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Brückenbindung

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Der strukturelle Aufbau von Makromolekülen bedingt zwischen den Molekülen entsprechende Bindungskräfte.

Bei Polymerwerkstoffen versteht man unter Bindungen bzw. Bindungskräften entweder Primärbindungen als kovalente Bindungen oder aber sogenannte Sekundärbindungen (Chemische Bindungen) wie Wasserstoffbrücken oder Van-der-Waals-Brückenbindungen (Van-der-Waals-Kräfte) zwischen den einzelnen Makromolekülen.

Speziell bei unvernetzten Thermoplasten liegen kovalente Bindungen v. a. im Kettenaufbau der Fadenmoleküle (Makromoleküle) vor, während die Zusammenlagerung der Fadenmoleküle im makromolekularen Stoffverband vorwiegend oder ausschließlich über Sekundärbrückenbindungen (= Brückenbindungen) erfolgt.

Diese Brückenbindungen sind deutlich energieärmer als Primärbindungen und werden deshalb bei Wärmezufuhr (= Bewegungsenergie der Moleküle / Molekülsegmente) wesentlich früher gelöst als die Hauptvalenzbindungen (speziell bei PTFE liegen Sekundär- und Primärbindungskräfte sehr eng beieinander, weshalb ein Aufschmelzvorgang ohne Valenzbindungsschädigung kaum möglich ist).

Die Lösung der Brückenbindung entspricht dem Erweichungs- oder Schmelzvorgang (Aufschmelzen). Die Lösung der Hauptvalenzbindung bedeutet die chemische Zersetzung.

Abb. B 11: Brückenbindung am Beispiel einer intermolekularen und einer intramolekularen Wasserstoffbrückenbindung. (Quelle: G. Henkel)

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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