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Mehrfache Fernwartung, einfache Bedienung

Webcontroller macht das Wassermanagement komfortabel
Mehrfache Fernwartung, einfache Bedienung

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Wartung und Instandhaltung auszulagern, ist ein anhaltender Trend bei Anlagenbetreibern. Der Webmaster des amerikanischen Herstellers Walchem kommt dem entgegen. Er ist Messumformer, SPS, Datenlogger und Internetzugangspunkt in Einem und sendet und empfängt Informationen über die unterschied- lichen Kommunikationswege. Eine SPS-Programmierung ist nicht notwendig.

Die Autoren: Oliver Brehmer Mess- und Regeltechnik, MPT Meß- und Prozeßtechnik GmbH Andreas Fislage Technische Dokumentation, MPT Meß- und Prozeßtechnik GmbH

Mit den Funktionen Messen, Aufzeichnen und Regeln deckt die Webmaster-Reihe den gesamten Funktionsumfang der Mess- und Regeltechnik für die Wassergüte ab. Ein besonderes Merkmal ist die Fernüberwachung, die den Wartungsaufwand vor Ort erheblich reduziert. Der zur Überwachung zuständige Mitarbeiter muss keinen zeitaufwendigen Kontrollgang außerhalb und innerhalb der Anlage durchführen. Dass Servicepersonal bei kleineren Störungen oder zum routinemäßigen Ablesen von Füllstandswerten nicht mehr zum Betreiber geschickt werden muss, bedeutet weitere Zeit- und Kostenersparnisse.
Der Controller bietet standardmäßig vier direkte Sensoreingänge für die Hauptmessgrößen pH-Wert, Redoxpotenzial, Leitfähigkeit konduktiv und Leitfähigkeit induktiv, Temperatur, Freies Chlor/Brom, Gesamtchlor, Chlordioxid, Ozon, Wasserstoffperoxid und Peressigsäure. Dabei ist jede Kombination aus diesen vier Sensoren denkbar. Sechs digitale Eingänge sind beispielsweise für Wasserzähler, Füllstandmeldungen oder Rückmeldungen von Pumpen nutzbar. Zusätzlich können bis zu acht beliebige externe, auch fabrikatsfremde Messgrößen als 4…20-mA-Signale und bis zu sechs weitere digitale Statusmeldungen verarbeitet werden. Somit arbeitet das Gerät herstellerunabhängig und lässt sich auch leicht in bestehende Anlagen integrieren.
Acht Relais-Ausgänge sind mit einem Leistungsausgang von 230 VAC oder potenzialfrei verfügbar. Eine freie Zuordnung zu den Eingängen ist möglich. Die Ausgänge können als Grenzwertregelung, volumenproportional, als Timer oder Alarm, Steuerausgänge für Dosierpumpen, Magnetventile oder Stellantriebe 230 VAC konfiguriert werden. Weiterhin sind bis zu vier beliebige externe Geräte mit Hilfe von 4…20-mA-Signalen steuerbar. Dazu gehören beispielsweise Servomotoren oder Frequenzumrichter. Alternativ können beliebige Messwerte aus dem Webmaster ausgegeben werden.
Kommunikation mit einem Rechner
Der Webmaster unterstützt alle globalen Kommunikationsstandards: USB-Schnittstellen für ein lokales Notebook (Standard), Ethernet für LAN-Kommunikation (Standard), internes analoges Modem oder internes Mobilfunkmodem (CDMA, GPRS, GSM) für die meisten Mobilfunkanbieter. Dies ermöglicht eine Bedienung via Inter- und Intranet. Dafür muss nicht einmal ein spezielles Programm auf dem Arbeitsplatzrechner installiert sein, abgesehen von einem Standard-Webbrowser, über den die Livedaten betrachtet und die Konfigurationen vorgenommen werden können. Kennwortabfragen sorgen für eine sichere Verbindung und schützen die verschiedenen Bedienebenen, angefangen vom Administrator mit Vollzugriff auf alle Werte und Einstellungen bis hin zur Nur-Leseberechtigung zum reinen Betrachten der aktuellen Messwerte und Schaltzustände.
Die Netzwerkfähigkeit des Webmasters und des Prozessmonitors Webalert desselben Herstellers erlaubt einen besonders effizienten Einsatz ihrer Kommunikationsmöglichkeiten. Mehrere Geräte können untereinander als Sub-Netzwerk verbunden werden. Dies bietet die Möglichkeit, über einen einzigen Internetzugang auf alle diese Geräte zuzugreifen. Hierzu muss lediglich ein Gerät im Netzwerk als Hauptgerät ausgerüstet und konfiguriert werden. Über dieses Gerät kann dann auf alle anderen Einheiten innerhalb des Netzwerks zugegriffen werden.
Eine Online-Demonstration des Webmaster und auch des Prozessmonitors Webalert ist unter http://188.111.83.155:81/ verfügbar. (als Benutzername ist „guest“, als Kennwort „2001“ einzugeben).
Via Modbus, E-Mail, Fax und Mobilfunk
Mit der Modbus-Schnittstelle stellen Webmaster und Webalert einen weltweit bewährten Industriestandard zur Verfügung. Geräte mit einer Modbus-Schnittstelle ermöglichen den Austausch von Prozess-, Parameter- und Konfigurationsdaten mit übergeordneten Steuerungen, Visualisierungstools etc. Die Kommunikation erfolgt nach dem Master/Slave-Prinzip. Der Webmaster/Webalert wird dabei immer als Slave betrieben.
Die Informationen sind aber nicht nur über die Benutzeroberfläche per Computer abrufbar – Webmaster und Webalert können so konfiguriert werden, dass die Infos auch per E-Mail, Fax und SMS verteilt werden können. Daten, Messwerte, Füllstände und Betriebsberichte werden automatisch per E-Mail oder Fax geschickt. Zeitabstand und Datenbestand können zuvor beliebig konfiguriert werden. Grenzwertverletzungen und Alarmzustände können per SMS an bis zu drei Mobilnummern verschickt werden.
Einsatz im Feld
Eine beispielhafte Anwendung für den WebMaster ist die Steuerung einer Kühlwasser-Aufbereitungsanlage. In einer kürzlich von MPT ausgelieferten Aufbereitungsanlage fließt unbehandeltes Kühlwasser in einen dafür vorgesehenen Wassereinlauf und passiert Elektroden für pH, Redoxpotenzial und Leitfähigkeit.
Die Leitfähigkeit geht mit dem Salzgehalt einher. Überschreitet der von der Leitfähigkeits-Elektrode an den Webmaster übermittelte Wert eine definierte Grenze, gibt der Webmaster ein Signal zum Öffnen eines Absalzventils (bauseitige Leistung des Kunden). Dadurch wird das Kühlwasser in einen Kanal entleert. Wenn nach Zuführung von Frischwasser die Leitfähigkeit einen definierten Grenzwert unterschreitet, schließt der Webmaster das Absalzventil.
Überschreitet der von der pH-Elektrode an den Webmaster übermittelte Wert eine definierte Grenze, startet der Webmaster eine Schwefelsäure-Dosierpumpe. In einem nachfolgenden statischen Rohrmischer werden Wasser und Schwefelsäure vermischt. Wenn der pH-Wert eine definierte Grenze unterschreitet, stoppt der Webmaster die Schwefelsäure-Dosierpumpe. Proportional zur Menge des Kühlwassers steuert der Webmaster eine Pumpe zur Dosierung von Inhibitor in das Kühlwasser. Bei fehlendem Wasserstrom stoppt der Webmaster beide Dosierpumpen.
Schaltschrank gespart
Der Webmaster von Walchem ist Messumformer, SPS, Datenlogger und Internetzugangspunkt in einem, versehen mit einem robusten Industriegehäuse der Schutzart IP65. Eine SPS-Programmierung ist nicht notwendig. Da der Controller Magnetventile, Motorkugelhähne und Dosierpumpen direkt schalten kann, sind Schaltschränke teilweise sogar ganz verzichtbar.
prozesstechnik-online.de/cav0713450
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