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Chemie-Branche setzt weiter auf Investitionen

CIM-Bericht zum Frühsommer 2012
Chemie-Branche setzt weiter auf Investitionen

Chemie-Branche setzt weiter auf Investitionen
Die globale Chemie- und Kunststoffbranche gibt sich optimistisch trotz der andauernden europäischen Schuldenkrise und der weltweit abflauenden Konjunktur. Die von Ceresana Research befragten Unternehmen zeigen sich mit der aktuellen Nachfrage aus dem In- und Ausland überwiegend zufrieden, jedes dritte Unternehmen plant sogar sein Produktionsvolumen zu erhöhen

Die globale Chemie- und Kunststoff-Industrie zeigt sich weiterhin optimistisch. Über 42 % der antwortenden Umfrage-Teilnehmer erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage in den kommenden 6 bis 12 Monaten. Dies liegt vor allem an der stabilen Nachfrage aus dem In- und Ausland. Über ein Drittel der Befragten schätzen die aktuelle Nachfrage im Inland als gut ein. Gleiches gilt mit über 30 % für die Nachfrage aus dem Ausland.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die die derzeitige Nachfrage nach ihren Produkten im Inland als gut bezeichnen, wollen die gute Ausgangslage nutzen und ihr Produktionsvolumen im Inland steigern. Auch gehen 44 % der Panel-Teilnehmer davon aus, ihr Exportvolumen in den kommenden 12 Monaten steigern zu können. Etwas weniger rechnen mit einer gleich bleibenden Exportmenge und nur 6 % gehen von einer Abnahme aus. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen, die ihr Exportvolumen steigern wollen, rechnen auch mit einer Verbesserung der Geschäftslage in den kommenden 12 Monaten.
Verbraucher tragen Mehrkosten
Über 60% der Unternehmen glauben, dass sich die Preise für Rohstoffe und Vorprodukte in den kommenden 12 Monaten erhöhen werden. Vor allem die Länder in Osteuropa gehen von steigenden Preisen aus. Hier erwarten 70 % der Befragten einen Anstieg.
Die entstehenden Mehrkosten aufgrund von Preissteigerungen bei Rohstoffen und Vorprodukten werden dabei von den Unternehmen an den Verbraucher weitergegeben. So geben mehr als 70 % der Panel-Teilnehmer an, die Mehrkosten auf den Kunden durch eigene Preiserhöhungen überwälzen zu wollen. Mit deutlichem Abstand kommt der Wechsel von Lieferanten bei 24,5 %, gefolgt von einer Reduzierung der Lagerhaltung bei 17,7 % der Teilnehmer als Lösung infrage.
Investitionen steigen weltweit
Ein weiterer Stabilisator für die zukünftige Entwicklung stellen die Unternehmens-investitionen. Ein Großteil der Unternehmen hat in der Vergangenheit Investitionen getätigt. Weitere Investitionen, vor allem in Erweiterungen, Ersatz und Erneuerung sind geplant. Besonders häufig wird auch in innovative Produkte und Prozesse sowie Marketing une Vertrieb sowie Personal investiert. Investitionen in die Bereiche Nachhaltigkeit sowie IT-Systeme planen nur 17,1 bzw. 15,9 % der Panel-Teilnehmer.
Externe Marktforschung bevorzugt
Bei der strategischen Planung setzten die Unternehmen überwiegend auf externe Informationen von Marktforschungsinstituten, wohingegen nur jedes fünfte Unternehmen auf Unternehmensberatungen vertraut. Externe Informationen werden vor allem für die Entwicklung neuer Produkte sowie die Analyse der Konkurrenten am Markt herangezogen. Rund zwei Drittel der Unternehmen, die ihre Informationen von Marktforschungsinstituten beziehen, bewerten ihre gegenwärtige Geschäftslage auch als gut. Bei den Erwartungen ist das Verhältnis noch signifikanter. Über 70 % der Unternehmen, die externe Informationen von Marktforschungsinstituten beziehen, erwarten in den kommenden sechs bis zwölf Monaten eine Verbesserung der Geschäftslage.
CIM-Barometer bei 13,3 Punkten
Ceresana hat für die aktuelle Lage der Unternehmen einen Wert von 10,2 Punkten ermittelt. Damit hat sich die aktuelle Lageeinschätzung der Unternehmen verglichen mit der vorherigen Umfrage (13,9 Punkte) leicht verschlechtert. Die Erwartungen fallen dagegen mit 16,4 Punkten (15,2 Punkte im Frühjahr) etwas besser aus. Das daraus resultierende CIM-Barometer für das globale Geschäftsklima ist im Vergleich zur Frühjahrsumfrage somit nur leicht, von 14,5 Punkten auf 13,3 Punkte, gefallen.
Methodik und Teilnehmer
Die Frühsommerumfrage des Ceresana Industry Monitors wurde vom 23. April bis 13. Mai 2012 durchgeführt. Befragt werden alle zwei Monate Unternehmen und Verbände der Chemie- und Kunststoffbranche. Geantwortet haben Entscheidungsträger aus 46 Ländern. Um ein repräsentatives Gesamtbild zu gewährleisten, wurden Firmen aller Größenkategorien zur derzeitigen Lage und ihren Erwartungen befragt.
Die ausführliche Darstellung der Befragungsergebnisse kann exklusiv bei Ceresana Research erworben werden. Neben einem Gesamtüberblick über die chemische Industrie werden detaillierte Untersuchungen für fünf einzelne Branchen vorgenommen: Hersteller von Petrochemikalien, Plastik und Elastomeren, Verarbeiter von Plastik & Elastomeren, Spezialchemie, Chemie-Handel sowie Farben, Lacke und Klebstoffe. Umfrageteilnehmer erhalten diese ausführlichen Berichte kostenlos.
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