Heißriss. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Heißriss

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Auch: Warmriss.

Rissartige lokale Gefügetrennung, die beim Schweißen, Gießen oder Warmumformen bei Temperaturen entsteht, bei denen sich Teilbereiche des Werkstoffs im 2-Phasengebiet flüssig-fest befinden und gleichzeitig Zugspannungen z. B. infolge Wärmeausdehnungen auftreten.

Heißrissarten sind nach Entstehungszeitraum und -ort zu unterscheiden:

  • Erstarrungsrisse im Schweißgut durch Abkühlspannungen,

  • Aufschmelzrisse in der Hitzeeinflusszone des Grundwerkstoffs,

  • Aufschmelzrisse in der Hitzeeinflusszone des Schweißguts bei Mehrlagenschweißung.

Der Entstehungsmechanismus ist grundsätzlich ein Kristallisationsriss infolge von mechanischen Zugspannungen beim Abkühlen (Schrumpfspannungen) und erfolgt in der Regel entlang der Korngrenze im Werkstoffgefüge. Hauptursache ist das Vorhandensein metallurgisch bedingter niedrigschmelzender Phasen entlang der Korngrenzen, welche beim Abkühlen noch nicht die ausreichende mechanische Festigkeit haben, um den wärmedehnungsbedingten Schrumpfspannungen zu widerstehen.

Einflussfaktoren sind: Legierungselemente und Verunreinigungen, Restdeltaferritgehalt, Schweißparameter, konstruktive Bedingungen.

Austenitische Edelstahllegierungen sind beim Verschweißen von Wanddicken > 15 mm anfällig für Heißrisse.

Abb. H 3: Modell der Rissbildung während der Erstarrung. (Quelle: R. Gümpel, Rostfreie Stähle, Expert-Verlag, 2001)

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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