Geprüfte Qualität vermeidet Probleme. Einsatzbeispiele verdeutlichen Funktionalitätsvielfalt - prozesstechnik online

Einsatzbeispiele verdeutlichen Funktionalitätsvielfalt

Geprüfte Qualität vermeidet Probleme

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Wer Gehäuse in der Lebensmittelproduktion einsetzen will, der muss die Vorgaben durch das „Hygienic Design“ (HD) erfüllen. Verschiedene Beispiele – wie bei OSI Food Solutions, FrieslandCampina, Huuskes und Nestle – zeigen die Vorteile der HD-Serie von Rittal.

Mikroorganismen wie Pilze oder Bakterien stellen die größten Risiken in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie dar. Nur wer Verschmutzungen im Herstellungsprozess vermeiden und schädliche Faktoren aus dem Produktionsumfeld entfernen kann, der hat keine Probleme zu befürchten. So müssen Schrank-, Klimatisierungs- und Gehäusesysteme nach den Vorgaben des Hygienic Designs (HD) konzipiert sein.

Als typische Anforderungen im Bereich der Leergehäuse kommen die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU mit der Grundlage der Typprüfung nach DIN EN 62208 (VDE 0660-511):2005-04 aber auch die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sowie die EMV-Richtlinie 2004/108/EG ins Spiel. Allerdings geben diese Richtlinien und Normen noch keinen Aufschluss auf die Hygienetauglichkeit des Schaltschranks. Hier bietet die HD-Serie von Rittal besondere Eigenschaften, mit denen sich die Anforderungen im Bereich des Hygienic Designs erfüllen lassen. Diese Aussage stellen die verschiedenen Anwendungsbeispiele unter Beweis, die für die HD-Serie publiziert wurden.

Bei den Nespresso-Erfindern, dem Nestlé Product Technology Centre (PTC) in Orbe in der Schweiz, ist das konzernweite Forschungs- und Entwicklungszentrum für Kaffee, Schokolade- und Malzgetränke verortet. Nestlé fordert bei Neuanschaffungen von Maschinen von seinen Lieferanten modernste Prozesstechnik, hohe Verfügbarkeit und hygienisches Design.

Die Vorteile der HD-Gehäuseserie von Rittal haben dazu geführt, dass die HD-Serie bei Nestle-PTC zum Einsatz kommt. „Nestle als größter Nahrung- und Genussmittelhersteller weltweit setzt besondere Standards in der Lebensmittelproduktion“, erläutert Torben Fibich, Vertical Market Manager Food & Beverage bei der Rittal GmbH & Co. KG. „Bei Nestle PTC ist man daher stets interessiert, die geeignetsten Produkte für neue Anlagen auszuwählen. Unsere HD-Lösungen sind seit vielen Jahren in diversen Nestle Werken im Einsatz und beweisen täglich, dass auf Sie Verlass ist.“

Zusätzlich zum eigentlichen Produkt erweist sich die Beratungskompetenz eines Herstellers als wichtiges Argument. „Die Mitarbeiter im Nestle PTC sind bereits absolute Spezialisten auf dem Gebiet des Hygienic Designs“, erklärt Fibich ein. „Natürlich beraten wir zu den Einsatzoptionen unserer Produkte und präsentieren Neuheiten. Viel interessanter sind die Diskussionen über neue Entwicklungen und Trends, welche wir gemeinsam mit Kunden wie Nestle voranbringen können.“

Bei Nestle PTC wird mit spezifischen Anforderungskatalogen gearbeitet, denn es gilt, eine Vielzahl von Produktionsstätten und Produkten optimal zu unterstützen. Laut Fibich ist es dabei unbedingt nötig, die Anforderungen der jeweiligen Produktion abdecken zu können: „Wir haben hier den Vorteil, dass wir sehr universelle Produkte im HD-Bereich entwickelt haben, welche für nahezu alle Anwendungsgebiete geeignet sind.“

Hygiene ist oberste Pflicht

Hygiene und Sauberkeit stehen bei der Verarbeitung von Lebensmitteln an erster Stelle. Dies gilt nicht nur für die Teile der Maschinen und Anlagen, die direkt im Prozess mit den Produkten in Berührung kommen, sondern auch für die unmittelbare Produktionsumgebung. Um die gesetzlichen Mindestanforderungen deutlich zu übertreffen, setzt der niederländische Lebensmittelverarbeiter Huuskes auf Hygienic Design-Gehäuse (HD-Gehäuse) von Rittal.

In diesem Anwendungsfall lag ein besonderes Interesse darauf, die Vorgaben durch die EHEDG-Richtlinien zu erfüllen. „Die EHEDG aber auch andere Organisationen helfen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sichere Komponenten, Maschinen und ganze Produktionsstätten zu planen und zu bauen“, erklärt Fibich. Das heißt für eine hygienegerechte Produktion von Nahrungsmitteln müssten die Komponenten diesen Vorgaben entsprechen. „Bei der Entwicklung unserer Produkte haben wir zudem immer die ‚Endanwendersicht‘ im Blick. Nur so können wir bedarfsgerechte und bestmögliche Lösungen anbieten“ , ergänzt Fibich.

Dabei hat sich auch gezeigt, dass Kunststoffgehäuse weniger gut geeignet sind als ihre Pendants aus Edelstahl Rostfrei. „Aufgrund von täglichen Beanspruchungen wie die Reinigung mit verschiedensten Chemikalien sind Edelstahlprodukte besser geeignet, um einen hohen Hygienefaktor sicherzustellen“, erläutert Fibich. „Speziell geschliffene Oberflächen bei Edelstahl sorgen dafür, dass sich keine Bakterien dauerhaft festsetzen können. Bei Kunststoffen besteht hier ein größeres Risiko, dass sich die Oberflächenbeschaffenheit ändert und dies zu einen Hygienerisiko wird.“

Eine wichtige Rolle spielen der Verschlussmechanismus und die Dichtungen, betont FibichDas Designziel laute, möglichst wenige Verschlüsse aber höchste Dichtheit zu garantieren. Jeder unnötige Verschluss stelle ein Risiko dar, denn wenn dieser nicht vom Personal korrekt geschlossen werde, sei das Gehäuse undicht. Ein Hygienerisiko und ein Anlagenstillstand werde wahrscheinlich. Daher sei es eine große Herausforderung, höchste Dichtheit mit möglichst wenig Verschlüssen zu konzipieren, um höchstmögliche Sicherheit und Komfort beispielsweise bei der Wartung von Anlagen zu gewährleisten. „Bei Huuskes war diese Vorgabe sehr wichtig.“, so Fibich.

Hohe Hygienestandards für McDonalds

Hygiene pur – exakt das hat sich OSI Food Solutions Germany auf die Fahne geschrieben und setzt dabei neueste Technik ein. Mit der modernsten Hamburger-Linie der Welt produziert OSI in Günzburg täglich 5,5 Millionen Patties, die vor allem für McDonald’s in Deutschland bestimmt sind. Um die Produktion hygienegerecht zu optimieren, sucht OSI permanent nach innovativen Lösungen. Bereits seit Jahren ein Muss bei OSI sind die HD-Gehäuse von Rittal. Quer durch die Produktion schützen Kompaktschränke und Klemmenkästen der HD-Serie die sensible Steuerungstechnik zuverlässig vor Wasser und Reinigungsmitteln – und sorgen für wirksamen Schutz vor Mikroorganismen und gefährlicher Kreuzkontamination.

Besonders interessant ist bei diesem Anwendungsfall der Einsatz von Steuerungstechnik: Sie wurde möglichst nah am bzw. im Herstellungsprozess platziert. Daraus ergeben sich für den Hersteller große Vorteile, wie Fibich erklärt: „Bei der Wartung, Erweiterung oder Umbau von Maschinen ist es für die Instandhalter, Programmierer oder auch externes Personal einfacher, wenn die Steuerungstechnik in der Nähe der Produktionsmaschine ist. Auch aus diesem Grund bieten wir unsere HD-Gehäuse sowie unsere normalen Stahlblech- und Edelstahlgehäuse mit identischen Montageplatten und Zubehör an. Somit können Anwender immer die für ihre Anforderung optimale Schranklösung verwenden, ob innerhalb oder außerhalb der Produktion.“

Die Bereitstellung von kompletten Gehäuse- und Schrankserien im Hygienic Design sei hier sinnvoll. „Die gesamte Applikation – sprich die Produktionsanlage – ist nur so gut wie das schwächste Glied. Daher ist es wichtig ein komplettes HD-Portfolio, von der Schranklösung über Kabelverschraubungen bis hin zur Klimatisierung, anbieten zu können.“

Kurze Wege zu Aktoren und Sensoren

Die kurzen Wege zu Aktoren und Sensoren in der Lebensmittelproduktion standen auch bei dem Anwendungsfall bei FrieslandCampina im Fokus. Hier galt es für die Steuerungselektronik, spezielle Voraussetzungen zu erfüllen. „Die Gehäuse müssen den schwierigen Umgebungsbedingen in Lebensmittelindustrie Stand halten. Das umfasst das tägliche Reinigen mit aggressiven Reinigungsmitteln, großen Temperaturunterschieden und ständigen Zugriffen durch das Instandhaltungspersonal, welche die Maschinen warten müssen.“

Zudem war das Zusammenspiel der Ventilinsellösung Airline Quick mit Rittals HD-Baukasten von entscheidender Bedeutung, wie Fibich erklärt: „Die Firma Bürkert hat sehr früh das Potential der HD-Schaltschränke in der Lebensmittelindustrie erkannt. Gemeinsam haben wir bedarfsgerechte Lösungen, wie zum Beispiel standardisierte Schrankgroßen mit fest definierten Ausbrüchen für eine leichte Montage von Flanschplatten generiert. Dabei konnten wir alle Produktvorteile, beispielsweise austauschbare Dichtung, Tropfkante und Gehäuseschrägen unserer Standartgehäuse beibehalten.“

Rainer Huttenloher

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