Gabel-Logo der EU. Für den Norflex PUR 441 MHF ist diese Zulassung beantragt und wird erwartet. Die sehr robusten Allrounder sind selbstverständlich geruchs-, geschmacksfrei sowie mikroben- und hydrolysefest. Beide Schläuche zeichnen sich durch eine gute Öl-, Chemikalien-, UV- und Ozonbeständigkeit aus. Dank ihrer sehr guten Kälteflexibilität können die tritt- und druckfesten Schläuche bis zu Temperatur von -40 °C eingesetzt werden. Die Schläuche sind innen sowie außen glatt und überzeugen durch hohe Zug- und Reißfestigkeit.
Norflex PUR 401 MHF und Norflex PUR 441 MHF zeigen, dass eine Kontamination von Lebensmitteln durch phtalathaltige Weichmacher vermeidbar ist. Doch nicht nur die Schläuche, auch die entsprechenden Anschlussteile, die den Schlauch in die Produktionsanlage einbinden, müssen der neuen EG-Verordnung entsprechen. Dort bietet Norres mit seinem breiten Portfolio an Verbindungstechnik die entsprechenden, für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie geeigneten Produkte, wie das Connect-Schaleneinbandsystem 231. Das System hat einen speziellen gewindeförmigen Dichteinsatz, der an die äußere Schlauchkontur angepasst wurde. Es ist dadurch druckstoßfest und die Schalen wiederverwendbar. Erhältlich in zwei Edelstahlqualitäten ist es in der Lebensmittelindustrie universell einsetzbar. Das für den Dichteinsatz eingesetzte Polyurethan ist zudem lebensmittelecht nach der amerikanischen Food und Drug Administration als auch den entsprechenden Europäischen Richtlinien.
Bereits 2007 hat Norres das Connect-Schaleneinbandsystem 230 entwickelt und auf den Markt gebracht. Bis dahin wurden die unterschiedlichsten rieselfähigen Feststoffe wie Mehl, Getreide oder Futtermittel zum Be- und Entladen von Silofahrzeugen durch schwere, unflexible und schnell alternde Gummischläuche gefördert. Der Förderprozess konnte nicht eingesehen werden und die Schläuche hatten einen sehr hohen Abrieb.
Das Schaleneinbandsystem wurde zunächst hauptsächlich für den Airduc PUR 356 MHF entwickelt. Dieser Schlauch ist lebensmittelecht, weichmacherfrei, FDA-konform und trägt das Glas-Gabel-Logo. Das Connect-Schaleneinbandsystem 230 ist wiederverwendbar sowie schnell und einfach zu montieren. Die produktberührenden Teile sind in Leichtmetall und zwei Edelstahlqualitäten erhältlich.
Online-Info www.dei.de/0509424
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