Schleifriss. Lexikon Pharmatechnologie - prozesstechnik online

Lexikon Pharmatechnologie

Schleifriss

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(Mikro-)Riss auf einer geschliffenen Metalloberfläche (Metalle).

Das mechanische Schleifen einer Oberfläche verursacht neben dem geometrischen Werkstoffabtrag und der topographischen Glättung stets auch eine entsprechende lokale Erwärmung durch Reibenergieumsatz, was v. a. beim Trockenschliff von erheblicher Bedeutung ist.

Lokale Gefügeänderungen (Gefüge) bzw. mechanischer Spannungsaufbau in Form von Gitterverspannungen – verursacht durch die Kombination der erheblichen lokalen Wärmeenergieeinbringung mit der schlechten Wärmeleiteigenschaft (Wärmeleitung) – führen z. B. bei austenitischen Edelstahllegierungen häufig zu lokalen, mikroskopisch feinen Schleifrissen in der Oberflächenstruktur des Werkstoffs. Dabei werden den Gitterverspannungen stets noch Wärmedehnungsspannungen überlagert, wodurch mechanische Spannungsspitzen entstehen können, die infolge der thermisch reduzierten Festigkeitswerte des Werkstoffs zu lokalem Rissversagen führen können.

Solche Schleifrisse sind dazu geeignet, neben morphologischen (Morphologie) Schwächungen auch, die (Mikro-)Topographie der Edelstahloberfläche sehr nachteilig zu beeinflussen und die korrosionstechnischen (Korrosion) Widerstände des Werkstoffs deutlich zu verschlechtern.

© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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