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Wattestäbchen: Funkenlöschanlage sichert Produktion

Schutzschirm für Wattestäbchen
Funkenlöschanlage sorgt für Sicherheit in der Produktion

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Die Produktion von Wattestäbchen ist mit zahlreichen Herausforderungen und Brandrisiken verbunden. So können sich die feinen Fasern in der Anlage elektrostatisch aufladen und sich mit einem Funken selbst entzünden. Deshalb setzt Q-Tips-Produzent Pelz beim Brandschutz auf die Funkenlöschanlage von Grecon.

Pelz stellt im holsteinischen Wahlstedt Hygieneprodukte für den täglichen Bedarf her und ist mit mehr als 700 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Region. Das Unternehmen produziert neben Watteprodukten der Marke Jean Carol die allseits bekannten und beliebten Wattestäbchen Q-Tips für den Einzelhandel. Der Amerikaner Leo Gerstenzang erfand in den 1920er-Jahren das erste Wattestäbchen. Er kam auf die Idee, als er sah, wie seine Frau einen Zahnstocher mit Watte umwickelte, um ihrem Baby die Ohren zu säubern. Die Stäbchen aus Watte werden heute nicht mehr nur zur Reinigung von Babyohren verwendet, sondern auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt, wie z. B. zum Abtupfen von Schminke, zum Entfernen von Nagellack, zum Auftragen von Salben, zum Reinigen von Modellbaueisenbahnen oder einfach zum Basteln.

Unterbrechung nicht erlaubt

Der Vertrieb der Produkte erfolgt direkt an die großen Handelsketten. Dementsprechend strikt sind die Lieferverträge. Matthias Kelch, Leiter Facility Management bei Pelz beschreibt die Situation: „Einen Produktionsausfall können wir uns absolut nicht erlauben. Um eine größtmögliche Verfügbarkeit zu gewährleisten, haben wir daher mehrere Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören zeitlich klar terminierte Reinigungsintervalle und regelmäßige Wartungen der Produktionsanlagen. Darüber hinaus werden alle durch Brände gefährdeten Bereiche des Produktionsbetriebes mit Funkenlöschanlagen überwacht.“

Brandschutz: Keine Kompromisse

Die größte Gefahr bei der Herstellung dieser Hygieneprodukte liegt in der Verarbeitung der sehr feinen Fasern, die schnell in Flammen aufgehen können. Befinden sich im Material Fremdkörper, so besteht die Gefahr, dass durch Reibung eine elektrostatische Aufladung und damit ein Funken entsteht. Eine weitere Gefahrenquelle sind die beweglichen Anlagenteile. Vor allem die Ventilatoren der Absauganlagen können durch Abnutzung und Reibung Ursprung von Funken- und Glimmnestern sein. Die Grecon-Funkenlöschanlage erkennt potenzielle Gefahren blitzschnell und steuert innerhalb von nur 300 ms die Löschautomatik an. „Wir löschen beim ersten Funken – in Sachen Sicherheit gibt es für uns keine Kompromisse“, fasst Matthias Kelch die Aufgabe der Funkenlöschanlage zusammen. Die Alarme der Grecon-Funkenlöschanlage laufen auf der Funkenmeldezentrale auf. Diese befindet sich im ständig besetzten Leitstand.

Herzstück Funkenmeldezentrale

Das Herzstück der Funkenlöschanlagen bei Pelz bildet die prozessorgesteuerte Funkenmeldezentrale CC 7000. Sie führt alle Informationen aus den einzelnen Funkenlöscheinrichtungen zusammen. Die so gewonnenen Daten bilden die Grundlage für alle automatisch ausgelösten Maßnahmen und stehen außerdem dem Anlagenbediener zur detaillierten Abfrage und Beurteilung dauerhaft zur Verfügung. So dienen die in der Datenbank millisekundengenau abgelegten Ereignisse vor allem auch dazu, Alarmhäufungen in Form von Statistiken sichtbar zu machen und damit konkrete Hinweise für das Aufspüren der Ursachen zu liefern.

Hochempfindlicher Funkenmelder

Der FM 1/8 ist ein hochempfindlicher Funkenmelder zum Erkennen von Funken sowie Glimmnestern im präventiven Brandschutz. Der Funkenmelder reagiert auf die infrarote Strahlung des von einer Zündquelle abgestrahlten Lichts. Er ist für Überwachungsbereiche ohne Umgebungslicht konzipiert.

Der Funkenmelder ist bei Pelz an die Funkenmeldezentrale CC 7000 über ein einfaches dreiadriges Kabel angeschlossen. Die Funkenmeldezentrale überwacht die Übertragungswege auf Störungen und prüft die Funktion des Funkenmelders automatisch in programmierten Intervallen. Am Standort in Wahlstedt sind mittlerweile 60 Funkenmelder installiert, die alle gefährdeten Bereiche der Produktion überwachen.

Schlüsselfertige Brandschutzlösung

Die Montage der Funkenlöschanlage wurde zentral von Fagus-Grecon übernommen. Neben der Installation der Funkenlöschanlage beinhaltete die Komplettmontage auch alle begleitenden Arbeiten der Baustelle wie Elektroverkabelung oder Wasserinstallation. Um die ständige Verfügbarkeit der Funkenlöschanlage sicherzustellen, wird die Anlage halbjährlich gewartet. Im Rahmen der Wartung werden sämtliche sicherheitsrelevanten Anlagenteile überprüft, gereinigt und gegebenenfalls ausgetauscht. Diese vorbeugenden Maßnahmen und die damit einhergehende ständige Verfügbarkeit der Anlage werden auch vom Sachversicherer positiv bewertet.

Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG, Alfeld


Autor: Denis Sauerwald

Marketing,

Fagus-Grecon Greten

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