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VakuumdestillationsAnlage gibt Schub für die Kreislaufwirtschaft

Stoffliches Recycling von Industrieabfällen
Vakuumdestillationsanlage gibt der Kreislaufwirtschaft Schub

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Stoffliches Recycling mittels Vacudry-Technologie: Per Vakuumdestillation werden in einem geschlossenen Prozess Schadstoffe abgeschieden bzw. wertvolle Ressourcen aus heterogenen Stoffgemischen wie gefährlichen Industrieabfällen und kontaminierten Böden recycelt Bild: Econ Industries
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Auch 25 Jahre nach Einführung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und trotz zahlreicher politischer Aktionspläne herrscht in vielen Bereichen der industriellen Produktion noch das Prinzip der Wegwerfwirtschaft vor. Eine stoffliche Verwertung mit dem Ziel der Ressourcenschonung, der Minimierung des ökologischen Fusabdrucks und der anfallenden CO2-Emissionen findet bisher kaum statt. Das gilt auch und insbesondere bei Industrieabfällen. Dabei existieren bereits bewahrte Technologien, die ein kosteneffizientes Recycling von Industrieabfällen ermöglichen. Econ Industries bietet umweltfreundliche und flexible Anlagen für die Rückgewinnung von Rohstoffen aus gefährlichen Industrieabfällen.

Im Rahmen des EU Green Deals hat die EU-Kommission einen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy Action Plan) veröffentlicht und möchte eine weltweit führende Rolle bei der Kreislaufwirtschaft erlangen. Denn eine enge Kreislauforientierung ist Kernelement und Voraussetzung für Klimaneutralität. Nachhaltige Produkte und Geschäftsmodelle sollen zur Norm werden, bei denen von vornherein so gut wie kein Abfall mehr erzeugt wird. Doch die Realität sieht anders aus. Gerade bei der Handhabung industrieller Abfälle, z. B. aus der Chemie- oder Metallindustrie, findet Recycling mit stofflicher Wiederverwertung gegenwärtig nur statt, wenn es aufgrund der Zusammensetzung von Stoffströmen besonders profitabel ist. Komplexere Abfälle werden dagegen meist thermisch verwertet oder deponiert. Das vernichtet wertvolle Ressourcen und verursacht bereits im Normalbetrieb unnötig hohe Emissionen.

10-Punkte-Plan zur Kreislaufwirtschaft

Die beiden Verbände BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. und Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft BNW e. V. betonten deshalb in einer gemeinsamen Stellungnahme das Potenzial der Kreislaufwirtschaft. In einem 10-Punkte-Plan zur Kreislaufwirtschaft wird mehr Engagement von Seiten deutscher Behörden, Industrie, Handel und Gewerbe für zirkuläre Prozesse und Ressourceneffizienz gefordert. Denn dass die Rückgewinnung von Rohstoffen Ressourcen einspart und so das Klima schont, ist durch eine Vielzahl von Studien belegt (u.a. Ellen McArthur 9/2019). Die Einspareffekte durch eine konsequente zirkuläre Wirtschaft würden wesentlich dazu beitragen, die Ziele des Pariser Klimavertrages zu erreichen. Den vollständigen 10-Punkte-Plan finden Sie unter: https://www.bnw-bundesverband.de.

Rückgewinnung der Rohstoffe

Econ Industries Services entwickelt und vertreibt effiziente und flexible Lösungen zum Recycling von gefährlichen Industrieabfällen und kontaminierten Böden. Die Vacudry-Technologie bietet eine umweltfreundliche und flexible Lösung für die Rückgewinnung von Rohstoffen aus solchen Industrieabfällen. Sie ermöglicht es, Schadstoffe sicher aus heterogenen Abfallgemischen abzuscheiden und bei Bedarf für deren sichere Beseitigung zu sorgen.

Mit der Vakuumdestillation können unterschiedlichste Abfälle behandelt werden, was die Technologie so vielseitig einsetzbar macht. Das Unternehmen hat bereits weltweit schlüsselfertige Anlagen gebaut, die beispielsweise Öl von Metallabfällen entfernen, kontaminierte Böden von Quecksilber befreien oder Lösemittel aus Chemieabfällen rückgewinnen.

Der Recyclingprozess

Die Vakuumdestillation nutzt die herabgesenkten Siedepunkte der chemischen Verbindungen. Durch das Zusammenspiel aus niedrigem Druck (50 mbar(abs)) und hoher Temperatur von bis zu 360 °C, können so Schadstoffe in die Gasphase überführt und zurückgewonnen werden, die unter atmosphärischen Bedingungen einen Siedepunkt von bis zu 460 °C aufweisen.

Über ein Fördersystem werden die gefährlichen Industrieabfälle in einen Einwellen-Chargentrockner geführt. Die rotierende Zentralwelle mit Schaufeln gewährleistet eine gründliche Durchmischung und somit eine effiziente Wärmeübertragung auf das Abfallmaterial, um kurze Behandlungszeiten und einen niedrigen Energiebedarf zu erzielen. Die Wärme zur Verdampfung wird indirekt über ein zirkulierendes Thermalöl von Trocknermantel und Welle auf das Eintragsmaterial übertragen. Die Energie für die Thermalölanlage kann regenerativ durch Strom oder Biomasse erzeugt werden und das thermalöl auf bis zu 400 °C erwärmt werden. Das benötigte Vakuum wird über zwei leistungsstarke Vakuumpumpen bereitgestellt.

Nach dem Verdampfen der Stoffe im Trockner passieren diese einen Brüdenfilter, werden an einem Rohrbündelkondensator kondensiert und als verflüssigte Schadstoffe aufgefangen. Der verbleibende Gasstrom durchläuft eine nachfolgende Behandlung, die aus einem weiteren Kondensator und einem Aktivkohlefilter besteht und wird anschließend an die Umwelt abgegeben. Als Rückstand im Einwellen-Chargentrockner bleibt nach der Verdampfung nur noch der schadstofffreie und getrocknete Feststoff zurück. Je nach Abfallart kann dieser beispielsweise aus pulverförmige Metallrückständen bestehen, die über ein Austragssystem aus dem Trockner gefördert werden.

Vakuumdestillationsprozess unter Stickstoff

Um die Abfälle aufgrund von Brand- und Explosionsschutz sicher zu behandeln, wird der Vakuumdestillationsprozess in einer inerten Umgebung unter Stickstoff gefahren. Der benötigte Stickstoff wird zusammen mit Druckluft in einer gesonderten Stickstoff-Druckluft-Erzeugungsanlage generiert. Für eine ideale Fahrweise der Anlagen erfolgt die Überwachung und Regelung halbautomatisch über eine SPS in einer Schaltwarte. Die Steuerung beinhaltet alle erforderlichen Leistungs-, Strom- und Messanzeigen sowie Sicherheitsverriegelungen.

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