Modulare Druckmessumformer für Chemie, Pharma, Food

Individuell konfigurierbar

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Das Spektrum der Anforderungen an Druckmessumformer in den Prozessindustrien ist überaus vielfältig. Ob hygienisch, Ex-eigensicher, SIL-gerecht, per Feldbus ansprechbar oder lokal ablesbar – mit dem modularen Druckmessumformer-Konzept Pascal CV deckt Labom all diese Themen über eine einzige Plattform ab.

Der Autor: Manfred Diers Leiter Vertrieb, Labom

Die Druckmessung ist eine der häufigsten Messaufgaben in der Verfahrenstechnik, aber kaum ein Prozess gleicht exakt dem anderen. Individuelle Lösungen sind solchen „von der Stange“ daher meist in Sachen Genauigkeit und Sicherheit überlegen, kosten allerdings meist auch mehr Geld und Entwicklungszeit. Mit Pascal CV hat Labom ein System entwickelt, das Druckmessumformer für verschiedenste Anforderungsbereiche auf der Basis eines gemeinsamen Grunddesigns umfasst. Der Hersteller verbindet so seine jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen mit einem hohen Standardisierungsgrad von Bauteilen und Abläufen. Dadurch können am Lager befindliche Versionen innerhalb weniger Tage geliefert werden. Bei Standardausführungen beträgt die Lieferzeit für Geräte der Pascal-CV-Typenreihen innerhalb Deutschlands maximal zwei Wochen, wenn es sich um Sonderausführungen handelt maximal vier Wochen. Mit den kurzen Lieferfristen unterstützt Labom Anlagenbauer und -betreiber bei der schnellen Aus- und nicht zuletzt Nachrüstung von Prozessen mit einer hohen Zahl von Druckmessstellen.
Genau und flexibel
Alle Pascal-CV-Typenreihen messen Relativ- und Absolutdrücke von Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten mit einer Genauigkeit von ≤ 0,15 % der Spanne und einer Wiederholbarkeit von ≤ 0,05 % des Nennbereichs. Sogar bei einem Turndown von 5:1 kann die Genauigkeit von ≤ 0,15 % der Spanne gewährleistet werden. Der Temperaturfehler liegt in der Standardausführung bei ± 0,15 %/10 K vom Nennbereich im Temperaturbereich von 0 bis 60 °C.
Pascal-CV-Druckmessumformer liefern ein 4…20 mA-Ausgangssignal und können optional über das Hart-Protokoll (Rev. 6) oder Profibus PA in eine komplexe digitale Prozesssteuerung eingebunden werden. Die Anbindung an Feldbusse oder eine nachträgliche Umrüstung ist dabei für den Installateur bzw. Anwender einfach zu realisieren. Labom bietet als Basismodule das 4…20 mA-Modul und ein Profibus-PA-Modul an. Weitere Funktionsmodule sind das Hart-Modul, das Anzeigemodul mit einer multifunktionalen fünfstelligen Digitalanzeige und Bargraph sowie das Schaltmodul mit zwei potenzialfreien Kanälen. Das Schaltmodul ist ausgelegt für bis zu 0,5 A Schaltstrom, ist galvanisch nach allen Seiten getrennt und kommt ohne zusätzliche Hilfsenergie aus. Diese standardisierten Bauteile können vor Ort ohne Unterbrechung des Prozesses binnen weniger Minuten in das Gehäuse des Messgeräts eingeschraubt werden und sind anschließend nach dem Prinzip „Plug and measure“ ohne Neuabgleich einsatzfähig.
Das Gehäuse ist volumenoptimiert konstruiert, somit ist ein „Atmen“ durch wechselnde Umgebungstemperaturen kaum gegeben. Zudem sind die einzelnen Funktionsmodule und der Sensorraum komplett vergossen. Hieraus resultiert eine sehr hohe Feuchtigkeitssicherheit, die mit der Schutzart IP 66 angegeben ist.
Für hohe Prozesssicherheit sorgt die kontinuierliche Selbstüberwachung der Elektronikmodule und der Messzelle. Neben den leicht auswechselbaren Funktionsmodulen trägt auch die Vielzahl normgerechter, aber auch herstellerspezifischer Prozessanschlüsse zur hohen Flexibilität und individuellen Konfigurierbarkeit von Pascal CV bei.
Ein Abnahmeprüfzeugnis für das Material sowie ein Kalibrierschein nach DIN EN 10204-3.1 können für alle Pascal-CV-Typenreihen vorgelegt werden. Ebenso ist jede Variante von Pascal CV mit Ex-Schutz nach Atex für Gase und Stäube lieferbar.
Vielseitig kombinierbar
Die Möglichkeit, Basismodule in größeren Stückzahlen zu bestellen und sie dann durch Einbau passender Funktionsmodule zu individualisieren, bietet wirtschaftliche Vorteile vor allem in Anlagen, in denen mehrere verschiedene Druckmessumformer benötigt werden. So konnte ein Hersteller von Ultra-Filtrationsanlagen für die Proteinherstellung in der Pharmaindustrie pro Anlage je zwei Umformer mit Anzeige und einen mit Schaltausgang aus der hygienischen Typenreihe Pascal CV nutzen. Konstruktion, Material und Oberflächengüte der Geräte folgen den Empfehlungen von EHEDG, FDA und GMP. Als hygienische Prozessanschlüsse sind unter anderem DIN 11851, DIN 11864-1, Clamp, Varivent, Hygienic-Tubus, DRD sowie G 1 A mit hygienisch elastomerfreier Abdichtung verfügbar.
Die leichte Kombinierbarkeit mehrerer dieser hygienischen Druckmessumformer über das Profibus-PA-Protokoll ermöglicht dabei sogar „intelligente“ Anwendungen, die über die reine Druckmessung hinausgehen. Ein Getränkehersteller nutzt die Differenzdruckmessung mit zwei Labom-Messumformern an verschiedenen Stellen eines Vorratstanks für eine möglichst genaue Bestimmung der Konzentratmenge, die in den Produktionsprozess abgeleitet wurde. Diese Messaufgabe ist von besonderer Bedeutung, da die geheimen Rezepte der Basiskonzentrate zum wirtschaftlichen Herzstück der Getränkeindustrie gehören.
Auch für schwierige Medien
Die Typenreihen für Standard- und Hygieneanwendungen decken verschiedene Messbereiche von 0…80 mbar bis 0…400 bar ab und können je nach Version bei maximalen Prozesstemperaturen von 90 bis 160 °C eingesetzt werden. Für die chemische und petrochemische Industrie steht eine eigene Reihe zur Verfügung, die Drücke von 0…80 mbar bis 0…400 bar bei Prozesstemperaturen bis 400 °C messen kann. Die mediumberührten Teile der Geräte können in Edelstahl, Tantal, Hastelloy, mit PTFE-Beschichtung sowie in weiteren Sondermaterialien geliefert werden.
Zusammen mit Labom-Membrandruckmittlern in Flanschbauart ist der Druckmessum-former als Kombibar-Gerät einsetzbar in aggressiven, hochviskosen, auskristallisierenden oder zur Ablagerung neigenden Medien. Als Einzelgerät zur Drucküberwachung ist der Ex-sichere Pascal CV aber auch in vielen Anwendungen der Chemie und Petrochemie anzutreffen.
prozesstechnik-online.de/cav0912449

Zusätzliche Sicherheit

Kombibar-System

Bei einem Kombibar-System wird ein elektrischer Druckmessumformer mittels eines Druckmittlers mit einem mechanischen Druckmessgerät so verbunden, dass beide Messgeräte an derselben Stelle des Prozesses messen. Über den Zeiger des mechanischen Manometers kann auch bei einem Stromausfall der Prozessdruck weiterhin abgelesen werden. Mit dem sehr kompakten Pascal CV und einem Varivent-Prozessanschluss realisierte Labom beispielsweise ein Kombibar-System für Druckbehälter in einer Brauerei. Die Kombibar-Lösung sorgt zusammen mit der Selbstüberwachung des Pascal CV, deren integriertes Schaltmodul bei einem Signalaussetzer nach Stromausfall die bei Druckabfall vorgesehenen Maßnahmen auslöst, für doppelte Prozesssicherheit. Der Anwender erhielt durch Einsatz dieses platzsparenden und kostengünstigen Systems eine sofortige TÜV-Zulassung seiner neuen Anlage.
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