Vierachsiger Roboter Paro palettiert Reispakete von Lassie. Bis zu 20 Kartons pro Minute - prozesstechnik online

Bis zu 20 Kartons pro Minute

Vierachsiger Roboter Paro palettiert Reispakete von Lassie

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Bei Lassie haben es die Mitarbeiter künftig leichter, denn sie müssen keine schweren Kartons mehr auf Paletten stapeln. Fortan übernimmt diese Aufgabe der vierachsige Palettierroboter Paro von Roteg – und zwar vollautomatisch.

Ob Langkorn-, Wild- oder Risottoreis: Lassie be- und verarbeitet bereits seit über 50 Jahren unterschiedliche Reissorten für den niederländischen Markt. Als das Unternehmen sein Angebot darüber hinaus mit Bulgur, Quinoa und Couscous erweiterte, wurde der Wunsch nach einer vollautomatischen Palettieranlage schnell größer.

Auf der Suche nach einer geeigneten Roboteranlage, die die Reispakete vollautomatisch auf Paletten bringen soll, stieß das Unternehmen auf den Palettierroboter Paro von Roteg. Anders als viele Industrieroboter, hat er statt sechs Achsen nur vier. Sie spannen einen Greifraum auf und ermöglichen zudem das Drehen der Packstücke um die Vertikalachse. Da auf die anderen zwei Achsen verzichtet wird, ist der Paro besonders effizient.

Kartons voll mit Reis gefüllt

Neben dem Roboter sind noch weitere Komponenten Bestandteil der Anlage, die Roteg für Lassie konstruiert und gebaut hat. So zum Beispiel die Packstückfördertechnik, die aus Mattensegmenten besteht. Sie schließt nahtlos an die Fördertechnik des Anwenders an und führt dem Roboter die zu palettierenden Produkte in genau der richtigen Ausrichtung zu.

Bei Lassie kommen die Kartons mit den Reispaketen längsgeführt von der Fördertechnik. Zur Aufnahme durch den Roboter müssen sie jedoch quer ausgerichtet sein. Daher werden sie an einem in die Fördertechnik integrierten Wender um 90° gedreht. Die Kartons werden von links mit einem Schubblech, das schräg angebracht ist, gegen ein Rad geschoben, das sich genau im inneren rechten Bereich der Kurve befindet. Dadurch dreht sich der Karton und fährt in der richtigen Ausrichtung weiter Richtung Roboter. Dort wird er mithilfe eines weiteren Schubbleches auf den Aufnahmepunkt des Roboters geschoben und ist von da an palettierbereit.

Vakuumsauger trifft auf Karton

Die mit Reis vollgefüllten Päckchen und Tüten von Lassie sind in Kartons verpackt, die mit dem Hotmeltverfahren verschlossen werden. Aus diesem Grund eignet sich ein Vakuumgreifer zum Palettieren der Produkte. Dieser nimmt die Packstücke mithilfe mehrerer kleiner Vakuumsauger auf, die den Karton ansaugen und auf der Palette wieder absetzen.

Die Konstrukteure haben sich für eine Variante mit mehreren kleinen Saugern entschlossen, da zwei unterschiedliche Produktlinien vom Roboter palettiert werden. Die jeweiligen Packstücke sind unterschiedlich groß und schwer. Durch die Vielzahl an Saugern ist der Greifer flexibel und kann die vielen ungleichen Formate problemlos aufnehmen. Außerdem ist die Aufnahme mehrerer Kartons gleichzeitig möglich.

Zu jeder Zeit flexibel anpassbar

Jeder Palettierroboter der Firma Roteg ist mit einem DIN ISO 9409-Flansch ausgestatte, an dem das Greifsystem angebracht ist. Dadurch kann ein Greifer schnell und einfach ausgewechselt werden. Das heißt: Sollte sich die Art der zu palettierenden Packstücke in der Zukunft ändern, sodass eine andere Greiferart benötigt wird, ist eine Anpassung problemlos möglich.

Bei Lassie palettiert der Paro bis zu 20 Kartons pro Minute auf einem Palettenstellplatz. Da der Roboter modular aufgebaut ist, kann er jedoch auch nachträglich noch um weitere Stellplätze erweitert werden. Dazu müsste lediglich die Bodenachse durch eine längere Version ausgetauscht werden.

Paletten am laufenden Band

Neun Lagen Kartons palettiert der Paro auf eine Palette – ohne zusätzliche Zwischenlagen. Daher muss jederzeit die nächste Palette bereit stehen, um den Prozess möglichst schnell und effizient zu gestalten. Dazu hat die Firma Roteg Palettenfördertechnik in die Anlage integriert. Neben Palettenrollenbahnen und -quertransportern, zu denen zum Beispiel Ketteneckumsetzer und Kettenförderer gehören, dient vor allem ein Leerpalettenmagazin zum schnellen Austausch von Voll- gegen Leerpaletten.

Dieses Magazin bietet Platz für 20 Paletten. Bei Lassie ist es meist mit 15 Paletten beladen, die es einzeln abgibt, sobald eine leere Palette benötigt wird. Ein Warnsignal wird ausgegeben, sobald nur noch drei bis vier Paletten im Magazin enthalten sind.

Auch ein Sicherheitszaun mit Lichtgitter gehört zur Anlage. Er umgibt den Roboter und sorgt für ein sofortiges Not-Aus, sobald jemand die laufende Anlage betritt. So werden mögliche Verletzungen vermieden.

Intuitive Bedienung

Bedient wird der Palettierroboter von den Mitarbeitern des niederländischen Unternehmens. Eine langwierige Schulung brauchten sie dafür nicht. Der Grund: Roteg hat eine intuitiv zu bedienende Steuerungssoftware namens Roteg-Control für die Palettieranlage entwickelt.

Als Hardware kommt ein Industrie-PC mit großem Touchscreen zum Einsatz. Auf Maus und Tastatur kann so verzichtet werden, da deren Einsatz in Fertigungshallen meist unpraktisch ist. Zur Kommunikation mit dem Roboter ist der PC mit einer CAN-Schnittstelle ausgestattet und übernimmt als Master die Gesamtsteuerung der Anlage mit allen Komponenten. Dazu gehört bei Lassie unter anderem auch die Kommunikation mit der Hotmelt-Anlage, die die zu palettierenden Kartons verschließt.

Packschemen einfach anpassen

Mithilfe der Software können die Mitarbeiter neue Packschemen generieren und bearbeiten. Dafür müssen sie lediglich die Maße eines neuen Packstücks eingeben. Die Software errechnet dann ein Lagenbild, das bei Bedarf beliebig bearbeitet werden kann – alles per Fingerdruck auf den Touchscreen des IPC. So kann der Bediener die Packstücke hinzufügen, drehen, platzieren oder wieder entfernen. Ganze Lagen können kopiert und auch gespiegelt werden, wodurch auch das Erstellen von Verbundstapelungen einfach und schnell vonstattengeht.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: dei1218roteg


Autorin: Daniela Arndt

Redaktion Marketing,

Roteg

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