Metallion. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Metallion

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  1. Positiv geladener Atomrumpf in einem Metallgitter.

  2. Kation, also positiv geladenes Ion.

    Metallionen bilden sich durch Lösung von Metallen infolge chemischer oder elektrochemischer Vorgänge (Elektrolyse), z. B. Fe → Fe2+ + 2 e. Gleiches ergibt sich prinzipiell bei der Dissoziation von Laugen in wässrigen Lösungen: NaOH → Na+ + OH. Speziell bei der Korrosion von austenitischen Edelstahllegierungen entstehen als Korrosionsprodukte vor allem Metallionen bzw. Metallionenkomplexe.

    Beim elektrochemischen Polieren erfolgt der Polierabtrag der Oberfläche im Rahmen der Elektrolyse ebenfalls durch Bildung von Metallionen (Fe2+, Cr3+, Ni2+ etc.), welche sodann (im Elektrolyten) in Lösung gehen bzw. Metallsalzverbindungen, z. B. Eisensulfat, Eisenphosphat, bilden. Der elektrochemische Verbrauch des Polierelektrolyten äußert sich vorwiegend durch gelöste Metallanreicherung im Elektrolyten.

Beim Elektropolieren wie beim chemischen Beizen enthalten die Spülabwässer neben Säureresten v. a. Metallionen des austenitischen Edelstahls, welche in der Abwasseraufbereitung durch Fällung im alkalischen Milieu einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen sind (wasserunlösliche Metallsalze).

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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