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CO2 aus der Luft filtern Näher am Klimaziel

Näher am Klimaziel
CO2 aus der Luft filtern

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Die große Klimakonferenz in Madrid ging mit einem eher unbefriedigenden Ergebnis zu Ende. Die Verantwortlichen konnten gerade einmal einen Minimalkonsenz erzielen, was den Kampf gegen die Erderwärmung angeht. Dabei ist es wissenschaftlich untermauert, dass die von Menschen verursachte Treibhausgase als Ursache für die steigenden Temperaturen ausgemacht werden können. Mit dem Ausfiltern von CO2 aus der Luft will ein schweizer Unternehmen nun dagegen halten.

Die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre erreichte schon 2018 mit 407,8 ppm ein Rekordniveau und stieg 2019 weiter an. CO2 hält sich über Jahrhunderte in der Atmosphäre und noch länger im Meer. Der Ozean, der als Puffer durch die Aufnahme von Wärme und Kohlendioxid dient, zahlt einen hohen Preis. Die Meereswärme ist auf Rekordniveau und es gab weit verbreitete Meereswärmewellen. Das Meerwasser ist 26 % saurer als zu Beginn des Industriezeitalters. Lebendige Meeresökosysteme werden geschädigt.

Was kann man aktiv tun?

Die 2009 in Zürich gegründete Climeworks AG will klimarelevante Mengen CO2 aus der Luft filtern. Dabei wird das CO2 mittels Direct-Air-Capture-(DAC)-Technologie direkt aus der Luft abgefangen: Die Luft strömt durch einen Filter, in dem ihr ein Großteil des CO2 entzogen wird. Ergebnis des Verfahrens ist die Erzeugung eines konzentrierten CO2-Stroms zur Speicherung oder Nutzung. Besonders vorteilhaft an DAC sind der geringe physische Fußabdruck und die Skalierbarkeit. Climeworks und Accenture arbeiten zusammen an dem Ziel, die-Technologie schneller zu skalieren. Accenture unterstützt das Schweizer Unternehmen in diesem Rahmen mit speziellen Innovationspaketen.

Wo liegt der Vorteil von DAC?

Beim klassischen CCS (Carbon Capture and Storage) wird das CO2 aus konzentrierten Punktquellen (beispielsweise in Kohlekraftwerken) abgefangen. Demgegenüber entnimmt das DAC das CO2 direkt aus der Luft. Da DAC-Anlagen überall gebaut werden können, ist ein CO2-Transport nicht erforderlich.

Luft ist eine unendliche Ressource und kann mittels DAC zudem die langfristige weltweite CO2-Versorgung sicherstellen. In naher Zukunft werden viele Punktquellen auslaufen, was Auswirkungen auf die Deckung des weltweiten CO2-Bedarfs hat. Denn CO2 ist zwar für den Treibhauseffekt verantwortlich, wird aber auch für erneuerbare Kraftstoffe oder Materialien benötigt. In Treibhäusern könnte das CO2 als Wachstumsbeschleuniger für Pflanzen, in Industrieanlagen als Rohstoff für die Mineralwasser-, Kunststoffproduktion oder Energiespeicherung dienen. Es lässt sich aber auch einfach versteinern und so klimapositiv mittels des Carbfix-Prozesses unterirdisch versteinern wie das Climeworks mit einer Anlage in Island in Zusammenarbeit mit Carbfix macht. Ein weiterer Vorteil: Wird Kohlendioxid mithilfe erneuerbarer Energien aus der Luft gefiltert, können auch nicht vermeidbare CO2-Emissionen adressiert werden, bei denen eine Umstellung auf kohlenstofffreie Technologien nur schwer möglich ist, wie beispielsweise im Flugverkehr oder in der Hochseeschifffahrt.

Vernetzung der Standorte und die Analyse der Betriebsdaten

Ein wichtiger Aspekt bei der Kooperation mit Accenture liegt auf den Themen IT und Daten. Unter anderem geht es um die Hilfe bei der Definition der IT-Strategie, die Weiterentwicklung der Software, die Vernetzung der Standorte und die Analyse der Betriebsdaten. Zudem unterstützt das Beratungsunternehmen Climeworks bei der Markterschliessung. „Wir wollen Teil der Climeworks-Lösung werden“, kommentiert Stéphane Piqué, Leiter des Geschäftsbereichs Industry X.0 bei Accenture in der Schweiz und dort verantwortlich für das Climeworks Innovationsprogramm.

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