Kontaminationsneigung. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Kontaminationsneigung

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Siehe auch: Kontamination.

Eigenschaft von technischen Oberflächen, sich zu verunreinigen bzw. sich nicht nachhaltig reinigen zu lassen; wird bezüglich fester Bauteil-oberflächen, wie z. B. aus austenitischen Edelstahllegierungen, im Wesentlichen von den Oberflächeneigenschaften Topographie, Morphologie und Energieniveau bestimmt, wobei vor allem durch die wahre Topographie das Belegungsplatzangebot und durch das Energieniveau bzw. die Oberflächenenergie der Bauteiloberfläche die eventuell wirksamen Haftkräfte (z. B. Van-der-Waals-Kräfte) für die Verunreinigung auf der Oberfläche vorgegeben werden.

Eine große wahre Oberfläche und ein hohes Energieniveau finden sich bei austenitischen Edelstahllegierungen v. a. bei metallblanken Oberflächen, weshalb diese auch eine hohe Kontaminationsneigung bzw. Adsorptionsbereitschaft (Adsorption) aufweisen.

Fachgerecht elektrochemisch polierte Oberflächen haben kleine wahre Oberflächen, ein niedriges Energieniveau und deshalb eine entsprechend geringere Kontaminationsneigung.

Die genauere Betrachtung dieser Zusammenhänge macht es notwendig, die wahre Mikrotopographie der Oberfläche hinsichtlich der Partikelgröße des Kontaminationsstoffes in Relation zu setzen (Berührungswahrscheinlichkeit) und auch die mögliche Bindungskraftart und -größe zwischen Partikel und Wandoberfläche entsprechend abzuschätzen. Durch die Kombination dieser beiden Größen lässt sich die Kontaminationsneigung relativ zuverlässig abschätzen, und entsprechende Reinigungsmaßnahmen (Reinigung) lassen sich definieren.

Für die Beurteilung der Oberflächenqualität ist nicht nur die visuell bzw. mikroskopisch wahrnehmbare Oberfläche von Bedeutung, sondern v. a. auch die oberste Materialschicht (Beilby-Schicht). Im Hinblick auf die Geschlossenheit der Oberfläche ist speziell die Oberflächenporösschicht z. B. nach mechanischen Schleifoperationen zu beachten.

Die Rauigkeit (Ra, Rz) der Oberfläche spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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