Hygiene ist oberste Pflicht. Lebensmittelverarbeiter setzt auf Rittal-Gehäuse im Hygienic Design - prozesstechnik online

Lebensmittelverarbeiter setzt auf Rittal-Gehäuse im Hygienic Design

Hygiene ist oberste Pflicht

Hygiene trägt bei der Verarbeitung von Lebensmitteln – wie hier beim niederländischen Unternehmen Huuskes – zur Produktsicherheit bei. Quelle: Huuskes
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Hygiene und Sauberkeit stehen bei der Verarbeitung von Lebensmitteln an erster Stelle. Dies gilt nicht nur für die Teile der Maschinen und Anlagen, die direkt im Prozess mit den Produkten in Berührung kommen, sondern auch für die unmittelbare Produktionsumgebung. Um die gesetzlichen Mindestanforderungen deutlich zu übertreffen, setzt der niederländische Lebensmittelverarbeiter Huuskes auf Hygienic Design-Gehäuse (HD-Gehäuse) von Rittal.

Eklatante Hygienemängel sind leider keine Seltenheit. So treffen Lebensmittelprüfer immer wieder auf grobe Mängel in der Produktion von Lebensmittelherstellern. Diese Vorfälle können zu einem Vertrauensverlust seitens der Kunden und in der Folge sogar zur Schließung des Betriebs führen.

Denn wenn es um die Hygiene und Sicherheit von Lebensmitteln geht, verstehen Behörden und Konsumenten keinen Spaß. Um solche Missstände zu verhindern, gelten strenge Hygienevorschriften für die Lebensmittelindustrie. Sowohl international – wie im Falle von ISO 22000, Hazard Analysis and Critical Control Points und Codex Alimentarius – sondern auch national muss sich die Lebensmittelindustrie an die Normen halten. Den Überblick zu behalten, ist vor allem für kleinere mittelständische Unternehmen nicht ganz einfach. Dass es trotzdem möglich ist, zeigt das Beispiel des niederländischen Lebensmittelverarbeiters Huuskes.

Beispiel Huuskes

Huuskes zählt mit über 800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro zu den führenden Komplettanbietern von Rohkost­, Tiefkühl­ und Convenience­Produkten in den Niederlanden. Quelle: Huuskes

Das 1956 gegründete Unternehmen zählt mit über 800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro zu den führenden Komplettanbietern von Rohkost­, Tiefkühl­- und Convenience­-Produkten in den Niederlanden. Zu den Kunden zählen Pflegeheime, Krankenhäuser sowie Gastronomie- und Catering-Unternehmen.

„Um das Vertrauen unserer Kunden nicht zu enttäuschen, sind wir immer darauf bedacht, in unserer Fertigung die Qualität und Hygiene zu maximieren“, erläutert Frank Hagmolen, während des Projektes der Chef des Technischen Dienstes bei Huuskes. Die gesetzlichen Anforderungen sind bei dem Unternehmen der selbstverständliche Mindeststandard. Das Unternehmen geht aber in Sachen Hygiene noch weiter: Zusätzlich setzt es auch die Richtlinien der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG) für die Umgebung der Bearbeitungsmaschinen um.

Hygienic Design erhöht Produktsicherheit

Die modernen Maschinen­ und Anlagentechnologien, die weitestgehend automatisiert gesteuert werden, sind bei Huuskes der Dreh­ und Angelpunkt in der Nahrungsmittelproduktion. Dabei ist das Hygienic Design – die hygienegerechte Gestaltung von Maschinen, Anlagen, Gehäusen und Schaltschränken – ein wichtiger Aspekt für die Produktsicherheit bei der Verarbeitung von Lebensmitteln. Verschmutzungen dürfen sich nicht festsetzen oder dauerhaft verbleiben. Sie müssen leicht entfernbar sein.

Reinigungsfähigkeit entscheidet

„Uns wäre es am liebsten, wenn alle unsere Zulieferer die optimale Reinigungsfähigkeit ihrer Produkte gewährleisten könnten“, stellt Hagmolen fest. „Da das nicht der Fall ist, bemühen wir uns selbst aktiv um die besten Lösungen.“ Auch deshalb ging er auf Rittal zu. „Wir baten die Kollegen dort, sich unsere Produktionsumgebung unvoreingenommen anzusehen. Externe Rückmeldung ist wichtig für uns. Nur so können wir objektiv bleiben.“

Nach eingehender Prüfung war für die Experten von Rittal klar: Die alten Kunststoffgehäuse, die in der Produktionshalle die Feuerlöscher vor Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln schützen, sind ungeeignet. „Aufgrund ihrer Oberflächenbeschaffenheit und konstruktiven Eigenschaften erweisen sich Kunststoffgehäuse langfristig als wenig hygienisch. Denn auf Oberflächen und in den vorhandenen Toträumen können sich Bakterien und Schmutz absetzen“, erläutert Freddy van de Kolk, damals Account Manager Food & Beverage bei Rittal. Vor allem für Lebensmittelverarbeiter wie Huuskes ist das ein Problem. Schließlich vertrauen die Kunden darauf, dass die gelieferten Produkte hygienisch einwandfrei sind.

Kunststoffgehäuse haben Nachteile

Als Alternative zu den bisher eingesetzten Kunststoffgehäusen verwendet Huuskes jetzt Edelstahlgehäuse aus der Serie Hygienic Design von Rittal. Die Edelstahlgehäuse haben ein nach vorn geneigtem Dach, von dem Wasser und Reinigungsmittel leicht ablaufen. Außerdem verhindert die Neigung, dass Gegenstände auf dem Gehäuse abgestellt werden.

„Weil sich der Edelstahl gut reinigen lässt, reduziert sich der Einsatz von Reinigungs­ und Desinfektionsmitteln spürbar“, erläutert van de Kolk. Diese Erfahrung hat auch Hagmolen in den letzten Monaten gemacht: „Die Hygienic Design Gehäuse lassen sich einfach und sicher säubern. Für uns ist das eine wichtige Voraussetzung, denn bei der Hygiene machen wir keinerlei Zugeständnisse.“

Silikon als Abdichtung

Eine Besonderheit des HD-Gehäusekonzepts ist die Abdichtung. Statt Polyurethan kommt Silikon zum Einsatz, das beständiger gegen Reinigungsmittel ist. Die Dichtung ist blau eingefärbt, so dass Verunreinigungen – etwa von Lebensmittelrückständen – sofort sichtbar sind. Auch mechanische Beschädigungen der Dichtung fallen so sofort auf.

Da die Rundum-Dichtung, die auf der Innenseite von Türen und Wänden sicher eingelegt ist, bis nach außen anliegt, ist eine spaltfreie Abdichtung gewährleistet. Sollte die Dichtung einmal beschädigt werden, lässt sie sich einfach wechseln. Die Scharniere der HD-Gehäuse sind mit einem besonderen Drehwinkel innen eingebaut und liegen damit innerhalb der Dichtung.

EHEDG-Richtlinien erfüllt

Die Edelstahlgehäuse erfüllen sämtliche europäische Normen und Richtlinien. Das EHEDG-konforme Design hat keinerlei Toträume, in denen sich Bakterien oder Reinigungsmittel sammeln könnten. Nebenbei sorgen die Gehäuse für Sicherheit. Denn durch die Lagerung in den Hygienic Design Gehäusen sind die Feuerlöscher in der Produktion im Brandfall schnell greif­ und einsetzbar.

Dass Huuskes gemäß ISO 9001 zertifiziert ist und über ein Skal-Zertifikat verfügt, das die Einlagerung und Auslieferung von biologischen Handelserzeugnissen genehmigt, versteht Hagmolen als Auszeichnung für das Unternehmen. „Ein besseres Zeugnis für Qualität und Hygiene gibt es nicht. Schließlich signalisieren die Zertifikate unseren Kunden: Wir genügen selbst höchsten Ansprüchen.“

Natascha Treml ist Gruppenleiterin Produktmanagement Enclosures bei Rittal.

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