China führt die Exportrangliste an. VDMA Verfahrenstechnik erwartet ordentliches Wachstum - prozesstechnik online

VDMA Verfahrenstechnik erwartet ordentliches Wachstum

China führt die Exportrangliste an

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Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, auf dem Fachpressetag der Dechema Bild: Eckhardt
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Die Achema in Frankfurt am Main ist vom 11. bis 15. Juni 2018 erneut die Leistungsschau für Hersteller verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate aus aller Welt. „Sie findet in diesem Jahr in einem wirtschaftlich positiven Umfeld statt“, betont Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, auf dem Fachpressetag der Dechema. Für das Jahr 2017 geht der VDMA von einem ordentlichen Zuwachs der deutschen Produktion verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate zwischen 4 und 5 % auf ein Volumen von 7,4 Mrd. Euro aus. Bis zum 3. Quartal lag die Produktion schon 4,3 % über dem Vorjahreswert.

„Dass wir in Frankfurt mal wieder „live“ erleben können, was deutsche Maschinenbauer im Bereich der Verfahrenstechnik alles zu bieten haben“, freut sich Richard Clemens. Mehr als drei Viertel der deutschen Produktion verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate werden exportiert. Im Jahr 2017 erreichte der deutsche Außenhandel einen Wert von 5,6 Mrd. Euro und blieb damit gegenüber dem Vorjahr stabil.

China führt die Exportrangliste in der Verfahrenstechnik mit einem Zuwachs von 19,1 % auf 593 Mio. Euro an, gefolgt von den USA mit stabilen Exporten in Höhe von 528 Mio. Euro. China ist nicht nur der größte Abnehmer verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate, sondern auch im deutschen Markt ein bedeutender Wettbewerber: Während im Jahr 2017 die deutschen Einfuhren verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate insgesamt um 1,8 % abgenommen haben, wuchs die Einfuhr aus
China um 3,8 %. In den letzten fünf Jahren stieg der Import verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate nach Deutschland um insgesamt 20 %, die Einfuhren aus China stiegen im gleichen Zeitraum um 46 %. „Das macht nur allzu deutlich, dass China auch in diesem Bereich zu einem ernsten Wettbewerber geworden ist“, betont Clemens.

Regional betrachtet geht der größte Teil deutscher Verfahrenstechnik mit einem Anteil von 38 % an den Gesamtausfuhren traditionell in die EU-28. Allerdings gingen die Exporte in diese Ländergruppe von 2016 auf 2017 um 6 % zurück. Dafür stiegen die Ausfuhren in die Ländergruppe „Sonstiges Europa“ um 6,6 % auf 686 Mio. Euro. Russland allein nimmt davon schon Maschinen im Wert von 237 Mio. Euro ab – 3,4 % mehr als im Vorjahr und mehr als ein Drittel der Ausfuhren in diese Ländergruppe.

Der EU-Austritt Großbritanniens im März 2019 zeigt bereits jetzt negative Folgen im Maschinenbau. So sanken im Jahr 2017 die Ausfuhren deutscher Maschinenbauer in das Vereinigte Königreich um 2,9 % auf 7,2 Mrd. Euro. Dieser Abwärtstrend könnte sich im laufenden Jahr noch beschleunigen. In der Verfahrenstechnik gingen die Ausfuhren nach Großbritannien im letzten Jahr um 3,5 % auf 234 Mio. Euro zurück. Im Länderranking der größten Exportmärkte der deutschen Verfahrenstechnik rutschte Großbritannien einen Platz nach hinten auf Platz 5 hinter Russland.

Bemerkenswert ist die Entwicklung des Exports in den Iran. Nach den weitgehenden Lockerungen der Sanktionen im Jahr 2016 profitierten die deutschen Hersteller verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate von dem erheblichen Nachholbedarf im Iran. Von 2015 bis 2017 hat sich der Export in den Iran von 13,8 auf 46,1 Mio. Euro verdreifacht. Die hohen Wachstumsraten wurden vor allem durch die kräftige Ausweitung der Ölförderung verursacht, hier sind nun Grenzen erreicht. Auch könnten politische Entwicklungen den weiteren Aufschwung behindern.

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