Pharmalogistik auf dem digitalen Prüfstand. Kurz- und mittelfristige Digitalisierungsschwerpunkte - prozesstechnik online

Kurz- und mittelfristige Digitalisierungsschwerpunkte

Pharmalogistik auf dem digitalen Prüfstand

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Partner Logistics,Camelot Management Consultants Bild: Camelot
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Digitalisierung und digitale Transformation sind omnipräsente Schlagworte, die für die Pharmalogistik jedoch alles andere als neu sind. In der Logistik mit ihren komplexen Prozessen, zeitkritischen Lieferungen und weltweit agierenden Partnernetzwerken spielt die Informationstechnologie schon seit langer Zeit eine wichtige Rolle. Neu
an der heutigen Situation ist jedoch die
Geschwindigkeit, mit der neue Technologien auf den Markt kommen und damit
Geschäftsmodelle und -prozesse komplett verändern. Aber wo steht die Pharmalogistik konkret in Sachen Digitalisierung?

Was den digitalen Reifegrad betritt, unterscheiden wir verschiedene Reifegradstufen. Auf der ersten Ebene geht es darum, bestehende Prozesse und Produkte verstärkt zu digitalisieren und zu automatisieren. Hierzu gehören neben Lager- und Dispositionsautomatisierungen zum Beispiel das Advanced Tracking & Tracing und Temperatursensoren. Regelmäßige Camelot-Studien bestätigen in der Tat, dass die Pharmalogistik bereits eine erste Digitalisierungswelle hinter sich hat. Die aktuellste Befragung deutet daraufhin, dass die Pharmalogistik in vier bis fünf Jahren die nächste große Veränderung erwartet.

In dieser Phase geht es darum, durch Digitalisierung neue Prozessinnovationen zu schaffen. Dazu dürfte eine Erweiterung der End-to-End Supply-Chain-Control-Tower-Lösungen zählen, die mit einer stärkeren Verschmelzung von Supply-Chain-Planungs- und -Execution-Prozessen einhergeht. Serialisierung und Logistik-Tracking & Tracing-Projekte werden in Pharmaunternehmen aktuell ebenfalls sehr stark als individuelle Projekte betrieben. Eine zukünftige Integration der beiden Projektbereiche wird aus unserer Sicht weitergehende Optimierungen erlauben. Mit dem steigenden digitalen Reifegrad und den zusätzlich verfügbaren Daten werden „Advanced Data Analytics“-Techniken wie Machine Learning und Artificial Intelligence weitere Prozessinnovationen ermöglichen. Auch die Blockchain-Technologie, also das Prinzip einer verteilten und fälschungssicheren Datenbank, wird die Pharma Supply Chain in naher Zukunft beeinflussen. Einsatzszenarien reichen von Herkunftsnachweisen bis hin zu einem sicheren Austausch von Supply-Chain- und sogar persönlichen Patientendaten.

Die Digitalisierung befeuert den Trend zu patientenspezifischen Healthcare-Lösungen. So sind Patienten-Apps und Gesundheitsmonitoring schon seit einiger Zeit auf dem Vormarsch. Hier besteht für die Pharmalogistik die große Chance, mit ihren Leistungen zusätzlichen Mehrwert für Patienten zu schaffen. Beispiele sind: Unterstützung bei der Suche nach einer Distributionsstelle für Medikamente, das automatische Auslösen von Nachbestellungen, Planung der Medikamentenversorgung in Ferienzeiten etc. Damit würde die Pharmalogistik die höchste Stufe des digitalen Reifegrads erreichen: neue Geschäftsmodelle und Mehrwert-Services für Patienten.


„Der Pharmalogistik stehen
also weitere große Veränderungen bevor. Wir dürfen gespannt sein, wie schnell sich dieser Wandel vollziehen wird.“

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