Umweltentsorger setzt auf Pumpen-Zerkleinerer-Kombination

Fette problemlos fördern

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Ein Entsorgungsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen hat sich auf das Sammeln und Verwerten von Fetten aus den Abscheidern der umliegenden Industriebetriebe und kommunalen Anlagen spezialisiert. In der Fettannahmestation kam es immer wieder zu Förderproblemen. Feststoffe blockierten die Exzenterschneckenpumpe und führten zu Ausfällen in der Fettannahmestation. Vor 18 Monaten fand der Umweltdienstleister eine Lösung. Er ließ eine Pumpen-Zerkleinerer-Kombination von Börger einbauen.

Autor Benedikt Sparwel Technischer Vertrieb, Börger

Die Fette aus den Fettabscheidern der umliegenden industriellen und kommunalen Kläranlagen werden mit Flüssigkeitstransportern in Chargen zwischen 2 und 15 m³ angeliefert. Zur Entleerung der Tankwagen wird eine Drehkolbenpumpe in Kombination mit einem Zerkleinerer eingesetzt. Die Pumpe fördert das Fett in einen Sammelbehälter. Der Umweltdienstleister wählte dafür die Ausführung PL 300 aus der Produktlinie Classic. Die Pumpen dieser Produktlinie eignen sich hervorragend für die Förderung der unterschiedlichsten Medien. Flüssige wie zähflüssige oder abrasive Fördermedien werden mühelos bewältigt, wobei auch chemisch aggressive Stoffe kein Problem darstellen. Für anspruchsvollere Medien bietet Börger die Drehkolbenpumpen der Produktlinien Select und Protect an. Die drei Produktlinien unterscheiden sich in der Hauptsache durch drei vollkommen unterschiedliche Dichtungssysteme. Während die Pumpen in der Classic-Ausführung in der Regel mit einer einfach wirkenden Gleitringdichtung ausgestattet werden, verfügt die Select-Linie über einzeln druckbeaufschlagte Wellenabdichtungen. Die Protect-Ausführung ist für besonders kritische Fördermedien geeignet. Hier befinden sich zwischen Pumpenraum und Getriebe zwei doppelt wirkende Gleitringdichtungen, welche unter Druck gehalten werden. Dadurch gelangt kein Fördermedium zwischen die Gleitflächen der Dichtungen.
Das Funktionsprinzip der Drehkolbenpumpe ist bei allen Produktlinien gleich. Durch die gleichmäßige Drehung des Kolbenpaares entsteht an der durch die Drehrichtung des Antriebes bestimmbaren Ansaugseite ein Vakuum. Hierdurch wird das Fett in den Pumpenraum gezogen. Durch weiteres Verdrehen gelangt das Fördermedium, weitergedrängt durch die Drehkolben, an der Pumpenwand vorbei in den Druckbereich.
Mit Lochscheiben-Zerkleinerer
Da sich im angelieferten Fett häufig noch Feststoffe, auch größere wie Arbeitshandschuhe, Putzlappen und Messer befinden, ist vor der Pumpe ein Multichopper plus installiert. Der Börger-Multichopper plus ist ein Lochscheiben-Zerkleinerer mit zentraler Lochscheibe und leistungsfähigen Messern.
Die Pumpe saugt das Fett durch die Öffnung der Lochscheibe des Multichoppers. Die auf der Lochscheibe rotierenden Messer bewirken viele Schnitte je Umdrehung. Die so zerkleinerten Feststoffe erleichtert eine späterer Aufbereitung des Fettes. Nicht zerkleinerbare Feststoffe setzen sich im Fremdstoffabscheider des Multichoppers ab. Durch das einfache Lösen von vier Ringmuttern kann dieser innerhalb weniger Minuten geleert werden.
Der Multichopper ist mit der automatischen Nachstelleinheit MCA (Mechanical Cut Adjustment) ausgestattet. Die MCA-Einheit ist außenliegend axial mit der Messereinheit verbunden und zieht diese mit einer konstanten Vorspannung an die Lochscheibe. Dies gewährleistet eine dauerhaft optimale Schneidwirkung. Die Nachstelleinheit ist wartungsfrei und stellt sich völlig selbstständig ein.
Chemisch und mechanisch beständig
Um die chemische und mechanische Beständigkeit der Graugussgehäuse von Pumpe und Zerkleinerer zu verbessern, setzt Börger ein spezielles Oberflächenbehandlungsverfahren ein. Die behandelte Black-Protection-Oberfläche setzt das Unternehmen häufig bei seinen Chemiepumpen ein. Sie zeichnen sich durch hohen Korrosionsschutz und einen verbesserten Verschleißschutz bei aggressiven Medien aus. Die Black-Protection-Oberflächenveredelung kann somit eine kostengünstige Alternative zur Edelstahlpumpe sein.
Der Anwender ist mit dieser Lösung rundum zufrieden. Nach mehr als achtzehn Monaten Praxiseinsatz der Pumpen-Zerkleinerer-Kombination zieht er ein positives Fazit. Störungen in der Fettannahmestation gehören der Vergangenheit an. Pumpe und Zerkleinerer arbeitet verlässlich und sind einfach zu bedienen. Zudem fördert die Drehkolbenpumpe selbstansaugend und ist kurzzeitig trockenlauffähig. Hinzu kommt die Zeitersparnis: Dank des Konzepts „Maintenance in Place“ (MIP) können die von den geförderten Medien strapazierten Verschleißteile direkt am Einsatzort ausgetauscht werden – vom Betriebspersonal selbst und ohne eine Rohrleitungs- und Antriebsdemontage.
Halle A6, Stand 127
prozesstechnik-online.de/cav0514451
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