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Thermische Tintenstrahldrucker für Anwendungen mit wenig Platz

Kennzeichnet Bierflaschen auf engstem Raum
Thermische Tintenstrahldrucker mit kompakt gebautem Druckkopf

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Der thermische Tintenstrahldrucker X2-Jet von Bluhm Systeme übernimmt bei Brewbaker einen wichtigen Job. Die Berliner Craft-Beer-Brauerei nutzt das Gerät, um Haltbarkeitsdatum und Chargenkennung auf lackierte Etiketten aufzubringen. Klingt einfach, doch bei der praktischen Umsetzung mussten besondere Anforderungen gemeistert werden.

Zu einer originalen Berliner Weiße gehört Brettanomyces! Das ist ein Hefepilz, der dem Getränk sein typisches Aroma verleiht. Da dieses Aroma sehr speziell ist und sich Reste des Hefepilzes in Tanks und Rohren festsetzen und später andere Biernoten überlagern könnten, wird er von den großen Bierherstellern nicht mehr eingesetzt. Aber junge Berliner Craft-Beer-Brauer wie Michael Schwab von Brewbaker besinnen sich auf die Ursprünge und züchten sich ihre Brettanomyces wieder heran.

„Unser Sortiment umfasst inzwischen über 30 verschiedene Biersorten. Wir wollen es aber bewusst nicht in Masse verkaufen, damit es etwas Besonderes bleibt!“, erklärt Michael Schwab. Seit 2005 verkauft er sein Bier an die Berliner Gastronomie und ausgewählte Getränkehändler. Brewbaker-Bier ist „ursprünglich“ und wird mit Absicht nicht haltbar gemacht.

Nassleimer direkt in der Abfüllanlage

Die Craft-Beer-Brauer haben hohe Qualitätsansprüche und lieben spezielle Lösungen. So sitzt der Nassleimer für die Etiketten beispielsweise direkt in der Abfüllanlage. Und da die Haltbarkeitsdaten und Chargennummern unmittelbar nach der Nassleimung auf die Etiketten aufgedruckt werden sollen, musste das Kennzeichnungssystem in diesem beengten Umfeld auch noch seinen Platz finden.

Hannes Sahling, Vertriebsverantwortlicher von Bluhm Systeme, erläutert: „Das war kein Problem, denn der Druckkopf unseres Markoprint-Tintenstrahldruckers ist kaum größer als eine Zigarettenschachtel.“ Nicht nur mit dem geringen Platzangebot kommt das thermische Inkjet-System von Bluhm zurecht. Der Drucker ist auch ausreichend gegen hohe Luftfeuchtigkeit und umherfliegende, mikroskopisch kleine Leimpartikel geschützt. Drucken kann der X2-Jet-Drucker alle Arten von Schriften, Logos, Barcodes und sogar QR-Codes.

„Und da das Steuergerät außerhalb der Linie montiert wird, kann das System bequem außerhalb der Abfüllanlage bedient werden“, ergänzt Sahling. Das Touchdisplay führt den Bediener mit selbsterklärenden Symbolen durch das Menü. Druckinhalte können am PC mithilfe der mitgelieferten i-Design-Software gestaltet und über verschiedene Schnittstellen (Ethernet, USB, serieller Anschluss) auf das Drucksystem übertragen werden.

Alkoholbasierte Spezialtinte

Die Etiketten von Brewbaker bestehen aus Papier, das mit wasserabweisendem Lack versehen ist. Da wasserlösliche Tinte auf diesem Lack nicht zuverlässig hält, empfahl Bluhm Systeme für diese Anwendung die schwarze Tinte HP 2580, die auf Alkohol basiert. Neben lackierten Oberflächen haftet diese Tinte auch auf Glas und Aluminium.

Das bei der Craft-Beer-Brauerei eingesetzte Markoprint-X2-Jet-Drucksystem basiert auf der patentierten Kartuschentechnik von HP: Die im Druckkopf befindliche HP-Kartusche meldet Typ und Füllstand der Tinte über Smartcard-Technologie an die Steuereinheit. Weiterer Vorteil: Bei jedem Kartuschenwechsel steht ein nagelneuer Druckkopf zur Verfügung.

Vier unterschiedliche Druckköpfe

Neben den Druckköpfen für HP-Kartuschen bietet Bluhm ebenfalls Versionen für Funai-, Trident- und Xaar-Tinten an. HP- und Funai-Druckköpfe drucken mit einer Auflösung von bis zu 600 dpi. Die maximale Schreibhöhe ist jeweils 12,5 mm. Dabei bietet HP eine größere Auswahl an Tintentypen und -farben, während mit Funai-Technik schneller und in einem um 6 mm größeren Abstand zur Produktoberfläche gedruckt werden kann. Wer größer drucken will, verwendet Druckköpfe mit Trident- oder Xaar-Technik. Mit diesen Technologien lassen sich Schriftgrößen von 50 bis 100 erreichen.

An das X2-System lassen sich bis zu zwei Druckköpfe anschließen, die örtlich und inhaltlich unterschiedliche Kennzeichnungen aufbringen können. „Im Moment benötigen wir nur einen Druckkopf“, erklärt Schwab. „Aber wir finden es immer vorteilhaft, wenn ein System mehr kann und für die Zukunft gerüstet ist.“

An den X2-Jet können auch Druckköpfe unterschiedlicher Tintenanbieter angeschlossen werden. In diesem Fall könnte der erste Druckkopf beispielsweise Primärverpackungen mit kleinem Schriftbild und hoher Auflösung kennzeichnen, während der zweite Sekundärverpackungen mit besonders großem Schriftbild und geringerer Auflösung codiert. Alternativ zu zwei einzelnen Druckköpfen lässt sich der X2-Jet auch mit einem Twin-Druckkopf kombinieren, mit dem sich die maximale Druckhöhe auf 25 (HP und Funai) bzw. 200 mm (Trident) verdoppeln ließe.

Bluhm Systeme GmbH, Rheinbreitbach


Autorin: Antoinette Aufdermauer

Marketing-Referentin,

Bluhm Systeme

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