Startseite » Allgemein »

Baukasten mit mehr als 3000 Komponenten

Modulares Rohrsystem erfüllt EU-Richtlinie EG 1935/2004 und FDA-Anforderungen
Baukasten mit mehr als 3000 Komponenten

Anzeige
Auf der Powtech dieses Jahres hat Jacob Rohrsysteme die Food-Grade-Linie vorgestellt. Über die Besonderheiten dieses Rohrsystems für Hygieneanwendungen und erste Reaktionen der Anwender sprach dei mit Patrick Jacob, dem Geschäftsführer der Fr. Jacob Söhne GmbH & Co. KG.

dei: Herr Jacob, welche Produkte werden in Ihrem Unternehmen hergestellt?

Patrick Jacob: Rohrsysteme nach dem Baukastenprinzip, die wir mit Durchmessern von 60 bis 1600 mm und Wandstärken von 1 bis 3 mm anbieten. Hinzu kommen Sonderanfertigungen, die wir nach den Vorgaben des Kunden fertigen.
dei: In welchen Werkstoffen bieten Sie die Rohrsysteme an?
Jacob: Im Wesentlichen aus gepulvertem und verzinktem Stahl sowie aus Edelstahl. Bei unseren Rohrsystemen handelt es sich um Leichtbausysteme, die wir unseren Kunden in stabiler, dichter und explosionsdruckstoßfester Industriequalität zur Verfügung stellen.
dei: In welchen Bereichen finden die Jacob-Rohrsysteme Einsatz?
Jacob: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Das Spektrum reicht vom Schüttguthandling über Entstaubungs- und Abluftanlagen bis hin zu umwelttechnischen Anlagen im Bereich Kühl- und Abluft.
dei: Auf der Powtech hat Ihr Unternehmen die Food-Grade-Linie vorgestellt. Herr Jacob, was ist das Besondere an dieser Produktlinie?
Jacob: In Hinblick auf den Kontakt mit Lebensmitteln erfüllt sie als erste Produktlinie in unserem Marktsegment sowohl die EU-Richtlinie EG 1935/2004 als auch die Anforderungen der amerikanischen FDA.
dei: Welche Gründe sprachen für die Entwicklung der Food-Grade-Linie?
Jacob: In den zurückliegenden Jahren haben sich unsere europäischen Kunden mit der FDA-Konformität zufriedengegeben. Jetzt gehen sie dazu über, die Gesundheit der Verbraucher über die europäische Lebensmittelrichtlinie EG 1935/2004 zu sichern. Diesen veränderten Anforderungen wollten wir uns als Marktführer stellen.
dei: Wie viele Produkte umfasst die Food-Grade-Linie?
Jacob: Sie umfasst sämtliche Edelstahlprodukte unseres Hauses sowie deren produktberührende Zusatzkomponenten. Das sind mehr als 3000 Bauteile.
dei: Nennen Sie bitte die Hauptkomponenten der Produktlinie?
Jacob: Letztlich bilden die Komponenten der Food-Grade-Linie die Baugruppen des traditionellen, modular aufgebauten Jacob-Rohrsystems ab. Angefangen von geraden Rohren über Segmente, Rohrbögen, Abzweigstücke, Übergänge, Inspektionsrohrteile, Regel- und Absperrorgane bis zu den Verteilern. Gerade bei letztgenannten sind viele produktberührende Einzelkomponenten verbaut. Das heißt: Jede Dichtung und jede Schraube muss die EG 1935/2004 und die Vorgaben der FDA erfüllen. Für die Verbindungselemente der Rohrteile haben wir deshalb auch vulkanisierte, also klebstofffreie Bördeldichtringe entwickelt.
dei: Zur Food-Grade-Linie gehören 3000 Komponenten. Wie stellen Sie sicher, dass diese Vielzahl von Bauteilen garantiert den Festlegungen der EG 1935/2004 entsprechen und FDA-konform sind?
Jacob: Das war in der Tat eine Riesenaufgabe. Über Monate hinweg haben unsere Spezialisten mehr als 1000 verschiedene Komponenten unseres Programms analysiert und bis ins kleinste Detail überprüft – von den Edelstahlteilen über die Dichtmaterialien bis hin zu etwaigen Verschraubungen oder Klebstoffen. Wo notwendig, fand ein Materialwechsel statt oder es wurde neu konstruiert. Außerdem haben wir für den Zukauf von Materialien oder Komponenten, die Eingang in die Food-Grade-Linie finden, strikte Regeln aufgestellt. Zugekauft werden ausschließlich zweifach konforme Materialien und Komponenten, die der EU-Richtlinie EG 1935/2004 genügen und die Anforderungen der amerikanischen FDA erfüllen.
dei: Erhält der Kunde für die gekauften Systemkomponenten Zertifikate?
Jacob: Selbstverständlich. Für jede Komponente aus der Food-Grade-Linie erhält er von uns eine Konformitätserklärung. Das schafft Sicherheit und Transparenz.
dei: Aus welchen Werkstoffen sind die produktberührten Komponenten der Food-Grade-Linie gefertigt?
Jacob: In erster Linie fertigen wir sie in Edelstahl 1.4301 oder höheren Qualitäten. Das gilt für Rohre, Mehrkomponentenbauteile wie Absperrklappen oder Verteiler bis hin zur kleinsten Schraube. Hinzu kommen alle Dichtungsmaterialien aus unterschiedlichen Kunststoffmaterialien oder Silikonen, die allesamt den genannten Regelwerken genügen.
dei: Bei der Entwicklung der Food-Grade-Linie haben die Ingenieure von Jacob Rohrsysteme auch die Dichtungslösung kritisch überprüft und weiterentwickelt. Herausgekommen sind klebstofffrei vulkanisierte Silikon-Bördeldichtringe und Silikon-Ringdichtungen. Bitte beschreiben Sie die Besonderheiten und Vorteile dieser Dichtungslösungen.
Jacob: Die Bördeldichtringe für die Spannringe gelten als produktberührend. Bei ihrer Herstellung werden die Enden der Dichtungsschnur normalerweise verklebt. Kleber, die nach der EU-Richtlinie EG 1935/2004 und den FDA-Regularien zugelassen sind, haben sich bisher am Markt nicht etabliert. Aus diesem Grund und zur zusätzlichen Sicherheit unserer Kunden vulkanisieren wir die Bördeldichtringe und Ringdichtungen in Silikonqualität. Das ist zwar aufwendiger, bringt aber für den Anwender neben der Lebensmittelsicherheit verschiedene Vorteile: Diese Dichtungen sind reißfester, halten höheren Temperaturen stand und weisen eine hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Lösemitteln auf.
„Über Monate hinweg haben unsere Spezialisten mehr als 1000 verschiedene Komponenten unseres Programms analysiert und bis ins kleinste Detail überprüft.“
dei: Seit der Markteinführung der Food-Grade-Linie sind mehrere Monate vergangen. Wie haben die Kunden auf die neue Linie reagiert?
Jacob: Durchweg positiv. Das Interesse, das der Food-Grade-Linie in den Monaten nach der Powtech entgegengebracht wurde, zeigt, dass wir mit der Entwicklung dieser Linie komplett richtig gelegen haben.
dei: In welchen Bereichen der Lebensmittelindustrie finden Komponenten aus der Food-Grade-Linie bereits Einsatz?
Jacob: Beispielsweise in der Zuckerindustrie oder bei Herstellern von Milchpulver. Auch bei Produzenten von Abfüll- und Verpackungsanlagen beobachten unsere Verkäufer ein Nachfrageumdenken.
prozesstechnik-online.de/dei1013413

Rohrsysteme aus Porta Westfalica

u003E Zahlen und Fakten u003C

Fr. Jacob Söhne GmbH & Co. KG gehört zu Europas führenden Herstellern von modular aufgebauten Rohrsystemen. Das Unternehmen wurde 1924 – also vor fast 90 Jahren – von Friedrich Jacob gegründet. Heute wird das Familienunternehmen in vierter Generation u. a. von Patrick Jacob geführt. Über fünf Tochterunternehmen und mehr als 35 Vertriebspartner sind die Produkte des Unternehmens, das seinen Hauptsitz in Porta Westfalica hat, weltweit in rund 35 Ländern vertreten. Am Hauptsitz und in den Tochterunternehmen arbeiten rund 400 Mitarbeiter. Auf zukünftige Entwicklungen angesprochen, antwortet Jacob: „Den kontinuierlichen Wachstumskurs der letzten Jahre wollen wir weiter fortsetzen. Wir setzen dabei auf die stetige Entwicklung neuer Produkte und die fortlaufende Investition in moderne Fertigungstechnik ebenso wie auf eine zuverlässig hohe Serienqualität und unsere Expertise in der Sonderfertigung.“
Anzeige
Schlagzeilen
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

cav-Produktreport

Für Sie zusammengestellt

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Top-Thema: Instandhaltung 4.0

Lösungen für Chemie, Pharma und Food

Pharma-Lexikon

Online Lexikon für Pharma-Technologie

Prozesstechnik-Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

phpro-Expertenmeinung

Pharma-Experten geben Auskunft

Prozesstechnik-Kalender

Alle Termine auf einen Blick

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de