Automatenstahl. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Automatenstahl

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Bezeichnung für ausgewählte (Edel)stahllegierungstypen (Legierung, Edelstahllegierung), die sich durch entsprechende Spanbildungen (Span) besonders vorteilhaft auf Bearbeitungsautomaten wie z. B. Dreh-, Fräs- und Bohrautomaten (Spanabhebend) bearbeiten lassen. Bei der Beurteilung der Zerspanbarkeit als kennzeichnende Bearbeitungseigenschaft wird neben der Verschleißwirkung auf das Werkzeug vor allem auch die Bildung von Fließspänen (Fließspan) erfasst, die häufig zu erheblichen Fertigungsstörungen führen können.

Im Bereich der austenitischen Edelstahllegierungen ist als typischer Automatenstahl mit Kurzspanbildung beim Zerspanen z. B. der 1.4305 (X10CrNiS189/X8CrNiS189) bekannt, wobei die Kurzspanbildung durch Zulegierung von ca. 0,15–0,35 % Schwefel (ca. zehnmal mehr als z. B. 1.4301 oder 1.4404) und entsprechender Bildung von spanbrechenden Mangansulfiden in der Legierung erreicht wird. Nachteilig bei diesem Werkstoff ist allerdings eine deutliche Reduzierung der Korrosionsbeständigkeit, die sich meist bereits beim chemischen Beizen, elektrochemischen Polieren bzw. bei der Passivierung ankündigt, wobei sich korrosive Reaktionen bei 1.4305 z. B. durch starke Geruchsentwicklung (faule Eier) infolge H2S-Bildung kenntlich machen.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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