Schaltpläne problemlos erzeugen. Eplan 21 ebnet den Weg zum Elektro-Engineering - prozesstechnik online

Eplan 21 ebnet den Weg zum Elektro-Engineering

Schaltpläne problemlos erzeugen

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Die Rational AG mit Sitz in Landsberg/Lech ist weltweit führend in der Herstellung von Geräten für die thermische Zubereitung von Speisen in Groß- und Gewerbeküchen. Um den Weltmarktanteil von rund 50 % zu behaupten und noch weiter auszubauen, müssen Produktentwicklung und -herstellung immer wieder dem Stand der Technik angepasst werden. Ein Beispiel ist das Elektro-Engineering. Seit April setzt man bei Rational dazu die Software Eplan 21 ein.

Dipl.-Ing. Martin Witte

Rund 700 Mitarbeiter, davon 200 im Ausland, sorgen bei der Rational AG in Landsberg dafür, dass weltweit Groß- und Gewerbeküchen bei der Zubereitung von Speisen mit leistungsfähigen Geräten unterstützt werden. Die aktuelle Marktpräsenz basiert auf zwölf Grundgeräten in Gas- oder Elektroausführung, die sich in Größe und Ausstattung variieren lassen. Im Juni diesen Jahres wurde das 250 000ste Gerät hergestellt, ein Self Cooking Center. Bei dieser Geräteserie wählt der Koch nur noch das Gargut und bestimmt das Wunschergebnis. Herkömmliche Einstellungen, kompliziertes Programmieren, Überwachen der Garprozesse sowie viele Routinearbeiten entfallen damit. „Auf einmal ist alles ganz einfach“ lautet das Motto.
Dieses Motto schrieb man sich auch für den firmeninternen Entwicklungs- und Fertigungsprozess auf die Fahnen und kam diesem Ziel im letzten April auch ein entscheidendes Stück näher.
Von der Stückliste zur Kundendienst-CD
Der wichtigste Schritt im Elektro-CAD war der vom Zeichnen und Kopieren weg und hin zum Engineering. Dieses Ziel wurde erreicht. Die Prozesskette von der Variantenstückliste, über die Steuerdaten für die Erstellung der Schaltpläne bis hin zur Kundendienst-CD funktioniert. „Auch wenn wir die Eplan-Software bereits seit dem Jahr 1998 einsetzen, kommt die volle Leistungsfähigkeit dieser Software durch unsere Neuorientierung seit April 2004 erst richtig zum Einsatz“, so Roland Hegmann, Produktarchitekt in der Produktentwicklung bei Rational. Änderungen in den Schaltplänen, früher „eine echte Strafarbeit“, laufen heute über Eplan automatisch ab, bei Bedarf auch nachts ohne Aufsicht.
Im Mittelpunkt steht eine Rational-spezifische Lösung der Datenverwaltung in Form einer zentralen Datenbank. Ein neues Variantenstücklistensystem der ConPoint AG für diese Datenbank wurde über das PLM-System axalant (neuerdings Agile ePLM) bereits erstellt. Diese Variantenstücklisten sollten Ausgangspunkt für die Schaltplanerstellung sein. Das Eplan-System musste daher an die zentrale Datenbank angeschlossen werden. Vorteilhaft hierfür ist die API (Application Programming Interface), die eine Sonderprogrammierung im Kern von Eplan 21 erlaubt. Das System und hier insbesondere der Schaltplangenerator ließen sich darüber ohne manuelle Nachbearbeitung der erzeugten Schaltpläne in die geplante Prozesskette einbinden.
Kompakt als PDF-Datei
Der Schaltplangenerator bekommt heute aus dieser Datenbank die entsprechende Steuerdatei und erzeugt daraus die Schaltpläne, die sowohl für die Fertigung als auch für die Dokumentation und den Kundendienst benötigt werden. Diese Schaltpläne werden als PDF-Datei an die Datenbank zurückgegeben und den jeweiligen Geräten zugeordnet. Vorteile des PDF-Formats sind die kompakte Bündelung und das plattformunabhängige Einsehen der Daten. Ein komfortables Betrachten von Projektdaten ist zudem ortsunabhängig möglich. Auch um diese Funktion zu ermöglichen und um Daten zentral zu speichern, werden im Eplan-System selbst keine Schaltpläne abgespeichert, sondern nur in der zentralen Datenbank. Muss ein Schaltplan geändert werden, weil beispielsweise ein neues oder geändertes Bauteil erforderlich wird, beginnt der Ablauf von neuem: Über die geänderte Stückliste wird eine neue Steuerdatei erzeugt, die wiederum den Schaltplangenerator mit den erforderlichen Daten versorgt, der dann automatisch den neuen Schaltplan erstellt und wiederum an die Datenbank im PDF-Format zurückgibt.
Zur Zeit sind bei Rational rund 1200 Gerätevarianten aktiv und es kommen im Schnitt zwei bis drei pro Tag hinzu. Ein Großteil der Varianten wird durch die weltweit vorhandenen unterschiedlichen Spannungen und Frequenzen bestimmt. Diese technischen Daten sind deshalb interessant, weil sie unmittelbar Auswirkungen auf den Schaltplan haben. Zu Beginn der Umstellung vom reinen Zeichnen der Schaltpläne hin zum Elektro-Engineering war der erste Schritt, die Makros, zur Zeit rund 157, in die Zeilen zu schreiben und die Spannungen in die Spalten. Es gab jedoch nicht genug Spalten für die möglichen Spannungsvarianten. Man drehte das ganze bei Rational daher um und schrieb die Spannungen in die Zeilen, die in Excel nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen, und die Makros in die Spalten. Daraus lässt sich erkennen, welche Rolle die verschiedenen Spannungen bei der Schaltplanerstellung spielen.
Zusätzliche Makros wurden für Rational-eigene Schaltzeichen in Eplan erzeugt. Diese und die üblichen DIN-Schaltzeichen werden in allen Schaltplänen, auch den internationalen, eingesetzt. Die Texte sind in Deutsch und Englisch. Falls es vom Kunden gewünscht wird, sind über die Eplan-Software bei Bedarf jedoch mehr als 40 Sprachen verfügbar. Für die Rational-Geräte liegen die VDE- und die UL-Zulassung vor. Es gab keine Verpflichtung, die Schaltzeichen länderspezifisch anzupassen, so dass weltweit die gleichen Schaltsymbole verwendet werden.
Automatisch generiert
Konventionelle Systeme sind häufig zeichen- bzw. blattorientiert und können nur Daten auswerten, die bereits gezeichnet vorliegen. Hier geht man jedoch gerade umgekehrt vor. Den Startpunkt setzt die Materialwirtschaft mit der Stückliste. Mit dem Schaltplangenerator und den in Eplan 21 vordefinierten Makros wird die Schaltplanerstellung nun vom System selbst mit der gelieferten Steuerdatei aus der Datenbank automatisch generiert.
Viele der von Rational hergestellten Geräte basieren auf den exakt gleichen Schaltplänen. Wird eine neue Stückliste erstellt und daraus eine zugehörige Steuerdatei, prüft die zentrale Datenbank, ob nicht bereits hierzu ein Schaltplan vorhanden ist. Ist dies der Fall, wird mit Hilfe des Schaltplangenerators dieser bereits existierende Schaltplan zu Dokumentations- und Fertigungszwecken automatisch ausgedruckt und dem betreffenden Gerät zugeordnet. Für die Klemmenleisten, Steckerkonfektionierung und Kabelbäume, die ebenfalls problemlos und fehlerfrei über Eplan 21 erstellt werden, ist die Anbindung an die zentrale Datenbank in Planung.
Als Fazit zieht Roland Hegmann, „dass der Stand von Eplan 21 in den letzten zwei Jahren sehr professionell geworden ist. Dabei ist mir vor allem die Geschwindigkeit der Software mit ihrem sehr guten Antwortverhalten, dem Seitenaufbau, der ergonomischen Bedienoberfläche aufgefallen. Die neue Version 4.2, die auch demnächst bei uns installiert wird, zeigt nochmals einen Fortschritt in Richtung Bedienerkomfort und Funktionalität. In unserem PLM-Verbund setzen wir das Tool Eplan 21, zusammen mit unserer Rational-spezifischen Datenbanklösung seit April dieses Jahres ein – mit dem Ergebnis, dass wir seitdem unsere Effizienz bereits um mindestens 50 % erhöhen konnten.“
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