Interdisziplinäres Forschungsprojekt aus Baden-Württemberg

Gesellschaft im digitalen Wandel

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Für Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT, ist der digitale Wandel – mit seinen Auswirkungen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen – die größte derzeitige Herausforderung Bild:  KIT
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Autonomie, Wissen und Partizipation sind Schlüsselbegriffe des neuen Forschungsverbunds mit acht universitären und außeruniversitären Einrichtungen aus ganz Baden-Württemberg. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert das Projekt „Gesellschaft im Digitalen Wandel“ mit mehr als 2,1 Mio. Euro für die Dauer von drei Jahren.

Bei der Digitalisierung stehen derzeit technische Fragen wie autonomes Fahren, die Verwendung von Sensoren in Geräten des täglichen Lebens oder der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Vordergrund. Für eine erfolgreiche Digitalisierung gilt es aber auch, die Auswirkungen solcher Neuerungen auf den Einzelnen und auf die Gesellschaft insgesamt in den Blick zu nehmen. Das soll ein neuer landesweiter Forschungsverbund leisten, zu dem sich das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Mannheim, die koordiniert, die Universität Tübingen sowie fünf außeruniversitäre Partner zusammengeschlossen haben. Weitere Partner sind das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), ZEW – Leibniz- Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS).

Hochkarätiger Forschungsverbund

„In dem Verbund schließen sich exzellente Forschungsinstitutionen in Baden-Württemberg zusammen, um wissenschaftlich fundiertes Orientierungswissen für uns alle zu genieren. Das KIT ist mit seiner umfangreichen Expertise in den Bereichen der Technikfolgenabschätzung und Informatik ein idealer Partner in dem hochkarätigen Forschungsverbund. Die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen wird bereits gelebt – so können die gesellschaftlichen Themen der Digitalisierung gemeinsam aus verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen werden“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

„Zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen, ist das erklärte Ziel des KIT“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Der digitale Wandel – mit seinen Auswirkungen in allen gesellschaftlichen Teilbereichen – ist vielleicht die größte dieser Herausforderungen und gleichzeitig eine enorm wichtige Aufgabe. Denn letztendlich geht es darum, sicherzustellen, dass die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen die möglichen Risiken überwiegen“, so Hanselka.

Der Forschungsverbund will den Einfluss der Digitalisierung auf Mensch und Gesellschaft identifizieren und interdisziplinär analysieren, um daraus Gestaltungsoptionen zu entwickeln. „Wir sprechen hier vom soziotechnischen Wandel, weil sich das gegenseitig bedingt: Gesellschaftlicher Wandel beeinflusst die technischen Entwicklungen und umgekehrt“, erläutert Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung und Leiter des Bereichs Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft des KIT. In Baden-Württemberg wird dieser Wandel von hochrangigen wissenschaftlichen Einrichtungen der Geistes-, Sozial-, Rechts-, Wirtschafts-, Medien- und Kommunikationswissenschaften, der Ethik und der Informatik sowie der interdisziplinären Technikbewertung erforscht. „Diese Expertise bringen wir zusammen, um interdisziplinäres Orientierungswissen und entsprechende Handlungsempfehlungen für die Gestaltung des Wandels zu erarbeiten“, so Decker.

Der enge Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern ist dabei ein zentrales Element der Forschung, um gesellschaftlich wünschenswerte Handlungsoptionen identifizieren zu können. Hier spielt das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) eine besondere Rolle, das sowohl dauerhaft in der Ausstellung als auch in unterschiedlichsten Begegnungsformaten diesen Dialog für den Forschungsverbund herstellt.

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