Darreichungsform. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Darreichungsform

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Auch: Zubereitung oder Arzneiform.

Beschaffenheit von Wirk- und Hilfsstoffen nach der Verarbeitung. In der dazu gehörenden Packung (Behältnis und ggf. äußere Umhüllung, vgl. auch Verpackungsmaterial) stellt die Darreichungsform das Fertigarzneimittel dar. Sie wird bestimmt durch die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes (vgl. auch Arzneiform) und durch die vorgesehene Anwendung des Arzneimittels am oder im menschlichen oder tierischen Körper und durch den Applikationsort:

  • oral: „durch den Mund”; also schlucken (Tabletten, Kapseln, Sirup); die Aufnahme des Wirkstoffes erfolgt über Magen und / oder Darm;

  • sublingual: „unter der Zunge”; lutschen, unter der Zunge zergehen / schmelzen lassen (Lutsch- / Schmelztabletten); die Aufnahme erfolgt in erster Linie über die Mundschleimhäute;

  • nasal: „durch die Nase”; schniefen, in die Nase träufeln (Pulver, Tropfen, Spray); Aufnahme erfolgt über die Nasenschleimhäute;

  • intravenös (i. v.): „in die Vene”; in die Vene spritzen (Injektionslösung, Infusionslösung);

  • intraarteriell (i. a.): „in die Arterie”; in die Arterie spritzen (Injektionslösung, Infusionslösung);

  • intramuskulär (i. m.): „in den Muskel”; in den Muskel spritzen (Injektionslösung);

  • subkutan (s. c.): „unter die Haut”; unter die Haut spritzen (Injektionslösung);

  • intrakutan: „in die Haut”; in die (Leder-)Haut spritzen (Injektionslösung);

  • transdermal: „durch die Haut”; auf die Haut auftragen (Pflaster, Salben); der Wirkstoff gelangt nach Überwindung der Hautbarriere über die kleinsten Blutgefäße in den Blutkreislauf;

  • rektal: „durch die Rektalschleimhaut”; in den Enddarm einbringen (Zäpfchen, Kapseln); Aufnahme erfolgt über Darmschleimhäute;

  • vaginal: „in die Vagina”; in die Vagina einbringen (Vaginalzäpfchen, Globuli); Aufnahme über vaginale Schleimhäute;

  • parenteral: „unter Umgehung des Darmes” (Injektionen, Infusionen, Implantate);

  • pulmonal: „die Lunge betreffend”, Aufnahme der Medikation über die Lunge;

  • inhalativ: „durch Anhauchen”; einatmen; Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt über die Schleimhäute des Bronchialtraktes und über die Lungenbläschen; ein Teil des Präparats kann nach der Einnahme durch die Flimmerhärchen in Richtung Kehlkopf befördert und dort dem Magen-Darm-Trakt zugeführt werden (auch intrapulmonale oder endobronchiale Applikation genannt);

  • intraperitoneal: in die Bauchhöhle;

  • intrakardial: Injektion in das Herz.

Beispiele für Darreichungsformen sind Tabletten, Kapseln oder Injektionslösungen.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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