Flexibel verkabelt, für Änderungen gerüstet

Rothaus schreibt den Gitter-Kanal vor

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Die Biere der Badischen Staatsbrauerei Rothaus sind weit über den Schwarzwald hinaus bekannt. Die große Nachfrage hat in der Firmengeschichte immer wieder hohe Investitionen notwendig gemacht. Dadurch wurde die Brauerei zu einem der modernsten Betriebe in Deutschland. In der neuen Abfüllanlage und der Sortierhalle sorgen Pflitsch-Gitter-Kanäle mit einer Gesamtlänge von 3 km für die sichere, übersichtliche und saubere Kabelführung im Prozess.

Rothaus hat sich in mittlerweile 226 Jahren von der kleinen, regionalen Klosterbrauerei zu einer Brauerei mit deutschlandweit bekannten Bierspezialitäten entwickelt. Der Weg dahin war mit Ideen und Innovationen gepflastert. So führte Brauereidirektor Edwin Nägele 1956 das „Tannenzäpfle“ in der 0,33-l-Flasche ein. Zu jener Zeit war das ein ambitioniertes Vorhaben. Schließlich war es in den 50er Jahren üblich, das Bier in 0,7-l-Flaschen anzubieten. Trotz oder gerade wegen der ungewöhnlichen Größe fand das Tannenzäpfle jedoch schnell immer mehr Liebhaber. „Damals hat Edwin Nägele den Trend erkannt, dass Bier sich vom Nahrungs- zum Genussmittel wandelte“, sagt Rothaus-Braumeister Ralf Krieger.

Auch in den Folgejahren ging es mit den Schwarzwäldern stetig bergauf. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Rothaus-Bieren hat gerade nach der Jahrtausendwende Investitionen in Nachhaltigkeit und Technik notwendig gemacht, die die Brauerei mit ihren aktuell rund 240 Mitarbeitern zu einem der modernsten Betriebe in Deutschland wachsen ließen. 2006 wurde das neue Sudhaus in Betrieb genommen, mit dem Rothaus rund 25 % Energie gegenüber dem alten Prozess einspart. Die komplett in Edelstahl ausgeführten Sudgefäße, Gär- und Lagertanks und Verrohrungen ermöglichen die Herstellung von Bierspezialitäten nach traditionellen Methoden unter bestmöglichen hygienischen Bedingungen. „Wir verwenden für unsere Biere ausschließlich hochwertige Sommergerste und Aromahopfen aus der Region und geben ihnen bis zu sechs Wochen Zeit, in Ruhe bei kalten Temperaturen zu gären und zur geschmacklichen Vollendung zu reifen“, erklärt Braumeister Ralf Krieger. „Neben unserem kristallklaren Quellwasser sind das die Garanten für den guten Geschmack unserer Biere.“

Stabil und korrosionsfest

Als es um die saubere, sichere und übersichtliche Kabelführung durch die neue Abfüllanlage und die Sortierhalle ging, fiel die Wahl auf offene Gitter-Kanäle. „Durch unsere Zulieferer hatten wir im Laufe der Jahre eine Vielzahl unterschiedlicher Kanalsysteme installiert, die sich aber im laufenden Betrieb als zu unstabil oder wenig korrosionsbeständig herausstellten“, erinnert sich Matthias Duttlinger, Elektro- und Instandhaltungsverantwortlicher bei Rothaus. Auf der Suche nach einer besseren Lösung stieß er schließlich auf die Gitter-Kanäle von Pflitsch. Diese Kanäle werden aus bis zu 6 mm starken, verzinkten Stahldrähten oder Edelstahldrähten für besten Korrosionsschutz realisiert.

Auch die Montage überzeugte: Der Gitter-Kanal lässt sich mit zwei Werkzeugen individuell konfektionieren. Die nicht benötigten Drähte werden einfach herausgetrennt. Höhenversprünge, Abgänge, Verjüngungen usw. sind dadurch einfach herstellbar. Mit Verbindern werden die Segmente verschraubt. „Für noch mehr Hygiene haben wir die Gitter-Kanalteile und Deckel in einigen Prozessbereichen sauber miteinander verschweißt“, erklärt der Elektrofachmann.

Umfangreiches Programm

Den Gitter-Kanal gibt es in den Querschnitten von 53 x 46 bis 620 x 110 mm in den Bauhöhen 60 und 100 mm, als Mini-Kanäle ab 40 x 20 mm in U-, C- und G-Form und als Flachgitter. Mit einsteckbaren Biegeblechen und Radiusbegrenzern werden Kabel an Übergängen und Biegungen geschützt. Trennwände sorgen für eine übersichtliche Kabelführung. Montageplatten ermöglichen die Installation von Komponenten direkt am Gitter-Kanal. Dachförmige oder flache, aufgeclipste Deckel – auch als Vollschutzvariante mit Seitenabdeckungen – schützen die eingelegten Kabel. Ein umfangreiches Befestigungsprogramm mit Konsolen, Hängestielen, Trägern, Haltern, Stützfüßen sowie Montageplatten und Werkzeugen ermöglicht eine rationelle und sichere Montage in allen Umgebungen.

Auch für Zulieferer vorgeschrieben

„Da wir durch den Gitter-Kanal an allen Stellen Kabel aus- und einführen können, haben wir eine hohe Flexibilität bei der Verkabelung, falls die Anlage modifiziert werden sollte“, ist Duttlinger überzeugt von seiner Wahl. Seit über zehn Jahren verbaut er den Qualitätskanal bereits. „Bei der Planung der neuen Abfüllanlage und der Sortieranlage haben wir den Pflitsch-Gitter-Kanal erstmals auch unseren Zulieferern vorgeschrieben“, sagt Ralf Krieger. Das sei ein hartes Stück Überzeugungsarbeit gewesen, aber man wollte die beste Qualität haben.

„Um die bestmögliche Hygiene in der Anlage zu erreichen, haben wir für die unterschiedlichen Kanalabschnitte die jeweiligen Kabelvolumina festgelegt. Wir verlegen und fixieren die Kabel an den relevanten Stellen mit gewissen Abständen zueinander, damit beim Reinigen das Wasser zwischen den Kabeln sicher abtropfen kann und sich keine Anhaftungen bilden“, führt Duttlinger aus.

www.prozesstechnik-online.de

Suchwort: dei0318pflitsch

Halle 10.2, Stand E060


Autor: Walter Lutz

Freier Fachjournalist



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