Dielektrizitätskonstante. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Dielektrizitätskonstante

Anzeige

Formelzeichen: εr, Einheit: dimensionslose Größe.

Die relative Dielektrizitätskonstante ist eine für jeden homogenen Werkstoff spezifische physikalische Stoffgröße.

Moleküle mit elektrischer Dipoleigenschaft (Dipol) richten sich im elektrischen Feld aus und erhöhen dadurch die Feldstärke, die zwischen zwei elektrisch geladenen Leitern besteht. Die Dielektrizitätskonstante gibt das Verhältnis zwischen den Feldstärken an, die bei bestimmter elektrischer Spannung eines Kondensators zwischen den Leitern auftreten, wenn der Zwischenraum mit dem jeweiligen Material ausgefüllt oder leer ist (Vakuum).

Prinzipiell gibt die Dielekrizitätskonstante Auskunft über die Erhöhung der Kapazität eines Kondensators beim Einbringen eines Dielektrikums in das elektrische Feld.

Mit der Dielektrizitätskonstante steigt die dielektrische Erwärmung eines dielektrischen Stoffes in einem elektrischen Wechselfeld an.

Beispiele für εr-Werte: Vakuum: 1, Paraffin: 2, Glas: 5-15, PMMA: 3, Papier: 2, Wasser: 82, Ethanol: 24, Öl: 2, Luft: 1,000592.

Die elektrische Kapazität C eines Plattenkondensators im homogenen elektrischen Feld errechnet sich nach C = εr x ε0 x A/d, mit A = Plattenfläche und d = Plattenabstand und ε0 = 8,85 x 10-12 F/m als elektrische Feldkonstante.

Bei Polymerwerkstoffen richtet sich die Dielektrizitätskonstante nach dem Aufbau des jeweiligen Werkstoffs.

Unpolare Polymere, wie PE, PS und PTFE, haben ein hohes Isolationsvermögen und eine sehr niedrige Dielektrizitätskonstante bzw. auch eine minimale Wärmeverlustwirkung (hier: dielektrischer Verlustfaktor), da sich die Dipole in der Struktur kompensieren. Polare Polymere, wie PMMA, PA, PVC etc., haben deutlich höhere Dielektrizitätskonstanten, höhere Wärmeverluste und ein geringeres Isoliervermögen.

Tab. D 4: Dielektrische Eigenschaften verschiedener Kunststoffe nach DIN 53483 (Abk.: siehe Nomenklatur von Kunststoffen). (Quelle: K. Biederbick, Kunststoffe, Vogel Verlag, Würzburg, 1970)
Polymer Dielektrische
Konstante εr
Dielektrischer
Verlustfaktor
PE 2,3 0,0001
PP 2,4 0,0004
PVC 3,3 0,02
PTFE 2 0,0004
PVdF 8 0,008
PA 3,5 0,02
ABS 3,3 0,015
PS 2,6 0,0002

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

Anzeige

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Pharma-Lexikon

Online Lexikon für Pharma-Technologie

Prozesstechnik-Videos

Hier finden Sie alle aktuellen Videos

Prozesstechnik-Kalender

Alle Termine auf einen Blick

Top Produkt

Wählen Sie Ihr Top-Produkt und gewinnen Sie monatlich einen unser attraktiven Preise.
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de