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Sensor ermöglicht den Blick von oben

Das Band als Referenz
Sensor ermöglicht den Blick von oben

Händler und Verbraucher erwarten von den Lebensmittelherstellern nicht nur sichere und qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, immer häufiger fordern sie zusätzliche Zertifikate von ihren Lieferanten. Sesotec bietet hierfür passende Applikationslösungen für alle kritischen Kontrollpunkte des Produktionsprozesses. Bei den Fremdkörperdetektionssystemen testet Sesotec derzeit den schaltenden Sensor DRT 25C mit einem völlig neuen Funktionsprinzip.

Die Lebensmittelbranche ist zu einem komplexen, global verflochtenen System mit vielen Beteiligten geworden: Rohstoffe werden international in verschiedenen Preis- und Qualitätsstufen eingekauft. Häufig werden sie ganz woanders verkauft, gelagert und verarbeitet wie ursprünglich hergestellt. Zunehmende Lebensmitteltransporte, längere Transportwege und Mehrfachverladungen lassen das Risiko in puncto Verunreinigung steigen. „Hersteller brauchen präzise Technologien, um die gesetzlichen Standards hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit einzuhalten“, erklärt Hermann Sammer, Leiter R&D bei Sesotec, einem der führenden Hersteller von Produktinspektions- und Materialsortiersystemen aus Schönberg, Bayern. Allerdings bedeutet ein zunehmender Automatisierungsgrad weniger Personal und weniger Kontrolle durch Mitarbeiter in der Produktionskette. Damit steigt das Risiko, dass eventuelle Fremdkörper in Lebensmitteln nicht erkannt werden.

Verunreinigungen erkennen

Zum Erkennen metallischer Verunreinigungen – beispielsweise durch Drähte oder Späne – eignen sich Metalldetektoren, wie sie Sesotec herstellt. Für die Erkennung von Verunreinigungen aus nicht metallischen Materialien, wie zum Beispiel Glas oder Kunststoffe, bietet Sesotec Röntgensysteme an. In seiner Funktion als R&D-Leiter arbeitet Sammer bereits seit vielen Jahren mit Leuze zusammen. Immer mit dem Ziel, die zum Teil kniffeligen Applikationen seiner Kunden noch besser und effizienter zu lösen. Für eine zuverlässige Detektion sowie eine richtige Kennzeichnung bzw. Zuordnung kommen hierbei optische Technologien von Leuze zum Einsatz. Sie gewährleisten, dass auch genau das in der Verpackung enthalten ist, was auf dem jeweiligen Etikett draufsteht.

Offen für Neues

Sesotec ist mit den eingesetzten Leuze-Sensoren sehr zufrieden, die bereits seit Jahren standardmäßig in den Maschinen und Anlagen verbaut werden. Im Bereich der Metalldetektion sind das überwiegend Sensoren der Leuze-Baureihe 25. Sesotec-Kunden in der Lebensmittelindustrie bestätigen deren zuverlässige Funktionsweise, Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit in einem Umfeld, das höchsten Hygieneanforderungen und regelmäßigen Reinigungszyklen unterliegt.

Dennoch ist Sesotec immer offen für neue Ideen und Technologien. So kam es nun auch zum Testbetrieb eines komplett neuen Leuze-Sensors, dem DRT 25C, mit einem völlig neuen Funktionsprinzip basierend auf der Contrast Adaptive Technology (CAT). „Unsere Unternehmensphilosophie deckt sich sehr gut mit der von Leuze. Auch wir sehen uns nicht als Standardlieferant einzelner Metalldetektoren. Vielmehr geht es uns darum, unseren Kunden spezifische, auf ihre konkrete Applikation und Anforderungen zugeschnittene komplette Lösungen zu bieten. Und diese bestehen eben nicht nur aus unseren eigenen Komponenten, sondern dazu gehört auch die komplette Sensorik. Nur so können wir unseren Kunden helfen, ihre Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, trotz Zusatzkosten durch eine maschinelle Produktinspektion“, erklärt Sammer.

Schaltender Sensor

Der neue schaltende Leuze-Sensor DRT 25C verspricht, jede Art von Objekt und Produktverpackung wie sie in der Lebensmittelbranche von Sesotec-Metalldetektoren untersucht und auf Verunreinigungen geprüft werden, zuverlässig zu erkennen. Ganz unabhängig von deren Farbe, Form und Oberflächenbeschaffenheit. Egal, ob flach, glänzend, durchbrochen oder transparent. „Solche Objekte sind von herkömmlichen Sensoren, die von der Seite tasten, nicht ganz so einfach zu detektieren. Vor allem, weil Vorderkanten von verpackten Produkten nicht immer zuverlässig zu erkennen sind “, erklärt Andreas Eberle, Key-Account-Manager Packaging bei Leuze. Hermann Sammer von Sesotec ergänzt: „Das Problem äußert sich häufig in Form einer Mehrfachtriggerung – vor allem bei hohen Förderbandgeschwindigkeiten“. Diese Erfahrung macht er vor allem bei unregelmäßigen Formen, wie sie zum Beispiel bei Fisch und Fleisch vorkommen. Hierbei handelt es sich meist um individuelle Stücke, die nicht exakt dieselbe Länge und Form haben. Ebenso bei Plastikumverpackungen von Obst oder Gemüse.

Blick von oben auf das Band

Sesotec prüft den DRT 25C derzeit in seinem Technikum auf Herz und Nieren. Dafür werden unterschiedlichste Objekte und Verpackungen herangezogen. Auf dem Förderband fahren die Objekte in den Metalldetektor ein. Detektiert werden sie vom DRT 25C vor der Einfahrt in den Metalldetektor immer an der Vorderkante und über die komplette Produktlänge – und zwar von oben. „Der Blick von oben stellt einen großen Vorteil dar. Unregelmäßige Formen werden dadurch deutlich besser erkannt. Bestehende Sensorlösungen am Markt erfüllen diese Aufgabe bislang nur bedingt“, bestätigt Sammer. Die Testerfahrungen sind bislang sehr positiv, auch bei schwierigen Arbeitsumgebungen, zum Beispiel bei sich schnell bewegenden und zum Teil auch stark vibrierenden Förderbändern.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: Leuze

Halle 3C, Stand 235


Autorin: Martina Schili

Corporate Communications Manager,

Leuze Electronic


Andreas Eberle ist Key-Account-Manager Packaging bei Leuze
Bild: Leuze electronic

Nachgefragt:   bei Andreas Eberle

Herr Eberle, wodurch unterscheidet sich der DRT 25C von anderen Sensoren?

Eberle: Für uns ist der dynamische Referenztaster DRT 25C ein weiterer Meilenstein in unserer Innovationshistorie. Er besitzt ein neues Funktionsprinzip, das auf der intelligenten CAT-Technologie basiert, und garantiert eine zuverlässige Detektion aller Arten von Objekten. Dadurch verringern sich die Stillstandzeiten, ergibt sich ein erhöhter Maschinendurchsatz sowie eine höhere Produktionsmenge bei maximaler Flexibilität ohne Nachjustieren beim Chargen-/Rezepturwechsel. In Summe bedeutet das eine erhöhte Wirtschaftlichkeit für unsere Kunden.

Erläutern Sie doch bitte kurz, wie die CAT-Technologie funktioniert.

Eberle: CAT steht für Contrast Adaptive Teach. Die Grundidee dahinter ist simpel: Wenn das Objekt in der Form und Oberfläche mit optischen Sensoren schwer zu erkennen ist, arbeitet man stattdessen mit seiner Umgebung bzw. dem Hintergrund als konstante Bezugsfläche. In der Verpackungstechnik ist dies meistens das Transportband. Dieses dient für den Sensor als einlernbare Referenz. Sobald der Taster die Kontrastinformation des Bandes eingelernt hat – man spricht dabei von „Teach“ –, muss er lediglich intelligent genug sein, Änderungen dieser Informationen zu verstehen, um daraus die Objekterkennung zu generieren.

Welche Vorteile ergeben sich daraus für den Anwender?

Eberle: Die Herausforderung bei der Objekterkennung besteht darin, möglichst schnell, zuverlässig und präzise die Vorderkante zu detektieren. Bei einspurigen Transportstrecken geht das evtl. über einen seitlichen Anbau von Sensoren, sobald eine mehrspurige Transportstrecke aufgebaut wird, nur noch von oben. Zugleich stellt die Arbeitsumgebung selbst eine Herausforderung dar: Meist befinden sich die zu erkennenden Objekte auf Transportbändern, die sich bewegen und vibrieren, ggf. verschmutzen oder nass werden. Bestehende Sensorlösungen am Markt erfüllen diese Aufgabe bislang nur bedingt. Die CAT-Technologie aber kann genau dies und macht sie deshalb für den Anwender so einzigartig.

Für welche Produkte ist der DRT 25C geeignet?

Eberle: Der DRT 25C eignet sich speziell zur Erkennung von unterschiedlichsten Objekten in der Primär- und Sekundärverpackung. Dort müssen variantenreiche Formen und unterschiedlichste Oberflächen zuverlässig erkannt werden. Er löst exakt diese Anforderungen auf innovative und zuverlässige Art – mit einer einzigartigen Referenztechnologie und drei Lichtflecken.

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