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Asys will im Bereich Life Science wachsen
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Das Geschäftsfeld Life Science der in Dornstadt ansässigen Asys Group liefert Automatisierungs- und Reinraumlösungen für die Lifesciences-Industrie. Noch ist dieser Geschäftsbereich ein zartes Pflänzchen. Doch das soll sich ändern. Pharmaproduktion sprach mit Oliver Bleher, Leiter des Geschäftsfeldes Life Science, über das Unternehmen, das Produktportfolio und über heranwachsende Bäume.

Herr Bleher, können Sie die Asys-Unternehmensgruppe kurz vorstellen?

Bleher: Die Asys-Gruppe wurde 1992 als Zwei-Mann-Unternehmen von Werner Kreibl und Klaus Mang gegründet. Heute umfasst der Standort Dornstadt eine Fläche von 27 000 m2 und beschäftigt rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weltweit sind es über 900. Das Unternehmen ist global aufgestellt und ist mit Niederlassungen, beispielsweise in den USA, Mexiko, China, Taiwan, Indien und vielen anderen Ländern, vertreten.
Neben den zwei großen Standbeinen Elektronik und Solar ist Asys momentan dabei, den Bereich Life Science als drittes Standbein zu etablieren. Was verbirgt sich hinter diesem Geschäftsfeld?
Bleher: Im Geschäftsfeld Life Science fassen wir alles zusammen, was die Bereiche Pharma, Diagnostika, Medizintechnik oder ähnliche Branchen betrifft. Wir haben uns bewusst für den Namen Life Science entschieden, um allen Industriezweigen dieser Branche gerecht zu werden und uns nicht auf einen dieser Bereiche konzentrieren zu müssen.
Haben Sie schon einschlägige Erfahrung in diesem Bereich?
Bleher: Wir arbeiten schon seit Jahren mit Kunden aus der Elektromedizin, Medizintechnik oder pharmazeutischen Industrie zusammen. So liefert beispielsweise unser Unternehmen Asys Tecton Palettier und Transfersysteme in die Pharmaindustrie. Auf der anderen Seite sind wir mit unserem Unternehmen Asys Prozess- und Reinraumtechnik seit vielen Jahren im Bereich Reinraum- und Laminar-Flow-Systeme unterwegs. Jetzt wollen wir diese Aktivitäten im Geschäftsfeld Life Science konzentrieren. Dadurch können wir unsere vertrieblichen Tätigkeiten gegenüber dem Kunden konzentrieren und Synergien aus der Asys-Gruppe besser nutzen. Außerdem werden wir auch auf Seiten des Produktmanagements schlagkräftiger. Wir können so Kunden im regulierten Bereich optimal bedienen und besser auf die speziellen Branchenanforderungen, zum Beispiel hinsichtlich der Validierung, eingehen.
Das Produktportfolio des Geschäftsfeldes Asys Life Science ist also zweigeteilt?
Bleher: Ja, man kann unser Produktportfolio in zwei Bereiche gliedern. Auf der einen Seite ist da die Automatisierung, auf der anderen die Prozess- und Reinraumtechnik. Im Bereich Automatisierung sprechen wir vor allem von Anlagen im Bereich Handling, Montage, Verpackung und dort im Besonderen Trayloading- oder Sonderlösungen aller Art. Im Bereich Prozess- und Reinraumtechnik sind wir mit Reinraumlösungen, reinraumfähigen Lagersystemen und LaminarFlow-Systemen unterwegs – also die klassische Reinraumtechnologie. Unser Vorteil: Letztere können wir auch in Produktions- oder Verpackungsanlagen integrieren.
In welchen Anwendungsbereichen setzen Sie derzeit den Fokus?
Bleher: Wir sehen uns eigentlich als Spezialist von Montageanlagen, Sonderlösungen bei Verpackung und Handling, aber auch als OEM-Hersteller für andere Unternehmen, die unsere Trayloading-Systeme in ihren Verpackungslösungen integrieren. Der Schwerpunkt liegt hier im Moment auf den Bereichen Diagnostika und Pharma. Hier liefern wir vor allem Anlagen für Spezialprodukte wie zum Beispiel für Applikatoren im Bereich Sterilliquida. In der Medizintechnik liegt der Fokus auf Montagelösungen von sogenannten harten Devices wie beispielsweise Herzschrittmachern.
Welche Märkte sind für Sie besonders wichtig?
Bleher: Regional sind wir vor allem in Deutschland und Westeuropa aktiv, vermehrt auch in den USA. Wenn unsere Kunden allerdings mit einer Fertigungsanlage nach China gehen, können wir auch dort den Service und Support über unser weltweites Niederlassungsnetz mit unseren eigenen Technikern vor Ort gewährleisten.
Herr Bleher, welchen Herausforderungen muss sich das Geschäftsfeld Life Science in nächster Zeit stellen?
Bleher: Die größten Herausforderungen für uns sind derzeit die Marke Asys und unsere Produkte im Markt bekannt zu machen. Im Moment sind wir noch quasi der Insidertipp für Sonderlösungen im Bereich Verpacken, Handling und Montage. Wir verfügen aber über ein sehr breites Know-how, das wir jetzt an den Markt bringen wollen. Wir haben dazu im letzten Jahr auf der Achema ausgestellt und werden dieses Jahr auch auf der Fachpack unsere Produkte präsentieren.
Das Thema Track & Trace ist eine der großen Herausforderungen, denen sich die Pharmaindustrie stellen muss. Welche Rolle spielt dieses Thema für Sie?
Bleher: Durch Track & Trace bringt man in der Regel mehr Technologie in eine Produktionslinie, was diese komplexer und schwieriger zu handeln macht. Gerade im Bereich Verpackung ist das wohl die größte Herausforderung seit Langem. Bei Asys bringen wir viel Erfahrung aus dem Bereich SMT mit, wo Track & Trace immer schon ein Thema ist – zwar nicht aus regulatorischer Sicht, aber aus Produktionssicht. Unsere Kunden in diesem Bereich wollten schon immer wissen, wo sich ein Board in so einer Linie gerade befindet. Dieses Know-how aus der Elektronikfertigung bringen wir jetzt auch in unsere Life-Science-Lösungen ein. Wobei wir uns nicht im Bereich der Track & Trace-Software engagieren, sondern vor allem die technische Seite abdecken. So können wir die Frage nach der richtigen Vernetzung einer Verpackungslinie und wie man deren Produktivität steigert sehr gut beantworten.
In Zeiten des Solarbooms wurde das Asys-Vertriebsnetz stark ausgebaut. Können Sie davon heute profitieren?
Bleher: Abgesehen von der bestehenden, weltweiten Vertriebsinfrastruktur, profitieren wir kaum von unserem Solar-Vertriebsnetz, da die Anforderungen und das typische Know-how in der Pharmabranche sich von der Solarbranche grundlegend unterscheiden. Wo wir sehr stark profitieren, ist der Bereich Support, der Vertriebsinnendienst oder vom Wissen des Produktmanagements. Nehmen wir unser Know-how in der Lasertechnik, zum Beispiel wenn es darum geht, Materialien mit Datamatrixcodes zu kennzeichnen. Da gibt es eigentlich nichts, was wir nicht bearbeiten können, da wir nicht auf eine Laserquelle festgelegt sind, sondern uns die passenden Laser zum Produkt aussuchen.
Herr Bleher, ihr Geschäftsführer Werner Kreibl hat den Bereich Life Science ein zartes Pflänzchen genannt, aus dem vielleicht ein starker Baum wird. Das war im November 2014. Ist das Pflänzchen schon gewachsen?
Bleher: Ja. Die Äste sind stabiler geworden, der Stamm dicker. Wir denken hier natürlich mittelfristig. Wir haben einen Dreijahresplan aufgestellt und sind auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen. Unser Pflänzchen wächst und gedeiht also, muss allerdings noch viel gegossen werden. Wir wollen uns deshalb noch personell verstärken und sind auf der Suche nach ein paar guten Gärtnern.
Wir haben einen Dreijahresplan aufgestellt und sind auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen.

Dr. Bernd Rademacher
Redakteur,Pharmaproduktion
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