Mikrogeometrische Aufrauung. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Mikrogeometrische Aufrauung

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Sammelbegriff für Vorgänge oder Bearbeitungsprozesse an Oberflächen aus austenitischen Edelstahllegierungen mit dem Ergebnis, signifikante Änderungen der mikrogeometrischen Struktur (Mikrogeometrie) herbeizuführen.

Dies sind im Einzelnen z. B. minimale Korngrenzenangriffe (Korngrenze) beim chemischen Überbeizen (Chemisches Beizen), selektive Abtragsraten an Kornebenen bei der Elektrolyse bzw. beim elektrochemischen Polieren im Stromdichte-Grenzbereich aktiv / passiv (nach der Stromdichtepotenzialkurve des Elektrolyseprozesses) in einem entsprechenden Elektrolyten oder flächige Korrosionswirkungen (Flächige Korrosion) wie z. B. bei Rougingwirkungen (Rouging).

Durch den gezielten Prozess der chemischen Überbeizung bzw. des elektrochemischen Polierens mit Stromdichten im aktiven Bereich werden Kornstrukturen der Edelstahllegierung für die lichtmikroskopische Betrachtung (V = 100–200 x) leichter sichtbar gemacht.

Die mikrogeometrischen Aufrauungen beeinflussen die Rauheitswerte um etwa 10–15 % (z. B. Ra = 0,4 µm → 0,45 µm) und die Reflexionswerte (Reflexionsgrad) um ca. 20–30 % (z. B. K = 57 % → 46 %). Die funktionalen Eigenschaften der Edelstahloberflächen (z. B. Reinigungsverhalten) werden durch diese Prozesse meist nur in geringem Umfang in Mitleidenschaft gezogen.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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