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Startschuß für ChemCologne

Initiative zur Förderung und Zukunftssicherung des Chemiestandorts Köln/Bonn
Startschuß für ChemCologne

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Anläßlich des Chemieforums ’99, das am 26. Februar dieses Jahres in Köln stattfand, starteten Partner aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Initiative ChemCologne. Vorrangiges Ziel dieser Initiative ist es, die für die chemische Industrie idealen Bedingungen des traditionsreichen Standorts transparent zu machen, neue Investoren zu überzeugen und so ein Signal für die Zukunft des bedeutenden Chemiestandorts zu setzen.

Partner der Initiative ChemCologne sind bislang die Chemieunternehmen der Region Köln/Bonn, der Arbeitgeberverband Chemie Köln, die Region Köln/ Bonn und Nachbarn e.V., das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung NRW GmbH sowie die Städte Köln, Bonn, Leverkusen und Hürth. Neben der Bayer AG werden eine ganze Reihe weiterer Chemieunternehmen (Exxon, Esso, Shell, Elenac, Wacker-Chemie, EC Erdölchemie, Akzo Nobel, Creanova Spezialchemie, H.T. Troplast) bei ChemCologne vertreten sein.

Als wichtigste Ziele der Initiative definierten die Verantwortlichen
• die Sicherung und Stärkung der Chemischen Industrie in der Region Rheinland,
• die Entwicklung der Umfeldbedingungen für Industrieansiedlungen,
• die Förderung der Verbundstrukturen der chemischen Industrie und die Unterstützung betrieblicher Kooperationen zwischen der Chemie und der regionalen Wirtschaft sowie
• die Erhöhung der Innovationskraft in der Region Rheinland durch Intensivierung des Wissenstransfers und Bildung von Netzwerken mit den regionalen Gründer- und Technologiezentren.
Minister Steinbrück sagte anläßlich der Unterzeichnung des Abkommens für die Landesregierung zu, sich finanziell an der Einrichtung eines Büros zu beteiligen, das Ansprechpartner für Investoren sein soll.
Ein starker Standort
Die Region Rheinland gehört zu den führenden Standorten der chemischen Industrie in Europa. Zu ihr gehören die großen Städte Köln und Bonn samt Umland. Rund 150 Firmen aller Größen haben sich hier angesiedelt, von Wesseling bis Dormagen, von Leverkusen bis Troisdorf. Hierzu gehören die Firmen Bayer, BASF, Rhone-Poulenc, Shell, Degussa-Hüls, Agfa und DEA, um nur einige zu nennen. Sie alle nutzen die günstigen Standortbedingungen. Darüber hinaus bietet die Region Raum für die Ansiedlung neuer Unternehmen aller Chemiesparten inmitten eines gewachsenen und gefestigten Chemiestandortes, der über 320 000 Arbeitsplätze in der Region sichert.
Nicht zufällig siedeln sich seit Jahrzehnten große Chemieunternehmen am Rhein zwischen Leverkusen und Bonn an. Die Region liegt zentral im Herzen Europas. Die Marktpartner – Kunden und Lieferanten – sind in unmittelbarer Nähe. Und auf den globalen Märkten sind Kooperationen und strategische Allianzen zunehmend ausschlaggebende Wettbewerbsfaktoren. Die Region verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und zahlreiche Verbünde.
Synergien nutzen
Die unmittelbare Nachbarschaft von Unternehmen der gleichen Sparte hat vielfältige Synergien entstehen lassen. Auch renommierte Forschungseinrichtungen sind hier ansässig. Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten in zahlreichen Kooperationen. Zudem können selbst Spezialanbieter auf ein großes Potential an gut ausgebildeten Fachleuten zugreifen.
Auch innerhalb der Branche ist die Mischung vielfältig: Konzernunternehmen, Mittelständler und junge innovative Firmen ergänzen sich. Die Branche erwirtschaftet allein im Kammerbezirk Köln einen Jahresumsatz von annährend 30 Milliarden Mark. Seit acht Jahren ist die Chemie in der Region ununterbrochen auf Wachstumskurs, rund 80 000 Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in den Chemiebetrieben. Jeder dieser Arbeitsplätze schafft durchschnittlich drei weitere in der Zulieferindustrie, bei den großen Energieversorgern und bei Serviceunternehmen. Die Chemieindustrie hat das Wirtschaftsleben in ganzen Stadtteilen geprägt. So sind vielerorts die Mitarbeiter der Chemiefirmen die Hauptabnehmer von Handel und Gewerbe.
Im Verbund
Daß dies so bleibt und die chemische Industrie weiterhin auf die Region setzt, dafür sprechen gewichtige Standortvorteile. So profitiert vor allem die chemische Grundstoffindustrie von einer Verbundproduktion. Ein umfangreiches Netz von Pipelines für Grundstoffe und Zwischenprodukte zieht sich durch die Region. Sie transportieren Rohöl und Rohstoffe von Rotterdam über Köln bis nach Ludwigshafen. Und über Verbundleitungen tauschen die ansässigen Unternehmen mehr als ein Dutzend verschiedener Produkte aus. So werden Chlor, Ethylen, Propylen, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid über dieses Pipelinesystem transportiert. Weitere Pipelines liegen zwischen der Shell-Raffinerie in Köln und dem benachbarten Werk der Elenac in Wesseling. Das Gemeinschaftsunternehmen von BASF und Shell produziert Kunststoffe, Harze und Kautschuk. Die Shell-Raffinerie liefert petrochemische Ausgangsprodukte. Im Gegenzug gibt Elenac Nebenprodukte der Kunststoffherstellung wie Wasserstoff und Kohlenwasserstoffe wieder an die Raffinerie zur Weiterverarbeitung ab.
Raum und Unterstützungfür Neuansiedlungen
Die Region bietet ausgewiesene Industrieflächen mit hervorragender Infrastruktur. Beispielsweise stehen im Industriepark Köln Nord mehr als 100 Hektar Industrie- und Gewerbefläche, unter anderem für die Ansiedlung chemischer Industriebetriebe, zur Verfügung. Die Region als industriefreundliches Umfeld ist ebenfalls Vorbild für die Chemieparkkonzepte, beispielsweise in Knapsack, wo fast 30 Hektar Industrieflächen für Neuansiedlungen bereit stehen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Werke der Energieversorger RWE Energie AG und Rheinbraun AG, die ebenfalls Freiflächen auf ihrem Gelände anbieten. Auch die Bayer AG hat ein Chemieparkkonzept für die Werke in Leverkusen und Dormagen entwickelt.
Politik und öffentliche Verwaltung stehen zur Chemie in der Region. Genehmigungsverfahren werden schnell und unbürokratisch abgewickelt. Von der Antragstellung bis zum Bau einer Anlage vergehen maximal sechs Monate.
Zudem unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Köln junge innovative Unternehmen und Neugründungen. Im Bereich Bio- und Gentechnik wurden allein 1997 rund 50 Millionen Mark dafür aufgewendet. In der Region gibt es bereits mehr als 40 Unternehmen, die ausschließlich im Bereich Biotechnologie tätig sind. (St)
Weitere Informationen cav-200
ChemCologne aus Sicht der Bayer AG
„Wer heute im globalen Wettbewerb bestehen möchte, der muß auch neue Wege gehen. Die Initiative „ChemCologne“ als Partnerschaft zwischen Industrie, Politik und Verwaltung ist eine solche Idee. Gemeinsam möchten alle Beteiligten die Region Rheinland – besonders auch im Ausland – als attraktiven Standort bekannt machen und vermarkten. Das Ziel ist, Investoren für diese größte deutsche Chemieregion zu gewinnen.
Bayer als weltweit tätiges Chemieunternehmen öffnet sich verstärkt für Kooperationen und strategische Allianzen. Eine Konsequenz daraus: Wir haben für die deutschen Werke in Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Brunsbüttel ein Chemiepark-Konzept entwickelt. Mit ihren kompletten Infrastruktureinrichtungen bieten die Standorte dafür gute Voraussetzungen. Besondere Möglichkeiten ergeben sich für Partnerfirmen vorzugsweise der chemischen Industrie, die auf Bayer-Gelände Anlagen bauen oder mieten und die vorhandene Infrastruktur sowie das vielfältige Rohstoff- und Service-Angebot nutzen. In Leverkusen gibt es derzeit sechs unabhängige Unternehmen im Chemiepark, in Dormagen sind es neun.
Im Rahmen von „ChemCologne“ sehen wir über unsere eigenen Aktivitäten hinaus eine weitere Möglichkeit für die Suche nach passenden Partnern.“
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