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VDI ehrt Nachwuchswissenschaftler

Kai Langenbach für Leistungen in der Verfahrenstechnik ausgezeichnet
VDI ehrt Nachwuchswissenschaftler

Kai_Langenbach
Kai Langenbach von der TU Kaiserslautern erhält den Arnold-Eucken-Preis 2020 für seine Leistungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik Bild: Kai Langenbach

Die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) zeichnet Jun. Prof. Dr.-Ing. Kai Langenbach von der Technischen Universität Kaiserslautern mit dem Arnold-Eucken-Preis 2020 aus. Den bedeutendsten deutschen Nachwuchspreis der Verfahrenstechnik erhält Langenbach für seine herausragenden Leistungen in der thermischen Verfahrenstechnik – insbesondere der Untersuchung von Phasengrenzen und der Entstehung von Schäumen. Seinen Ehrungsvortrag hält er am 23. September 2020 im Rahmen der digitalen Processnet-Jahrestagung.

Langenbach ist seit August 2020 Universitätsprofessor für Thermische Verfahrenstechnik in Innsbruck. Bis dahin war er Juniorprofessor für Grenzflächenthermodynamik an der TU Kaiserslautern und leitete dort die zugehörige interdisziplinäre Arbeitsgruppe. Diese Forschergruppe betrachtet sowohl die Stoffeigenschaften von homogenen Phasen als auch die Eigenschaften von Phasengrenzen, die zusammen eine zentrale Rolle in der Auslegung und Optimierung von Apparaten spielen. Dabei stehen unter anderem die folgenden Fragestellungen im Mittelpunkt: Welchen Einfluss haben Grenzflächeneigenschaften auf Transportprozesse in verfahrenstechnischen Anlagen? Wie lassen sich die etablierten Methoden der Grenzflächenthermodynamik auf komplexe Stoffsysteme erweitern, in denen zum Beispiel eine Orientierung von Molekülen an der Grenzfläche auftritt? Wie lassen sich die Oberflächeneigenschaften verschiedener Materialien so kombinieren, dass ein Nutzen für die Verfahrenstechnik entsteht?

Mit diesen Arbeiten vertritt Langenbach einen wichtigen und zukunftsweisenden Forschungsbereich, der die Welt der Thermodynamik mit dem Anlagenbau verbindet. Die Jury ist der Meinung, dass es aktuell in Deutschland keinen Nachwuchswissenschaftler gibt, der die Methoden der Modellierung und Simulation in der Thermodynamik in ihrer Breite und Tiefe besser beherrschen würde als Langenbach.

Die GVC vergibt seit 1956 jährlich den mit 5000 Euro dotierten Arnold-Eucken-Preis für hervorragende technisch-wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik. Damit fördert sie begabte Nachwuchskräfte aus Industrie, Hochschulen oder Forschungsinstituten. Die Preisträger sollten nicht älter als 40 Jahre sein und weder einen Lehrstuhl innehaben noch eine Forschungs- oder Entwicklungseinrichtung verantwortlich leiten. Der Arnold-Eucken-Preis wird in Erinnerung an den deutschen Physikochemiker und ersten Vorsitzenden des VDI-Fachausschusses Verfahrenstechnik verliehen.

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