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Mehr Sicherheit

BGR-gerechte Förderschläuche für den Ex-Bereich
Mehr Sicherheit

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Beim Fördern von Feststoffen und Flüssigkeiten laden sich Schlauchleitungen elektrostatisch auf. Die Entladung birgt dann ein hohes Gefahrenpotenzial. Die elektrisch leitfähigen und ableitfähigen Schlauchkonstruktionen von Norres entsprechen den gesetzliche Vorschriften und Richtlinien zur Sicherung der Gefahrenquellen und tragen so zum störungsfreien Betrieb der Gesamtanlage bei.

Elektrostatische Aufladung entsteht durch die Reibung des Fördergutes an der Schlauchwandung sowie innerhalb des Mediums. Die Höhe der Aufladung wird durch die Leitfähigkeit des Mediums, die Strömungsgeschwindigkeit und die Stoffgemische selbst bestimmt. Hauptgefahren sind:

  • Zündfähige Entladungen, die explosionsfähige Gemische von Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben entzünden
  • Fehlverhalten durch Schreckreaktionen, wenn sich Aufladungen über den menschlichen Körper entladen
  • Prozessstörungen, wenn das Fördermedium an der Schlauchwandung anhaftet
  • Störungen von Mess- und Regelgeräten
Der erste Punkt ist über verschiedene nationale und internationale Vorschriften geregelt. Zwei der wichtigsten Vorschriften sind die Deutsche Regel der Berufsgenossenschaft Nr. 132 und die Atex-Richtlinie 94/9/EG. Die anderen Gefahrenpunkte liegen weitgehend im Ermessen des Anwenders. Auch hier steigen die Qualitätsanforderungen an die Geräte im Ex-Bereich permanent. Gerade auf den Förderschlauch, der innerhalb des Prozesses hohen dynamischen Beanspruchungen ausgesetzt ist, muss Verlass sein. Das Norres-Programm wird unterschiedlichen Ansprüchen gerecht. Aus der Protape- und Airduc-Baureihe und den Klemmprofilschläuchen wurden einzelne Typen so weiter entwickelt, dass sie den jeweiligen Anforderungen und Sicherheitsvorschriften entsprechen.
Schlauchleitungen gemäß PTB
Laut BGR 132 müssen leitfähige Stoffe einen Oberflächenwiderstand #104 Ω haben. Ableitfähig sind Stoffe mit Werten zwischen 104 Ω und 109 Ω. und isolierend ist ein Stoff, der weder leitfähig noch ableitfähig ist. Für Schläuche gelten jedoch nach Definition durch die PTB unter Bezug auf die Normen für Flüssigkeitsschläuche eigene Werte und konstruktive Regeln. Ein Schlauch ist leitfähig mit einem Widerstand ,103 Ω/m. Der Airduc PUR 355 EL entspricht diesen Anforderungen. Die Wandung besteht aus elektrisch leitfähigem Ester-Polyurethan. Der Durchgangswiderstand und der Oberflächenwiderstand des Schlauches liegen bei ,103 Ω/m. Der sehr robuste und abriebfeste Schlauch eignet sich besonders für die Förderung von abrasiven Stoffen wie Pulver, Spänen und Granulaten im explosionsgefährdeten Bereich.
Airduc-Schlauchkonstruktionen zeichnen sich durch eine in der Wandung fest eingegossene Federstahldrahtspirale aus und werden spiralförmig verschweißt. Bei Erdung der Spirale ist der Schlauch ableitfähig gemäß BGR 132. Er ist innen sehr glatt, axial sehr steif aber dennoch flexibel. Besonderer Vorteil des Airduc PUR 355 EL: Die Schläuche verfügen über eine definierte makroskopische Innenwellung. Dadurch steigt die Förderleistung im Gegensatz zu innen vollkommen glatten Schläuchen. Auf der Schlauchoberfläche setzt sich kaum mehr Fördermedium ab, was auch die übrigen Gefahrenpunkte entschärft. Die strömungsoptimierte Profilform garantiert niedrige Druckverluste. Das reduziert die Gebläseleistung und somit Betriebskosten. Durch gezielte Verstärkung an den primären Verschleißstellen können auch scharfkantige Medien gefördert werden. Erhöhte Druck- und Vakuumfestigkeit und gute Chemikalien-, UV- und Ozonbeständigkeit ermöglichen den Einsatz an Industriestaubsaugern, Granulatfördergeräten, Verdichtern und Kompressoren im Ex-Bereich.
Für aggressive Medien
Zur Absaugung von aggressiven gasförmigen Medien wie Dämpfen und Rauch oder leichten Stäuben im Ex-Bereich eignet sich der Folienschlauch Protape PE 322 EL. Er hat einen in der Wandung eingebetteten Federstahldraht und wird aus Bandmaterial spiralförmig verschweißt. Dank seiner Wandung aus elektrisch leitfähigem Polyethylen sind der Durchgangs- sowie der Oberflächenwiderstand des Protape PE 322 EL u003C103 Ω/m. Er ist extrem flexibel, dank gleichmäßiger Faltenbildung stauchbar und verfügt über ein geringes Gewicht, ist gleichzeitig dabei abknicksicher. Das extrudierte Folienband ermöglicht eine gezielte Verstärkung. Das patentierte Schweißverfahren sorgt für eine stoffschlüssige und sichere Verbindung. Bei Erdung der Federstahldrahtspirale ist der Schlauch ableitfähig gemäß BGR 132.
Für hohe Temperaturen
Schläuche mit einem Widerstand von u003E103 Ω/m und u003C106 Ω/m sind gemäß PTB-Definition ableitfähig. Hierzu zählen auch Schläuche aus isolierenden Materialien, deren leitfähige Einlagen bestimmte konstruktive Werte erfüllen und deren Ableitwiderstand u003C106 Ω/m ist. Der CP Viton 459 EL hat einen Durchgangs- und Oberflächen-widerstand u003C104 Ω/m. Gemäß BGR 132 und PTB-Richtlinie ist er ableitfähig bei Erdung der Spirale. Er hat eine patentierte Klemmprofilkonstruktion. In dem Klemmprofil wird Viton-beschichtetes Polyestergewebe zweilagig spiralförmig verklemmt. Ein eingelegter Draht verhindert das Herausrutschen und sorgt für zugfestes Verklemmen der Wandung im Profil. Durch das äußere Klemmprofil verfügt der CP Viton 459 EL über einen Scheuerschutz. Seine gute Laugen- und Säuren- sowie Chemikalienbeständigkeit empfehlen einen Einsatz im Ex-Bereich in der Chemiebranche. Im Gegensatz zu Airduc- und Protape-Schlauchkonstruktionen, deren Einsatz im Temperaturbereich von -40 bis +90 °C bzw. -35 bis +80 °C möglich ist, kann der CP Viton 459 EL bis zu 210 °C eingesetzt werden. Die Klemmprofilkonstruktion eignet sich für das Fördern von aggressiven Feststoffen sowie für gasförmige Medien wie Dämpfe und Rauch, als Faltenbalg und Kompensator sowie für Entstaubungs- und Absauganlagen.
Leitfähige Schläuche müssen durch geeignete Kupplungssysteme ein Vertauschen mit isolierenden Schläuchen (Widerstand u003E106 ΩW/m) zwingend verhindern. Beispielsweise sind Vollkunststoffschläuche mit einer Erdungslitze in fast allen Fällen nur isolierend, weil die laut Vorschrift geforderte maximale Wandstärke zwischen Schlauchinnenseele und äußerer Erdungslitze zu groß ist und/oder die Anordnung bzw. Überdeckung der Erdungslitze auf der Schlauchoberfläche nicht mit den Anforderungen der BGR 132 übereinstimmt. Norres führt die Schlauchanschlussteile sowie die Connect-Teile als verwechselungssichere Schlauchkupplungen aus. Nach der Erdung zwischen Schlauch und Anschlussteil werden standardisierte und kundenspezifische Kupplungssysteme unlösbar miteinander verbunden.
cav 461

Ex-Schutz im Betrieb
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