Sandwich-Effekt. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Sandwich-Effekt

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Irrtümlich angenommener Effekt, der besagt, dass bei austenitischen Edelstahllegierungen unter den beim Schweißen in der Hitzeeinflusszone entstehenden Anlauffarben und unter der beim Glühen mit Temperaturen > 500 °C in O2-Atmosphäre entstehenden Zunderschicht (Zunder) eine intakte chromoxidreiche Passivschicht vorliegen würde, die den Edelstahl vor weiterer Korrosion schützt.

Die Anlauffarben bzw. die Zunderschicht bestehen nachweislich vorwiegend aus Eisenoxiden mit eingelagerten Cr-, Ni- und Mo-Oxiden, wobei ähnliche Resultate vorliegen wie beim Rouging. Unter der Fe-oxidischen Belagschicht befindet sich die eisendominierte Edelstahllegierung, welche einem Korrosionsangriff, induziert durch die Anlauffarben in Anwesenheit eines Elektrolyten, keinen wesentlichen Widerstand entgegensetzen kann.

Um die Edelstahloberfläche wieder gesichert passiv und korrosionsfest zu machen, ist es notwendig, die Eisenoxidschichten, etwa durch chemisches Beizen, sachgerecht und rückstandsfrei zu entfernen und danach eine Salpetersäurepassivierung durchzuführen. Die Anlauffarbenentfernung durch mechanisches Schleifen erlaubt in der Regel keine absolut befriedigenden Ergebnisse, da es beim Schleifen nicht gesichert zu verhindern ist, dass eisenoxidreiche Partikel auf der Edelstahloberfläche verbleiben bzw. morphologiestörend (Morphologie) in die Edelstahloberfläche eingepresst werden und insofern lokale Korrosionskeime darstellen.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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