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Gute Branchenstimmung im Vorfeld der Iffa

Produktion von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen gestiegen
Gute Branchenstimmung im Vorfeld der Iffa

Klaus_Schröter_VDMA
Laut dem Vorsitzenden des Iffa-Beirats und der VDMA-Fachabteilung Fleischverarbeitungsmaschinen Klaus Schröter sind die Auftragsbücher der Branche aktuell gut gefüllt Bild: VDMA

Im Vorfeld der Iffa 2022 meldet der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, dass die deutsche Produktion von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen im Jahr 2021 um 7 % auf 14,8 Mrd. Euro gestiegen ist. Damit erreicht der Branchenumsatz des viertgrößten Maschinenbaufachzweig fast wieder das Vorkrisenniveau von 2019 mit einer Höhe von 15,3 Mrd. Euro.

„Der Umsatz mit Prozesstechnik für die Fleisch- und Proteinindustrie – dem stärksten Ausstellungsbereich der Iffa – ist im ersten Corona-Jahr 2020 gegen den Trend nicht zurückgegangen. 2021 stieg die Maschinenproduktion um erfreuliche 6 % auf rund 1,3 Mrd. Euro“, sagt Klaus Schröter, Vorsitzender des Iffa-Beirats und Vorsitzender der VDMA-Fachabteilung Fleischverarbeitungsmaschinen.

Starke Inlandsnachfrage und Exporte mit Höchstwert

Sowohl im Jahr 2020 wie auch im Jahr 2021 konnten sich die Maschinenhersteller über eine anhaltend hohe Investitionstätigkeit im Inland freuen. Im Jahr 2021 stiegen die inländischen Verkäufe um 8 % auf 384 Mio. Euro. „Niedrige Zinsen, KFW-Fördermöglichkeiten für Prozess- und Verfahrensumstellungen, die zu Energie- und Ressourceneinsparungen führen, und Investitionen in Automatisierungslösungen haben deutliche Impulse gegeben“, kommentiert Schröter die Geschäftsentwicklung im Jahr 2021.

Im Auslandsgeschäft stach 2021 insbesondere der ohnehin wichtigste Auslandsmarkt USA durch einen Nachfrageanstieg von über 23 % hervor. Maschinen im Wert von mehr als 100 Mio.  Euro gingen 2021 von Deutschland in die USA. „In der US-amerikanischen Lebensmittelindustrie ist es sehr schwierig, qualifiziertes Bedienpersonal zu bekommen. Das zwingt die Unternehmen, in moderne Technologien und Automatisierungslösungen für die sichere und stabile Produktion zu investieren. Und die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt,“ erläutert Klaus Schröter die dynamische Entwicklung im amerikanischen Markt.

Auch die Lieferungen nach China legten zweistellig zu. Die Nachfrage aus der mit einem Anteil von 39 % wichtigsten Absatzregion EU-27 sank unter das hohe Vorjahresniveau. Unter dem Strich stiegen die Auslandslieferungen der Unternehmen im Jahr 2021 um rund 3 % über den Vorjahreswert und erreichten ein Allzeithoch.

Lieferketten weiterhin stark unter Druck

Gravierende Konjunkturbremsen waren 2021 und sind auch weiterhin die anhaltenden Störungen der Lieferketten und Knappheiten an den Material- und Beschaffungsmärkten. Der Krieg in der Ukraine und die Null-Covid-Politik von China verschärfen die Situation weiter. Nach einer VDMA-Umfrage unter seinen Mitgliedern vom April 2022 hat sich die Versorgungslagen insbesondere bei Metallen und Metallerzeugnissen deutlich verschlechtert. Viele Unternehmen erwarten keine Entschärfung in den nächsten Monaten.

„Aktuell sind die Auftragsbücher in unserer Branche gut gefüllt, aber wir können nicht einschätzen, wie sich die anhaltenden Materialengpässe und Preissteigerungen bei Energie auf die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr auswirken werden“, sagt Schröter.

Positive Branchenperspektiven

Die Perspektiven der Branche Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sind abgesehen von den aktuell schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin positiv. Die globale Lebensmittelindustrie ist ein dynamischer Wachstumsmarkt, der von demografischen Entwicklungen, Ernährungstrends, immer kürzeren Produktlebenszyklen und Kostendruck bestimmt wird. Investitionen in sichere, flexible und wirtschaftliche Anlagentechnik zur Herstellung, Verarbeitung und Verpackung erfolgen daher eher stetig und weniger volatil als in anderen Kundenbranchen des Maschinenbaus. Zudem ist die Branche breit aufgestellt und beliefert über 100 Länder, davon mehr als die Hälfte außerhalb Europas. Aktuell wirkt sich der Ukraine-Krieg noch nicht auf den Auftragseingang des Fachzweigs Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen aus. Die Bestellungen stiegen im März 2022 um 4 %, vor allem getragen durch Aufträge aus dem nichteuropäischen Ausland.

Von der Weltleitmesse Iffa 2022, die vom 14. bis 19. Mai in Frankfurt stattfindet, erwartet die Branche positive Impulse. „Wir freuen uns sehr darauf, dass die internationale Zulieferindustrie auf der wichtigsten Branchen-Plattform ihre Innovationen präsentieren wird und dass wir alle endlich wieder im persönlichen Austausch über Anforderungen und Trends mit dem internationalen Fachpublikum diskutieren können“, sagt Schröter.

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