Keine Angst vor großen Bauprojekten. Mit externem Sachverstand Termine und Kosten fest im Griff - prozesstechnik online

Mit externem Sachverstand Termine und Kosten fest im Griff

Keine Angst vor großen Bauprojekten

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3C-Management – ist das Motto von Drees & Sommer bei ihren Bauprojekten in der pharmazeutischen Industrie. Die Methode berücksichtigt schon zu Projektbeginn Produkt- und Prozessanforderungen und hinterfragt diese in Risikoanalysen. Zufriedene Kunden wie Octapharma in Heidelberg und Biotest in Dreieich belegen den Erfolg dieser Vorgehensweise.

Der Dienstleister Drees & Sommer unterstützt seine Kunden bei Neu-, An- und Umbauprojekten – von der ersten Eingangsanalyse bis zur abschließenden Abnahme, Übergabe und Inbetriebnahme mit Qualifizierung und Validierung. Das Unternehmen empfiehlt dabei, möglichst früh, schon vor der Planung, in das Projekt einzusteigen und wartet unter anderem mit folgenden Vorteilen auf:

  • Hohe Sicherheit bei Kosten, Terminen und Qualitäten auf Basis von weit über 100 Projekten im Bereich Life Sciences
  • Spürbare Entlastung durch qualifizierte Experten und klare Strukturen
  • Kenntnis der Einflüsse aus Qualifizierung und Validierung auf den Planungs- und Bauprozess
  • Bautechnisches und branchenspezifisches Know-how für ein ganzheitliches Verständnis aller Anforderungen
  • Enge Kooperation mit den Prozessplanern bei besonderen Produktionsabläufen
  • Internetbasiertes ProjektkommunikationsManagement (PKM) und optionales Risk Management
Anlässlich einer kleinen Pressereise Ende Februar stellten Rino Woyczyk, Partner und Head of Life Sciences Division, und Ulrich Kaufmann, Associate Partner bei Drees & Sommer, zwei typische Projekte ihrer Arbeit vor. Der Besuch galt zwei Firmen, die sich mit der Aufarbeitung von Blutplasma beschäftigen.
Architektonisch anspruchsvoll
Octapharma ist einer der weltweit größten Hersteller von Plasmaprodukten und eines der ersten Unternehmen, das rekombinante Technologien auf der Grundlage menschlicher Zelllinien einsetzt. Ein wichtiges Präparat ist Nuwiq, der rekombinante Faktor 8 zur Behandlung von Hämophilie-Patienten. Da der ehemalige Standort der 1997 gegründeten Tochter in Martinsried bei München den gestiegenen Anforderungen nicht mehr entsprach, erwarb Octapharma ein Grundstück im Heidelberger Technologiepark. Ziel war nicht nur, das begrenzte Grundstück vollständig auszunutzen und noch Raum für weiteres Wachstum sicherzustellen, das Gebäude sollte gleichzeitig ästhetische Ansprüche erfüllen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das wie ein Schiff geformte Gebäude nutzt den zur Verfügung stehenden Raum vollständig aus und wirkt mit seinen Glasfronten dennoch licht und freundlich.
Neben der Forschung treibt Octapharma zudem die Entwicklung und klinische Produktion der neuen Medikamente am Heidelberger Standort voran. Im Neubau befinden sich neben Bürobereichen, Forschungs- und Entwicklungslaboren auch Labore für die klinische Produktion neuer Medikamente. Im zweiten Obergeschoss und im Erdgeschoss stehen die geplanten Erweiterungsflächen bereit.
Drees & Sommer-Fachleute begleiteten das Projekt während der Planung und des Baus als Projektsteuerer und -leiter. Sie achteten nicht nur darauf, dass die Kosten exakt eingehalten wurden, sondern ermöglichten auch den termingerechten Bezug. Zum Daten- und Informationsaustausch setzten sie das Projektmanagementtool PKM ein. Dabei handelt es sich um ein onlinegestütztes System mit Suchmaschine und Benachrichtigungsfunktion, das als zentraler, virtueller Projektraum den Datenaustausch zwischen den Verantwortlichen regelt. Die am Planungs- und Bauprozess beteiligten Unternehmen sind über das System vernetzt, versorgen sich gegenseitig mit den jeweils aktuellen Plänen und können von überall und zu jeder Zeit auf den digitalen Datenpool zugreifen. Enge Abstimmung war schon aufgrund der hohen Planungs- und Realisierungsgeschwindigkeit notwendig. Hinzu kam, dass sich die Nutzeranforderungen erst parallel zur Gebäudeplanung entwickelten.
Riesenprojekt bei Biotest
Unter dem Motto „Biotest Next Level“ will die Firma Biotest in Dreieich ihre Produktion verdoppeln und investiert dafür 250 Mio. Euro. Das Unternehmen fraktioniert derzeit 1,5 Mio. l Blutplasma pro Jahr und gewinnt daraus Immunoglobuline, Gerinnungsfaktoren, Hyperimmunglobuline und Albumin. Eine immer älter werdende, wachsende Weltbevölkerung, eine zunehmende Anzahl an Autoimmunkrankheiten, neue Indikationen für Immunglobuline auch bei chronischen Krankheiten sowie immer mehr übergewichtige Menschen sorgen weltweit für einen steigenden Bedarf an Immunglobulinen. Derzeit beträgt die Produktionskapazität für Immunglobuline 5,5 t im Jahr. Künftig plant Biotest rund 13 t. Außerdem sollen in der neuen Produktionsanlage fünf statt bislang drei Produkte aus 1 l Plasma hergestellt werden, was die Profitabilität erheblich steigern wird.
Das ehrgeizige Projekt umfasst die Errichtung eines neuen Produktionsgebäude, eines Plasmalagers, die Erweiterung der Logistik und ein Parkhaus mit 700 Stellplätzen. Auf dem ehemaligen Mitarbeiterparkplatz wurde vor gut einem Jahr mit dem Rückbau des Parkplatzes und den Erdarbeiten für den Neubau begonnen. Das Produktionsgebäude entsteht in Modulbauweise mit Fertig- und Halbfertigteilen.
Die Immunglobuline werden unter Reinraumbedingungen hergestellt. Das erfordert einen entsprechenden Innenausbau. Der gesamte Produktionsprozess erfolgt im Wesentlichen auf drei Ebenen. Oberhalb und unterhalb dieser Ebenen befinden sich die Supportbereiche wie die Lüftungszentrale (Dachgeschoss) sowie die Schwarz- und Reinmedienversorgung (Untergeschoss). Ein Blockheizkraftwerk sorgt für die Energieerzeugung. Es befindet sich in einem gesonderten Gebäude, das über einen unterirdischen Tunnel mit dem Hauptgebäude verbunden ist. Das fünfgeschossige Produktionsgebäude entsteht auf einer Grundfläche von 100 x 60 m und ragt 32 m in die Höhe.
Im Oktober 2015 wurde Richtfest gefeiert. Um mit dem gebäudetechnischen, architektonischen und prozesstechnischen Ausbau termingerecht beginnen zu können, musste die Gebäudehülle rechtzeitig fertig sein. Dieses Ziel wurde erreicht. Der Abschluss der baulichen und gebäudetechnischen Installationen ist bis Ende 2016 geplant. Die Produktionsanlagen werden ab Mitte 2016 installiert und 2017 an Biotest übergeben. Nach Qualifizierung und Validierung soll die neue Produk-tionsstätte ab 2019 in Betrieb gehen.
Die Aufgabe ist immens, das Risiko hoch. Michael Moritz, Geschäftsführer der Biotest Pharma und Leiter des Projektes Biotest Next Level arbeitet mit einem Generalplaner und 80 Lieferanten zusammen. Er habe aber „immer noch ein Lächeln auf den Lippen“, meinte er schmunzelnd und bedankt sich bei den Fachleuten von Drees & Sommer, die er als Projektplaner auf Seiten des Bauherrn ins Boot geholt hatte. Die Berater begleiten bei diesem Projekt die gesamte Planung, Beschaffung und Realisierung der gebäudetechnischen, der prozesstechnischen sowie der produktionstechnischen Anlagen. Ihre Aufgaben sind das übergreifende Kosten- und Terminmanagement, das Schnittstellencontrolling und das Organisationsmanagement. Darüber hinaus übernimmt Drees & Sommer die Stellvertretung des Gesamtprojektleiters für das Investitionsprogramm Biotest Next Level und Gassmann + Grossmann (eine Tochter der Gruppe) überwacht die Baustelle im Bereich Bau, Ausbau und Gebäudetechnik. Hierbei wird sehr erfolgreich das Lean Site Management angewendet.

Angelika Stoll
Redakteurin,Pharmaproduktion
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