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Ethernet-APL-Produkte „bis Ende dieses Jahres“

Werksweiter Kommunikationsstandard
Ethernet-APL-Produkte „bis Ende dieses Jahres“

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Adrienne Meyer (ODVA), Al Beydoun (ODVA), Stefan Hoppe (OPC), Ted Masters (FCG) und Karsten Schneider (PI) informierten über den Stand bei Ethernet-APL Bild: Charles Butcher

„Feldgeräte, die mit Ethernet-APL, dem neuesten Standard für den Physical Layer in der Anlagenkommunikation, kompatibel sind, werden bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2023 zertifiziert und kommerziell verfügbar sein“, sagte Adrienne Meyer, die die Marketinggruppe des APL-Projekts leitet, auf einer Pressekonferenz auf der Achema. Seit der ersten Ankündigung des Standards auf der Achema 2018 und der Vorstellung der Technologie auf der Achema Pulse im vergangenen Jahr seien die Fortschritte hervorragend gewesen, so Meyer.

Das APL-Projekt endete formell im August, obwohl die Zusammenarbeit zwischen den vier führenden beteiligten Standardisierungsorganisationen – FieldComm Group (FCG), ODVA, OPC Foundation und Profibus & Profinet International (PI) – sowie den 12 wichtigsten Projektpartnern aus der Industrie fortgesetzt wird.

Meyer ist Vice President of Operations and Membership bei der ODVA. Mit ihr auf dem Podium saßen Al Beydoun, ODVA-Präsident und Executive Director, Stefan Hoppe, OPC-Präsident und Executive Director, Ted Masters, CEO der FCG, und PI-Vorsitzender Karsten Schneider.

Ted Masters sagte, dass die Arbeit der FCG an der Logik und den Werkzeugen, die zum Testen und Zertifizieren von Ethernet-APL-Geräten benötigt werden, fast abgeschlossen ist. Der Zertifizierungsprozess ist so konzipiert, dass Anbieter, wo immer möglich, keine Tests wiederholen müssen, die bereits an anderer Stelle durchgeführt wurden, erklärte er.

So funktioniert Ethernet-APL

Ethernet-APL (Advanced Physical Layer) verwendet ein einziges Leitungspaar – typischerweise das bekannte Feldbuskabel vom Typ A –, um Datenraten von 10 Mbit/s über große Entfernungen zu übertragen, und bietet Eigensicherheit für den Einsatz in Gefahrenbereichen. Ethernet-APL unterstützt EtherNet/IP, Hart-IP, OPC UA, Profinet und jedes andere übergeordnete Anlagenkommunikationsprotokoll, das über Ethernet laufen kann.

Eine Auswahl an Stern- und Stichleitungstopologien bietet Flexibilität bei der Gestaltung von Netzwerken und ermöglicht bis zu 50 APL-Geräte, in einigen Fällen sogar mehr als 200, in jedem Segment. Das Kabel überträgt den Strom vom Kontrollraum zu den APL-Switches und Feldgeräten, sodass eine Ethernet-AP-Installation keine feldmontierten Stromversorgungen benötigt.

Ethernet-APL verbindet felderzeugte Daten mit Unternehmenssystemen, einschließlich der Cloud, indem es die Lücke zwischen Ethernet-Netzwerken auf Unternehmensebene und Feldkommunikation auf der Basis von Hart oder Feldbus überbrückt. Die verbesserte Konnektivität ist wichtig für Digitalisierungsprojekte wie digitale Zwillinge oder vorausschauende Wartungsmodelle und um die großen Datenmengen, die in modernen Anlagen zur Verfügung stehen, optimal zu nutzen, sagen die Projektpartner.

Hart und Fieldbus haben beide langsame Datenraten und können komplizierte Protokollkonvertierungen für den Fernzugriff, das Engineering von Segmenten und die Fehlersuche erfordern. Konventionelles Ethernet hingegen erfordert vieradrige Kabel und ist in Bezug auf Entfernung und Eigensicherheit begrenzt.

Ausblick

Für die Zukunft sind Ethernet-APL-Lösungen zur Unterstützung der funktionalen Sicherheit geplant, so Karsten Schneider. Auf der Achema zeigte PI eine Demonstration von Profisafe, seiner bewährten funktionalen Sicherheitstechnologie, die über Ethernet-APL läuft.

„Sowohl BASF als auch Procter & Gamble haben die Ethernet-APL unter praktischen Bedingungen getestet und festgestellt, dass sie einfach zu installieren und zu handhaben ist“, sagte Al Beydoun von der ODVA.

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