Externe Wirbelkammer unterstützt Homogenisierung

Mischhilfe ausgelagert

Die seitlich am Mischbehälter angebaute Wirbelkammer schließt auch stückige Komponenten auf
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In vielen Mischprozessen werden neben dem Hauptmischwerk häufig zu- sätzliche Mischhilfen (z. B. Messermühlen, Rotor-Stator-Systeme) eingesetzt, um die Homogenität des Endprodukts zu optimieren oder Agglomerate aufzulösen. In den Mischraum ragende Mischhilfen und Desagglomeratoren führen jedoch häufig zu Materialstau am Einbauort und beeinträchtigen dadurch die Restentleerung. Die außerhalb des Mischbehälters angeordnete Wirbelkammer kombiniert effektives Mischen mit optimaler Zerkleinerung.

Die von Lipp Mischtechnik entwickelte Wirbelkammer sichert eine konstant hohe Qualität des Endprodukts. Die Mischhilfe zur Verbesserung der Homogenität des Endprodukts oder Auflösung von Agglomeraten, die sich während eines Mischprozesses bilden oder dem Zerkleinern von Rezepturbestandteilen wie Waffeln und Nüssen, wird seitlich am Mischbehälter angebaut. Im Gegensatz zu anderen Systemen ragt jedoch kein Teil der Wirbelkammer in den Mischbehälter hinein, sodass die komplette Oberfläche des Mischbehälters von den Mischwerkzeugen des Hauptmischwerks überstrichen wird. Konstruktiv bedingte Toträume werden dadurch vermieden.

Durch die Drehbewegung des Rotors in der Wirbelkammer werden hohe Scherkräfte auf kleinem Raum erzeugt. Das Produkt wird dabei axial in der Mitte der Kammer angesaugt, passiert den Rotor-Stator-Bereich, in dem sich die Scherverzahnung befindet, und wird an der Peripherie der Kammer in das Mischgut zurückgeschleudert. Von den Mischwerkzeugen des Haupt-Mischwerks wird permanent neues Produkt in den Bereich der Wirbelkammer gefördert. Somit ist gewährleistet, dass das gesamte Produkt in den Wirkungsbereich der Kammer gelangt und deren Scherzone zwangsweise durchströmt.
Speziell bei Mischungen, für die ein Wärmeaustausch erforderlich ist, werden durch den ständigen Austausch des Produkts aus der Wirbelkammer mit dem Restprodukt bei beheizten oder gekühlten Mischern räumliche Temperaturgradienten sofort ausgeglichen. Unzulässige lokale Produkterwärmungen durch mechanische Energieeinleitung werden vermieden. Außerdem kann die Wirbelkammer ebenfalls gekühlt oder beheizt werden.
Vollständig entleerbar
Die besondere Geometrie und Wirkungsweise der Wirbelkammer erlaubt es, dass auch stückige Komponenten erfasst und aufgeschlossen werden. Obwohl die Wirbelkammer eine Ausbuchtung des Mischbehälters darstellt, wird durch den hochtourigen Rotor das Produkt beim Entleeren des Mischers praktisch vollständig aus der Kammer entfernt, sodass keine Rückstände bleiben. Das System verfügt somit über einen hohen Selbstreinigungsgrad. Ein weiterer konstruktiver Vorteil liegt darin, dass bereits vorhandene Schaufelmischer nahezu aller Bauarten nachgerüstet werden können, ohne dass das Mischwerk des jeweiligen Mischers angepasst werden muss. Ein Einbau kann an nahezu jeder beliebigen Stelle des Mischbehälters erfolgen. Im Vergleich zu herkömmlichen Desagglomeratoren und Mischhilfen wird in der Regel nur die Hälfte der vorhandenen Anzahl benötigt, um die zumindest gleiche Effektivität zu erzielen. Die Wirbelkammer zeichnet sich zudem durch hohe Wirksamkeit bereits bei Drehzahlen, die deutlich unterhalb vergleichbarer Systeme liegen, aus. Dies verringert den Verschleiß an Scherelementen und Wellendichtungen und kann geringere Antriebsleistungen bei gleicher Effektivität bedeuten.
Im Süßwarenbereich stellt die Wirbelkammer besonders für die Rework-Verarbeitung eine interessante Lösung dar, sowohl bei der Verarbeitung von Rework mit Waffel-, Nuss- und Keksanteilen, als auch bei wasserhaltigem Rework wie Riegel mit Karamellfüllung. Weitere Anwendungen sind das Kurzzeit-Conchieren (Verflüssigen von Walzware) oder das Herstellen von Füllungen mit Nüssen und Mandeln, die durch die Scherung zerkleinert und verpastet werden. Das System eignet sich auch besonders zum Verteilen hochviskoser Zusätze in feinen Pulvern, und zum Einmischen geringer Flüssigkeitsmengen in feinpulverige Mischungen (Benetzen). Eine Verdüsung der Flüssigkeit ist dabei nicht erforderlich. Als Antrieb für die Wirbelkammer ist überwiegend ein frequenzgeregelter Motor zu empfehlen. Die Auswahl der verwendeten Werkstoffe, Dichtungssysteme usw. erfolgt entsprechend den kundenspezifischen Ansprüchen. Um verschiedene Parameter durchzutesten, steht ein gut ausgerüstetes Technikum zur Verfügung.
Halle 6.0, Stand E26
Online-Info www.dei.de/0509426
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