Schlechte Laune im Büro hat keine Chance

Mit sechs Tipps aus dem Stimmungstief

Sechs Tipps, mit denen schlechte Laune im Büro keine Chance hat (Bild: fotomek-Fotolia.com)
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Wer in gereizter oder deprimierter Stimmung Kaltakquise-Telefonate oder Verkaufsgespräche führt, wird wahrscheinlich keinen Erfolg haben. Doch schlechte Laune ist kein Schicksal. Mit ein paar körperlichen und mentalen Techniken kann sie neutralisiert werden. Sechs Tipps, mit denen Sie der schlechten Laune im Büro den Kampf ansagen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es möglich ist, die eigene Stimmung positiv zu beeinflussen. Denn es gibt mehrere wirksame Instrumente, um die eigenen Emotionen zu steuern. Fachleute bezeichnen deren Anwendung als „Stimmungsmanagement“. Das bedeutet: Ab sofort sind wir unserer eigenen schlechten Laune nicht mehr hilflos ausgeliefert.

Einige der Werkzeuge sind der bewusste Einsatz der Körpersprache, Atemtechniken, innere Leitsätze, Achtsamkeit, Selbstakzeptanz und die Wahrnehmung der eigenen Gefühle. Mehr Informationen zu den einzelnen Instrumenten:
Auf nonverbale Kommunikation setzen
Die Körpersprache dient in der menschlichen Gesellschaft dazu, den Inhalt von Äußerungen zu unterstützen, wörtliche Rede zu ersetzen, Gefühle auszudrücken, Einstellungen anderen Menschen gegenüber kund zu tun und etwas über die eigene Person mitzuteilen. Wenn die sprachlichen Äußerungen eines Gesprächspartners von den Körpersignalen abweichen, haben wir das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Nichtsprachliche Signale wirken immer stärker als Gesagtes. Nicht umsonst heißt es: „Der Körper kann nicht lügen.“
Atmen Sie Ihre schlechte Laune weg
Unsere Lungenbläschen sind eng von den Fasern des vegetativen Nervensystems umgeben. Diese steuern über das Mittelhirn zahlreiche Körperfunktionen, die keiner bewussten Entscheidung unterliegen, sondern quasi automatisiert ablaufen. Dazu gehören das Herz-Kreislaufsystem, der Herzschlag, der Blutdruck und auch die Stimmung. Dehnen sich die Lungenbläschen bei tiefen Atemzügen aus, senden die Fasern Impulse an das vegetative Nervensystem. Dadurch wird der gesamte Organismus beeinflusst. Ein Entspannungsgefühl macht sich bei kontinuierlich tiefer Bauchatmung breit. Der Puls sinkt. Der Einfluss der Atmung zeigt sich insbesondere in Stress-Situationen: Wer aufgeregt ist, atmet unregelmäßig und verkrampft. Manche Menschen verfallen sogar in eine hechelnde, oberflächliche Schnappatmung. Zwingen Sie sich in solchen Situationen, tief in den Bauch zu atmen, sinkt der Stresspegel. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie wirklich tief genug atmen: Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl oder legen Sie sich hin. Platzieren Sie eine Hand beim Atmen auf den Unterbauch. Hebt und senkt er sich deutlich spürbar, machen Sie es richtig.
Positive innere Leitsätze festlegen
Kennen Sie Ihre inneren Selbstgespräche? Bei vielen Menschen sind diese sehr entmutigend. Schon beim morgendlichen Blick in Spiegel tönt es gehässig im eigenen Kopf: „So kannst du nicht auf die Straße gehen. Deine Haare sitzen schlecht und du hast dicke Ringe unter den Augen.“ Und weiter geht es beim Frühstück: „Iss bloß nicht so viel Nutella. Du weißt ja, dass du sowieso schon zugenommen hast.“ In beruflichen Zusammenhängen warnt die Stimme vielleicht davor, sich zu viel zuzutrauen und besser im gewohnten Terrain zu bleiben, denn „Das schaffst du doch nie!“ Was glauben Sie, wie sich solche Gedanken auf die augenblickliche Stimmung und Ihr Selbstwertgefühl auswirken? Zum Glück gibt es wirksame innere Leitsätze, die Ihnen dabei helfen, die eigenen Gefühle in eine positive Richtung zu lenken, Ihre Stimmung zu verbessern und Ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Ist Ihr Geist mit den positiven, selbstbejahenden Sätzen erfüllt, haben destruktive und zerstörerische Gedanken keinen Raum mehr. Durch das häufige Wiederholen der Sätze werden unsere Gedanken umprogrammiert. Gleichzeitig ändern sich Gefühle und Verhalten. Beispiele für positive innere Leitsätze: „Ich bin im Hier und Jetzt und spüre, wie die Luft wie von selbst in meinen Körper hinein- und wieder herausströmt“ oder „Meine negativen Emotionen lasse ich los und erlaube mir, mich gut zu fühlen“ oder, ganz wichtig „Ich akzeptiere, achte und liebe mich selbst so, wie ich bin.“
Erhöhen Sie Ihre Achtsamkeit
Unter „Achtsamkeit“ wird eine akzeptierende, offene Haltung gegenüber allen Wahrnehmungen des gegenwärtigen Augenblicks verstanden. Es ist dabei wichtig, wertungsfrei und gelassen gegenüber äußeren Ereignissen, körperlichen Vorgängen, aber auch gegenüber Gedanken, Gefühlen, Phantasien und Erinnerungen zu bleiben. Diese Ausrichtung auf die Erfahrung im gegenwärtigen Moment übt eine beruhigende Wirkung aus.
Konzentrieren Sie sich in Ihrem Erleben und im Aufnehmen von Sinneseindrücken auf das Hier und Jetzt, haben Sie eine direkte Verbindung mit der gegenwärtigen Welt. Begegnen Sie einem anderen Menschen wie beispielsweise einem Kunden oder einem Kollegen, sollten Sie sich mental ganz auf ihn einlassen. Nur so können Sie erfahren und erspüren, wie er sich gerade fühlt, was seine Ziele und was seine Bedürfnisse sind. Auf diese Wahrnehmungen können Sie dann entsprechend reagieren.
Stärken Sie Ihre Selbstakzeptanz
Wer sich selbst mag und sich mit der eigenen Person angefreundet hat, kann selbstbewusster, entspannter und freundlicher auf andere Menschen zugehen. Niemand wird mit der Fähigkeit zur Selbstannahme und Selbstliebe geboren: Sie muss erworben werden – auch im Erwachsenenalter noch. Es geht darum, sich selbst ein Freund/eine Freundin zu werden. Eine Freundschaft zwischen zwei Menschen muss sich entwickeln, muss wachsen. Ebenso kann die Selbstannahme gepflegt werden. Das bedeutet, sich selbst so zu behandeln, wie Sie von einem guten Freund beziehungsweise einer guten Freundin behandelt werden möchten.
Konzentration auf eigene Emotionen
Möchten Sie Ihr Einfühlungsvermögen verbessern, geht es zunächst darum, sich auf Ihre eigenen Emotionen zu konzentrieren. Das ist gar nicht so einfach, insbesondere dann, wenn Sie gerade aufgewühlt sind. Der Schlüssel zu einem bejahenden, freundlichen und akzeptierenden Umgang mit anderen ist das Wieder-Fühlen-Lernen. Denn in der Kindheit lernen die meisten Menschen, ihre Emotionen zu unterdrücken.
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