Chromcarbid. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Chromcarbid

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Unerwünschte intermetallische Verbindung in austenitischen Edelstahllegierungen wie z. B. 1.4301, 1.4401,1.4404 / 1.4435, 1.4436 etc., meist nach (lokalen) Glüh- bzw. Schweißoperationen (Glühen, Schweißen). Tritt i. Allg. nicht in der chemisch reinen Form als Cr2C3 bzw. Cr4C3 auf, sondern meist bei sogenannten Ausscheidungsreaktionen als chromreiches Metallcarbid vom Typ M23C6 (M = Metall mit ca. 75 % Cr). Dabei ist zu erkennen, dass stöchiometrisch bereits geringe Kohlenstoffmengen erhebliche Chrommengen binden können.

Chromcarbid verursacht eine (lokale) Legierungssensibilisierung (Sensibilisierung) und führt meist zu interkristalliner Korrosion bzw. neigt zu auflösenden Substitutionsreaktionen mit Chloriden.

Unter der Annahme einer Chromcarbidbildung in der Korngrenze als Cr23C6 infolge des Vorliegens von überschüssigem C in der Korngrenze und eindiffundiertem Chrom aus dem korngrenzennahen Kornbereich (Korn) – mit lokaler Chromverarmung in diesem Bereich – lässt sich unter Berücksichtigung der Atomgewichte von C und Cr überschlagsmäßig ermitteln, dass 0,1 Gewichtsprozent C ca. 2 Gewichtsprozent Chrom binden. Dies bedeutet eine enorme Chromaufnahmefähigkeit in der Korngrenze und damit einen entsprechenden Diffusionslösedruck (Diffusion) für die angrenzenden Kornbereiche. In der Korngrenze bläht sich praktisch eine zweite Phase auf.

Siehe auch Abb. A 9 bis A 11 unter Aufkohlen.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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