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Staubfreies Abfüllen ultraleichter Pulver in FIBCs

Vakuumverfahren sorgt für eine saubere und schnelle Absackung ohne Lufteinschluss
Staubfreies Abfüllen ultraleichter Pulver in FIBCs

Mit dem Greif-Velox Velovac XL lassen sich ultraleichte Pulver wie Carbon Black und Fumed Silica staubfrei, sicher und kompakt in FIBCs abfüllen. Das Vakuumverfahren sorgt für eine saubere und schnelle Absackung ohne Lufteinschluss, was Logistik- und Transportkosten sowie Produktverlust minimiert und die Arbeitssicherheit erhöht.

Carbon Black und Fumed Silica – diese ultraleichten Pulver bringen sowohl die Elektromobilität als auch den Ausbau erneuerbarer Energien massiv voran. Bislang sind diese Stoffe aufgrund ihrer Beschaffenheit allerdings nur schwer staubfrei, sicher und kompakt in FIBCs (Big Bags) abzusacken. Mit dem Velovac XL bietet die Maschinenfabrik Greif-Velox jetzt eine Lösung.

Das Velovac-Vakuumverfahren sorgt im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen für eine saubere und schnelle Absackung in FIBCs ohne Lufteinschluss, was Logistik- und Transportkosten sowie Produktverlust minimiert und die Arbeitssicherheit erhöht. Gleichzeitig führt die Verwendung der größeren Gebinde zu ökonomischen und ökologischen Vorteilen.

„Ultraleichte Pulver wie hochwertiges Carbon Black sind wichtiger Bestandteil von Lithium-Ionen-Akkus und somit essenziell für den Ausbau der Elektromobilität sowie zum Beispiel für Stromspeicheranwendungen“, sagt Sebastian Pohl, Director Sales & Marketing bei Greif-Velox. „Auch pyrogenes Siliciumdioxid – Fumed Silica – ist ein wichtiger Stoff zum Beispiel beim Ausbau erneuerbarer Energien.“

Das Absacken dieser Stoffe gilt in der Branche als besondere Herausforderung: Durch das geringe Schüttgewicht und hohe Lufthaltevermögen der ultraleichten Pulver resultiert der Absackprozess in der Regel in Verschmutzungen mit hohen Reinigungskosten sowie Gefährdungen der Mitarbeiter. Die Arbeitssicherheit wird beim Velovac XL massiv dadurch erhöht, dass er im Gegensatz zu Pumpenpacker-Systemen mit Unterdruck und nicht mit Überdruck abfüllt, was das Gefährdungspotenzial minimiert.

Bei herkömmlichen Absackverfahren mit Pumpenpackern wird außerdem viel Luft mit eingeschlossen – mit deutlich negativen Effekten auf Füllzeiten und Logistikkosten. „Dieses Problem in der Branche haben wir mit dem Greif-Velox Velovac XL nachhaltig für unsere Kunden gelöst“, so Pohl.

Kein Produktverlust

Saubere Anlagenumgebung, saubere Verpackung: Das Velovac-XL-Vakuumsystem von Greif-Velox bietet eine nahezu staubfreie Absackung mit bis zu 400 % verdichtetem Produkt. Auf diese Weise sparen Anwender drei Viertel der Kosten für Lagerung und Logistik ein. Die Pulver mit Korngrößen von weniger als 200 µm und einem Schüttgewicht von 10 bis 450 g/l werden in einer komplett geschlossenen Vakuumkammer abgefüllt, in der ein atmosphärischer Unterdruck erzeugt wird, der das Produkt in den FIBC saugt.

Den Anwendern geht kein wertvolles Produkt verloren, da eventuell austretender Staub abgesaugt und dem Absackvorgang direkt wieder zugeführt wird. Durch die genaue Prozesssteuerung und das speziell von Greif-Velox entwickelte Wägesystem in der Vakuumkammer ist die Abfüllung bei Unterdruck sehr präzise.

Vier bis zehn Säcke pro Stunde

Der Velovac XL ist hochperformant: Pro Stunde können abhängig vom Aufbau der Produktzufuhr und den Produkteigenschaften vier bis zehn FIBCs abgefüllt werden – in allen gewünschten Sackgrößen mit einem Füllgewicht von bis zu 500 kg.

Im Vergleich zur Absackung in 7,5-kg-Ventilsäcke können Anwender so auf einmal eine bis zu 66-fach höhere Menge in einen FIBC abfüllen, was einer erheblichen Kosten- und Zeitersparnis entspricht. Für Endkunden wird ebenso das Handling einfacher und effizienter: Größere Säcke können schneller bearbeitet und entleert werden; zudem liegen die Kosteneinsparungen für das Verpackungsmaterial bei bis zu 30 %.

Verschiedene Automatisierungsstufen

Der Greif-Velox Velovac XL ist je nach Anforderung in verschiedenen Automatisierungsstufen verfügbar. Bei der ersten Automatisierungsstufe verwendet der Bediener eine mobile Hebebühne, über die der FIBC vor dem Abfüllvorgang in der Vakuumkammer über die Schlaufen an den Haken eingehängt und der Füllstutzen über die Fülllanze gestülpt werden kann.

Über ein Bedienpanel wird die Kammer automatisch pneumatisch geschlossen und geöffnet. Mit einem Stapler kann der FIBC nach dem Abfüllvorgang entnommen und auf eine Palette gesetzt werden.

In der höchsten Automatisierungsstufe ist der Velovac XL als Full-Line verfügbar. In dieser Variante werden durch das vollautomatische Handling im Vergleich zur manuellen Stufe weniger als ein Drittel eines FTE (Vollzeitäquivalent) bei gleicher Ausbringungsmenge benötigt. Lediglich für das Einhängen und den Verschluss des FIBCs wird ein Bediener benötigt; die fest installierte, ein- und ausfahrbare Bedienbühne ermöglicht die ergonomische Bedienung der Anlage.

Der FIBC wird – wie bei der ersten Automatisierungsstufe auch – ohne Palette in der Kammer befüllt, sodass insbesondere hochreine Produkte (z. B. Food Grade oder Medical Grade) weder durch Sägestaub der Holzpalette noch durch andere mögliche Verunreinigungen oder Schädlinge kontaminiert werden.

Nach dem Befüllvorgang wird der FIBC automatisch über eine Transfereinheit auf eine durch das Leerpalettenmagazin bereitgestellte und zuvor austarierte Palette in die FIBC-Übergabestation befördert. Die Palette kann zuvor zum Schutz des FIBC mit einer Folienauflage ausgestattet werden.

In der Übergabeeinheit wird der befüllte FIBC auf der Palette final zur Kontrolle gewogen, sodass im seltenen Fall einer leichten Überbefüllung oder eines Austritts noch Produkt abgesaugt werden kann, bevor der Sack vom Bediener verschlossen wird. Am Ende kann der FIBC sowohl manuell als auch automatisch etikettiert werden.

Zeit-, Produkt- und Kostenersparnis

„Die Anwender profitieren in mehrfacher Hinsicht vom effizienten, sauberen Absackprozess des Velovac XL“, sagt Pohl. „Es kommt zu einer Qualitätssteigerung bei gleichzeitiger Zeit-, Produkt- und Kostenersparnis – was bisher so mit herkömmlichen Anlagen zur Absackung ultraleichter Pulver in FIBC nicht möglich ist. Durch die kompakte Abfüllung in größere Gebinde verringern wir den CO2-Fußabdruck beim Transport der fertigen Produkte unserer Kunden – und bringen gleichzeitig wichtige Zukunftsbranchen voran.“

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: Greif-Velox


Autorin: Carolin Veser

Marketing Manager,

Greif-Velox Maschinenfabrik



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