Wissenstransfer durch globale Trainingsakademie

Zukünftig auf eigenen Beinen stehen

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Maschinenhersteller verfügen über enormes Wissen. Um dieses interdisziplinäre Know-how mit Kunden auf der ganzen Welt zu teilen, hat Bosch Packaging Services eine globale Trainingsakademie gegründet. Von diesem Wissen profitierten auch Mitarbeiter der Alcon Manufacturing and Logistics Pte Ltd. aus Singapur.

Trotz ihres unscheinbaren Aussehens erfordern Kontaktlinsen in der Herstellung komplexe Prozesse, die hohe Qualitätsstandards erfüllen müssen. Folglich müssen Produktionsanlagen strengen Richtlinien für die Herstellung steriler medizinischer Produkte gerecht werden. Kontaktlinsenhersteller verlassen sich auf Dampf-Luftgemisch-Sterilisatoren, die die bereits versiegelten Blisterverpackungen bei +121 °C sterilisieren und so die Qualität des Endprodukts sicherstellen. Dabei sind stabile Prozesse und eine einheitliche Temperaturverteilung unerlässlich, um Keime und Bakterien innerhalb der Blister effektiv abzutöten. Der Schlüssel zu einem sicheren und hygienischen Sterilisationsprozess sind modernste Anlagen, die von regelmäßig geschultem Personal bedient und gewartet werden.

Alcon Manufacturing and Logistics Pte Ltd. aus Singapur (ehemals Ciba Vision) setzt in der Kontaktlinsenherstellung auf gut ausgebildete Maschinenbediener. Als Teil der Ophthalmologie-Sparte von Novartis produziert Alcon Kontaktlinsen sowie passende Pflege- und Desinfektionsprodukte. Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt verlässt sich die Firma dabei auf Maschinen der Bosch-Tochter Schoeller Bleckmann Medizintechnik (SBM): Insgesamt acht SDR-Dampf-Luftgemisch-Sterilisatoren sind am Alcon-Standort in Singapur im Einsatz. Tatsächlich wird aktuell jede zweite Einwegkontaktlinse auf SBM-Anlagen sterilisiert, von denen weltweit mehr als 100 installiert sind. Alcon kann mit den aktuellen Kapazitäten täglich bis zu zwei Millionen Kontaktlinsen in zehn Produktionszyklen sterilisieren.
Während des Factory Acceptance Tests (FAT) für den sechsten Sterilisator am SBM-Standort im österreichischen Ternitz lernten die Alcon-Mitarbeiter das umfassende Bosch-Schulungsportfolio kennen, das zum Aftersales-Services-Angebot gehört. Unter dem Dach der Bosch Packaging Academy bietet der Maschinenhersteller weltweit Seminare für das gesamte Anlagenportfolio an. „Immer wenn wir Unterstützung für unsere Sterilisatoren benötigten, haben wir bei Bosch angefragt“, so Wee Yong Chin aus der technischen Abteilung von Alcon in Singapur. „Das hat wunderbar funktioniert. Trotzdem wollten wir unser Wissen vertiefen, um in Zukunft Fehlerbehebung, Instandhaltung und Kalibrierung der Sterilisatoren selbst übernehmen zu können.“ Daher entschied sich Alcon 2014 für ein Sterilisatorentraining.
Intensives Training vor Ort
Die fachübergreifenden Trainingseinheiten der Bosch Packaging Academy sind speziell auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt. Zum Portfolio der Academy gehören ein Basistraining für den effizienten Einsatz und die Wartung von Bosch-Maschinen, ein erweitertes Training für höhere Produktivität und individuelle Schulungen für spezielle technische Themen, wie beispielsweise Gute Herstellungspraxis (GMP), Servotechnologie oder IT. SBM-Trainer Walter Koller besuchte Alcon in Singapur, um zehn Mitarbeiter während eines viertägigen Basisseminars umfassend in Sachen Instandhaltung, Technologie und Prozesse sowie Kalibrierung zu schulen.
Beim Training für das Wartungspersonal stand der richtige Umgang mit elektrischer und mechanischer Ausrüstung im Vordergrund. Die Teilnehmer lernten dabei, Fehlerbehebung und Wartungsarbeiten bei möglichst geringen Stillstandzeiten durchzuführen. „Mit unseren Maschinen lassen sich unterschiedliche Sterilisationsprogramme flexibel einrichten. Deshalb fragen unsere Kunden vermehrt nach Informationen zu den entsprechenden Prozessen und der zugrunde liegenden Technik“, erläutert Walter Koller. „Außerdem haben wir ihnen detaillierte Anleitungen gegeben, wie sie die richtigen Maschinenparameter für neue Produkte testen und einstellen können.“ Während des Kalibrierungstrainings lernten die Alcon-Mitarbeiter, die Temperatur- und Drucksensoren der Sterilisatoren korrekt anzupassen und so eine der wichtigsten Voraussetzungen für präzise Prozesse zu schaffen.
Fakten und eine Prise Humor
Theoretischer Unterricht und praktische Übungen an den Anlagen hielten sich während der gesamten Schulung die Waage. „Die praxisbezogenen Übungen sind für mich als Ingenieur immer besonders spannend“, erklärte Wee Yong Chin. „Sie helfen mir, das theoretische Wissen umzusetzen und ein besseres Gefühl für die hochkomplexen Maschinen zu bekommen.“ Das Seminar behandelte außerdem die Analyse von Alarm- und Fehlermeldungen, Sicherheitshinweisen und die Inspektion der Sterilisatoren. „Das gesamte Training gefiel uns sehr gut. Unser Trainer hat nicht nur wertvolle Expertentipps gegeben, sondern die Fakten auch humorvoll vermittelt, sodass wir uns den Inhalt leichter merken konnten“, erinnert sich Wee Yong Chin. Als Alcon 2015 zwei weitere SBM-Sterilisatoren erwarb, beschloss das Unternehmen, den FAT in Österreich mit einer weiteren Schulungseinheit zu verbinden. Diese richtete sich an neue Kollegen sowie ehemalige Teilnehmer, die ihr Wissen auffrischen wollten.
„Ich habe noch einmal teilgenommen und merke bereits den Unterschied zum letzten Jahr. Mein Verständnis der Technologien und Prozesse hat sich deutlich vertieft“, so Wee Yong Chin. „Außerdem haben wir zum ersten Mal Tablets benutzt, mit denen wir besonders bequem lernen konnten.“ Die handlichen Geräte verteilt Bosch seit Kurzem vor jedem Seminar an alle Teilnehmer. Die kleinen PCs enthalten alle Seminarunterlagen, sodass sich das Gelernte problemlos zu Hause oder unterwegs wiederholen lässt. „Das Tablet ist einfacher zu handhaben als ein Stapel Papier. Außerdem können die Teilnehmer es intuitiv nutzen, um Fakten nachzuschlagen oder Bilder zum besseren Verständnis zu vergrößern“, erklärt Walter Koller.
Gleichbleibend hohe Qualität
„Wir sind jetzt in der Lage, den First-Level-Support selbst zu leisten. So können wir schneller auf Fehlermeldungen reagieren, Stillstandzeiten reduzieren und die Gesamtanlageneffektivität erhöhen“, fasst Wee Yong Chin zusammen. „Falls wir eine Herausforderung nicht selber meistern können, hilft uns das neu erlernte Wissen dabei, den Experten von Bosch den Sachverhalt viel genauer zu erklären. So wird der Supportprozess enorm beschleunigt und wir sparen zudem Zeit und Reisekosten.“
Auch nach zwei Seminaren geht die Zusammenarbeit von Alcon mit Bosch und den Ingenieuren von SBM weiter. Neben dem Sterilisatorentraining hat die Firma einen neuen Servicevertrag abgeschlossen, der eine Generalüberholung eines Sterilisators und die Modernisierung des Human Machine Interfaces (HMI) der Maschinen beinhaltet. So bleibt gewährleistet, dass Alcon weiterhin die hochwertigen Augenpflegeprodukte liefert, für die das Unternehmen bekannt ist.

Andreas Kneissl
Service Sales Manager,Bosch Packaging Services
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