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Palettierroboter stapelt offene Trays und Steigen auf Europaletten

Bis zu 20 Trays pro Minute
Palettierroboter stapelt offene Präsentationskartons

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Paro-Palettierroboter sind robust und langlebig. In einer komplexen Palettieranlage, die Roteg aus Dortmund für einen Hersteller von Milchprodukten entwickelt hat, spielen sie eine zentrale Rolle. Alles Wichtige über Aufbau, konstruktive Besonderheiten und Leistung der Anlage finden Sie hier.

Ein deutscher Hersteller von Milchprodukten wollte den Automationsgrad seiner Prozesskette erhöhen. Erreicht wurde das Ziel mit einer Palettierlösung von Roteg aus Dortmund, mit deren Hilfe fertige Trays und Steigen auf Paletten gestapelt und versandbereit gemacht werden.

Drei Palettierroboter auf Wunsch

Gleich drei Paro-Palettierroboter für drei unterschiedliche Produktlinien sind nun seit Ende 2017 im Einsatz. Alle drei sind Teil einer komplexen Palettieranlage, die auch Packstück- und Palettenfördertechnik beinhaltet. Roteg hat die Anlage nach den Vorgaben des Kunden geplant und maschinenbaulich umgesetzt.

Palettiert werden Trays und Steigen, also offene Präsentationskartons, mit unterschiedlichen Produkten. Diese können nicht angesaugt werden, weshalb ein Untergreifer zur Anwendung kommt, der die Packstücke sicher von der Fördertechnik aufnimmt und auf der Palette abstellt.

Die Fördertechnik läuft über weite Strecken auf über 2 m Höhe. Am Ende wartet eine Abnahme mit Pusher, die die Kartons in die richtige Position für den Greifer bringt. Diese Abnahme hat das Dortmunder Unternehmen kundenspezifisch konstruiert. So können vier bis fünf Kartons gleichzeitig palettiert werden, wodurch sich die Palettierleistung auf bis zu 20 Trays pro Minute erhöht.

Untergreifer nimmt Packstücke auf

An der Abnahme nimmt der Roboter mithilfe eines Untergreifers die Packstücke auf. Dabei schieben sich mehrere dicht beieinanderstehende Zinken unter das zu palettierende Produkt, das so sicher und stabil auf 2,40 m Höhe von der Fördertechnik übernommen wird. Anschließend stellt der Paro-Palettierroboter die Packstücke auf der Palette ab, die etwa einen halben Meter über dem Boden bereitsteht.

Jede Linie und jeder Roboter ist mit einem Palettierplatz und einem Zwischenlagentisch ausgestattet. Der Greifer hat neben den Zinken für den Untergriff auch Vakuumsauger, mit denen er stabilisierende Zwischenlagen aus Pappe vom Zwischenlagentisch aufnehmen und auf der palettierten Lage ablegen kann. So ist die Ladung in sich stabiler und für den Transport besser gesichert.

Leerpalettenmagazin für drei Linien

Palettiert wird auf Europaletten. Diese kommen aus einem Leerpalettenmagazin, das alle drei Linien versorgt. Möglich ist das durch Palettenquertransporte, über die die leeren Europlatten unter allen drei Roboterlinien hindurch transportiert und bis an die Palettierplätze gefördert werden. Ist eine Palette gefüllt, fährt sie auf der Palettenfördertechnik aus der Anlage heraus. Zunächst wird sie jedoch noch etikettiert und mit Folie umwickelt. Dafür kommen ein Etikettierer und ein Stretcher zum Einsatz. Besonderheit: Die Paletten müssen sowohl ungewickelt als auch in Folie eingewickelt etikettiert werden. Um das zu erreichen und den vorhandenen Raum optimal auszunutzen, sind Stretcher und Etikettierer schräg zur Palettenfördertechnik angeordnet.

Die Palette fährt auf den Drehteller des Stretchers und wird zunächst etikettiert. Danach wickelt die Maschine sie in Folie und sichert die Ladung so für den Transport. Die fertig gewickelte Palette wird nun ein zweites Mal etikettiert, bevor sie die Anlage endgültig verlässt und zum Versand bereitsteht. So wird gewährleistet, dass selbst nachdem die Ladungssicherung entfernt wurde, weiterhin alle gewünschten Informationen zur Palette verfügbar sind.

Kunststoffbeschichtete Laufrollen

Die Paro-Palettierroboter zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus und sind für den Einsatz in rauer Industrieumgebung konzipiert. Für die Hauptachsen der Geräte kommen robuste, kunststoffbeschichtete Laufrollen zum Einsatz, die auf gerundeten Edelstahlprofilen laufen. Sie sind – ebenso wie alle weiteren kinematischen Antriebskomponenten – besonders wartungsarm. Dank ihrer modularen Bauweise können die Roboter auch noch nachträglich an die Wünsche des Kunden angepasst werden. So lässt sich zum Beispiel der Greifraum vergrößern, indem die horizontale Bodenachse oder die Vertikalachse gegen längere Module ausgetauscht wird.

Metallzaun mit Lichtvorhang

Ein Metallzaun mit Lichtvorhang schützt die gesamte Palettieranlage. Er bewirkt ein sofortiges Not-Aus, wenn ein Mitarbeiter bei laufendem Betrieb den Schutzraum betreten sollte.

Die Steuerung des Palettierroboters übernimmt ein Industrie-PC mit Touchscreen, auf dem die Software Roteg-Control läuft. Der Touchscreen macht Maus und Tastatur überflüssig, die in Fertigungshallen meist unpraktisch sind. Der Industrie-PC ist zur Kommunikation mit dem Roboter mit einer CAN-Schnittstelle ausgestattet und übernimmt als Master die Gesamtsteuerung der Roboterzelle sowie der vorhandenen Peripheriekomponenten wie Fördertechnik oder Palettenwechselsysteme. Die Bedienoberfläche von Roteg-Control entspricht dem gehobenen Standard von Windows-Programmen. Die Steuerungssoftware hält standardgemäß verschiedene Sprachprofile bereit.

Die Bedienung des Programms ist einfach, intuitiv und ohne aufwendige Schulungen möglich. Ganz simpel können Packschemen über einen Editor neu erstellt oder konfiguriert werden – alles per Fingerdruck auf dem Touchscreen. Der Bediener kann durch Eingabe der Maße neue Packstücke erstellen und diese in einem automatisch generierten Schema anordnen lassen. Letzteres kann auch nachträglich noch bearbeitet werden, indem der Bediener per Fingerdruck die Packstücke verschiebt, dreht oder wieder löscht. Diese vereinfachte Programmierung kann der Anwender Lage für Lage vornehmen oder mithilfe der Kopierfunktion schnell auf eine ganze Ladeeinheit ausweiten. Da jede Lage einzeln gespiegelt oder gedreht werden kann, lassen sich so auch Verbundstapelungen ganz einfach erzeugen.

Roteg AG, Dortmund


Autorin: Daniela Arndt

Redaktion Marketing,

Roteg

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