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Festo präsentiert den ersten pneumatischen Cobot

Mensch-Roboter-Kollaboration auf neuem Niveau
Festo präsentiert den ersten pneumatischen Cobot

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Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management (links), und Christian Tarragona, Leiter Robotics, mit dem neuen pneumatischen Cobot von Festo Bild: Festo
Jeder Handwerker kennt das Problem: zu wenig Hände. Abhilfe in der Industrie schaffen hier Cobots. Sie eignen sich für Handling-Aufgaben und pflegen direkten Umgang mit dem Menschen – ohne Zaun. Jetzt hat Festo erstmals einen einarmigen pneumatischen Helfer präsentiert, der sicher und einfach zu bedienen ist.

Wie ein menschlicher Arm hat der Festo-Cobot mit 670 mm genau die richtige Reichweite, um im Teamwork mit dem Mitarbeiter als helfende dritte Hand wahrgenommen zu werden. Er bewegt sich – wie ein echter Kollege – in einem überschaubaren Radius. Dank der Nachgiebigkeit der pneumatischen Antriebe agiert der Cobot sehr feinfühlig – mit situativ angemessener Geschwindigkeit, in flüssigen, harmonischen Bewegungen. Bei Berührung ist er so soft wie ein menschlicher Kontakt.

Die pneumatischen Direktantriebe des Cobots und sein geringes Gewicht senken dabei seine Kontaktenergie. Gerade einmal 17 kg bringt der LEichtbau-Cobot auf die Waage. Christian Tarragona, Leiter Robotics bei Festo: „Durch exakte Druckregler in den Gelenken erkennt der Roboter, wenn er berührt wird und reagiert mit entsprechenden Safety-Funktionen.“ Der Mitarbeiter kann völlig gefahrlos mit seinem umsichtigen technischen Kollegen kooperieren.

Vorteile durch Pneumatik

Viele seiner Vorteile wie etwa seine Sensitivität und sein Gewicht verdankt der Festo Cobot den Vorzügen der Pneumatik: Die Direktantriebe in den Gelenken sind besonders leicht, weil im Gegensatz zu elektrischen Lösungen keine schweren Getriebe nötig sind. Seine Bestimmung findet der Cobot im Kleinteilehandling bei Nutzlasten bis zu 3 kg. Der Festo-Cobot besteht aus der Hardware selbst, einem Handmodul und der Robotic Suite, einer Software für die intuitive Inbetriebnahme und Programmierung. Dieses Paket macht es möglich, den Cobot in weniger als einer Stunde in Betrieb zu nehmen und zu programmieren. Vorkenntnisse aus dem Bereich der Robotik sind nicht notwendig, denn die selbsterklärende Software „Robotic Suite“ enthält übersichtlich visualisierte und standardisierte Funktionsbausteine. Pneumatische Antriebe ermöglichen das einfache manuelle und widerstandsfreie Führen des Roboterarms mit der Hand, um Wegpunkte bzw. Bahnen schnell und präzise einzulernen.

Wirtschaftlicher Cobot

Der Cobot benötig keinen zusätzlichen, aufwendig anzuschließenden und hinderlichen Schaltschrank. Mit seiner platzsparenden integrierten Steuerung im eigenen Fußteil ist er besonders flexibel. Einfache Steckverbindungen ermöglichen auch Ad-hoc-Einsätze ohne lange Umrüstzeiten. Mit gängigen Busstandards gelingt die schnelle Anbindung an übergeordnete Steuerungen. Zudem benötigt er dadurch weniger Platz.

Mit dem Festo-Cobot wird es auch für kleine und mittlere Unternehmen, die oft von manuellen Arbeitsprozessen geprägt sind, wirtschaftlich, Cobots einzusetzen. Dank flexibler Einsatzmöglichkeiten können nun auch kleine Losgrößen bzw. Arbeitsschritte automatisiert bearbeitet werden. „Zum Verkaufsstart 2023 wird der Festo Cobot mit seiner einfachen Bedienbarkeit neue Akzente in der Mensch-Roboter-Kollaboration setzen“, erklärt Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management bei Festo.

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