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Wertvolle Inhaltsstoffe erhalten

Siebmühle mit oszillierendem Mahlsystem im Einsatz bei Remedica
Wertvolle Inhaltsstoffe erhalten

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Das Redesign der MF-Siebmühlen von Frewitt hat sich gelohnt. Das findet jedenfalls das Pharmaunternehmen Remedica, das die Oscillowitt zum Zerkleinern wärmeempfindlicher Feststoffe verwendet. Die Siebmühle liefert ein enges Kornspektrum bei geringem Feinanteil, wartet mit einfacherer Konstruktion bei weniger Komponenten auf und kann mit ihrem modularen Design problemlos in bestehende Anlagen integriert werden.

Autor Roy Housh Director of Sales, Frewitt

Nach Abschluss eines umfangreichen Redesigns konnte Frewitt die Oscillowitt auf der letztjährigen Powtech präsentieren. Gegenüber den Mühlen der MF-Line, die seit Jahrzehnten im Pharmamarkt fest etabliert sind, bietet die bis ins kleinste Detail verbesserte Oscillowitt folgende konstruktive Unterschiede:
  • Ergonomischeres Design von Mühlenkopf und Antrieb bei gleichbleibender, bereits validierter Geometrie der Mahlkammer
  • Verschiebung des Rotorwinkels um 2° nach jeder Pendelbewegung, um einen gleichmäßigen Verschleiß der Rotoren sicherzu-stellen
  • Einfache Wandmontage für Reinrauman-wendungen
  • Drehzahlanzeige auf einem LCD
  • Druckstoßfestes Design für erhöhte Atex-Anforderungen
  • Variabler Oszillationswinkel zur Erhöhung der Durchsatzleistung
Unter den interessierten Messebesuchern am Frewitt-Stand war 2013 auch ein langjähriger Kunde, die zypriotische Firma Remedica – ein Hersteller von Generika in den Darreichungsformen Tabletten, Kapseln, Suppositorien und Syrup. Remedica befindet sich – wie sämtliche Generikahersteller – in einem Markt, der in den nächsten Jahren stark wachsen wird – so belegen es die aktuellen Trendstudien des Pharmamarktes. Gemäß einer Studie, die auf der Interpack 2014 veröffentlicht wurde, können die pharmazeutischen Unternehmen dem Wachstumsbedarf des Marktes begegnen „indem die Maschinen mehr leisten und die Produktion flexibler wird.“ Auf dem Prüfstand steht laut Studie die Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness, OEE). Bestehende Anlagen müssen in dieser Hinsicht modernisiert und optimiert werden“ (Quelle: 2014 E-Convention/Interpack). Das war auch der Anlass für den Messebesuch von Remedica-Mitarbeitern. Das Unternehmen wollte einerseits auf die bekannten Vorteile der oszillierenden Siebmühle der MF-Line nicht verzichten, andererseits brauchte man ein Mahlsystem, das den neuen Anforderungen (Steigerung der Produktionsleistung, Erhöhung der Flexibilität zur Herstellung einer größeren Anzahl Produkte) entspricht.
Die Voraussetzungen stimmen
Bereits zu Beginn war bei Remedica klar, dass man auf dem System der oszillierenden Siebmühle aufbauen wollte, weil die Bediener die Funktion der Maschine bestens kannten, bei der Schulung und Revalidierung keine Kosten anfallen und der Prozess der MF-Line bei der Oscillowitt eins zu eins übernommen werden konnte. Aufgrund der Erfahrung mit der MF- Line und der genannten Argumente ging man bei Remedica davon aus, dass die Planungs- und Realisierungskosten bei einer Einführung der Oscillowitt wesentlich geringer sein würden als bei der Einführung einer Maschine mit einer anderen Technologie. Zudem schätzte man auch den Vorteil, auf der zu evaluierenden Maschine bei Frewitt realistische In-House-Versuche machen und die Produkte im Labor analysieren zu können, um im ganzen Prozess zu sicheren Ergebnissen zu gelangen.
Umsetzung nach Plan
Insgesamt ging es darum, drei Projekte zu realisieren:
  • Zwei Mühlen für den API-Bereich
  • Drei Mühlen mit stufenloser Höhenverstellung und einem Befüllsystem für diverse Gebinde
  • Drei Mühlen mit einem Befüllsystem für verschiedene Gebinde
Um den Wartungsaufwand und die Anzahl der Ersatzteile gering zu halten, wollte man möglichst nur eine Ausführungsvariante der Oscillowitt einsetzen. Erfahrungswerte und Produktversuche zeigten bald, dass die Oscillowitt-6 sämtliche Vorgaben der drei Projekte uneingeschränkt erfüllte und sich zudem aufgrund ihrer hohen Durchsatzleistung empfahl. Die Ausführung der Anlage zum Projekt 1 sollte aus einer mobilen Maschine mit hohem Rahmen (1700 mm) und einem Einlauf DN 300 nach ISO 2852 bestehen, mit der Möglichkeit, diesen an Container von 800 x 800 oder 1000 x 1000 mm anzudocken. Die Anlagen für Projekt 2 und 3 könnten identisch ausgeführt werden, die mobile Maschine in Standardhöhe. Am Einlauf müsste dann ein konischer Trichter mit einem Durchmesser von 315 mm mit Spezialanschluss und ein Auslauf DN 300 mit ProFi-Lun-Anschluss (Sackhalterung) installiert werden.
Insgesamt acht Siebmühlen der Ausführung Oscillowitt-6 wurden termingerecht in der vorgegebenen Qualität gefertigt und einem FAT-Test unterzogen, der nur zwei Tage in Anspruch nahm. Auch die Inbetriebnahme der Siebmühlen erfolgte in jedem Aspekt nach Plan. Die bei Remedica neu installierten Mühlen können im Containment-Level 5 betrieben werden, sind WIP-fähig und erfüllen dank ihrem totraumfreien Design während dem Reinigungsprozess sämtliche Vorschriften.
Schonender Prozess
Wie bei der MF-Line werden auf der Oscillowitt meistens wärmeempfindliche Produkte zerkleinert, da der Prozess aufgrund der niedrigen Drehzahl äußerst schonend ist und sich das Produkt in der Mahlkammer kaum erwärmt. Durch das Vermahlen der Produkte im kalten Zustand, bleiben die Inhaltsstoffe (im Fall von Remedica sind es Wirkstoffe) unverändert. Durch eine konstruktive Anpassung hat das Ingenieur-Team von Frewitt die Vorgaben hinsichtlich des schonenden Mahlprozesses erreicht. Darüber hinaus konnte die Durchsatzleistung gegenüber der MF-Line sogar um 15 % erhöht werden.
Halle 1, Stand 442
prozesstechnik-online.de/cav0914449
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