Dauerstandfestigkeit. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Dauerstandfestigkeit

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Widerstand von Bauteilen aus Kunststoff, bei mechanischen Belastungen bleibende Formänderungen zu zeigen.

Kunststoffe (v. a. Thermoplaste und Elastomere) haben die Eigenschaft, unter mechanischer Belastung (Zug, Druck, Torsion etc.) in Abhängigkeit von der Belastungszeit zu kriechen bzw. (kalt) zu fließen, d. h. sich plastisch zu verformen und damit spannungstechnisch zu retardieren bzw. auf diese Weise zu relaxieren – also infolge bleibender Verformung mechanische Spannung abzubauen.

Diese Eigenschaft erklärt sich aus dem verschlauften makromolekularen Aufbau (Makromolekül) der wenig bzw. nicht räumlich vernetzten Stoffe, indem unter Spannung einfach ein Abgleiten der Molekülketten aneinander erfolgt, zumal die Sekundärkräfte (Chemische Bindungen) der Kettenverschlaufung diesen Vorgang erlauben.

Ein mechanischer Spannungsverlust bei 1.000 Stunden Belastung um ca. 50 % ist dabei bei Raumtemperatur durchaus üblich bzw. bei der konstruktiven Auslegung zu berücksichtigen.

Bei erhöhter Temperatur von 50–80 °C kann dieser Effekt des Kaltflusses durchaus auch bei über 50 % des mechanischen Spannungsverlustes liegen, was speziell bei Dichtungen aus Kunststoff konstruktiv zu berücksichtigen ist.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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