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Integritätsprüfung von Behälterverschlüssen

Ein Leben lang dicht
Integritätsprüfung von Behälterverschlüssen

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Für die Dichtheitsprüfung von Primärverpackungen bietet Pfeiffer Vacuum verschiedene Geräte an Bild: Pfeiffer Vacuum
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Empfindliche Medikamente benötigen zum Schutz vor Feuchtigkeit, Sauerstoff oder mikrobieller Kontamination eine Verpackung. Sie muss die Haltbarkeit über die gesamte Lebensdauer gewährleisten. Hersteller müssen das Behälterverschlusssystem der Verpackung mit einem Integritätstest prüfen (CCIT). Hierfür gibt es je nach Verpackung mehrere Möglichkeiten.

Die Hauptrisiken für die Kontamination eines Medikamentes in der Primärverpackung resultieren aus Feuchtigkeit, Sauerstoff oder mikrobiellem Eintritt. Vor allem der Behälterverschluss stellt eine Schwachstelle dar. Daher verlangen diverse Vorschriften auch von den Herstellern, diese neuralgischen Punkte einer Integritätsprüfung (CCIT) zu unterziehen. Was die offiziellen Vorschriften oft
nicht im Detail beschreiben, ist die Art und Weise, wie diese Prüfung erfolgen sollte. Sie schreiben gewöhnlich nur die Anwendung geeigneter Methoden und Verfahren vor. Einen guten Überblick gibt in diesem Fall die USP 1207.

Prüfverfahren und Nachweisgrenzen

Die Bandbreite der Prüfmethoden variiert mit den unterschiedlichen Verpackungsarten wie Beutel, Vials oder Blister und den verschiedenen Wirkstofftypen. Auch Eigenschaften wie Transparenz der Verpackung und ihre elektrische Leitfähigkeit sind wichtig in Bezug auf die Auswahl der richtigen Integritätsprüfmethode. Bereits in der frühen Entwicklungsphase einer Verpackung („Packaging Design Phase“) gilt es sicherzustellen, dass die Verpackung konstruktiv in der Lage ist, die Sterilität zu gewährleisten.

Pfeiffer Vacuum bietet eine große Vielfalt an Dichtheitsprüfverfahren, um den verschiedenen Herausforderungen in der Pharmaindustrie gerecht zu werden. Das Unternehmen kann während der kompletten CCIT-Prozessdefinition und -integration unterstützen und auch GMP-Unterstützung bezüglich IQ/OQ bieten, einschließlich der erforderlichen Dokumentation für alle Testmethoden. Der folgende Überblick gibt einen Eindruck von der Palette an Dichtheitsprüfverfahren von Pfeiffer Vacuum.

Helium-Massenspektrometrie

Heliumlecksuchlösungen wie der ASM 2000 eignen sich perfekt für Mall-Tests. Basierend auf einem leistungsstarken massenspektrometrischen Helium-Lecksucher umfasst diese Anwendung auch eine Helium-Befülleinrichtung und kann mit kundenspezifischen Vorrichtungen für die jeweiligen Behälterformate ausgestattet werden. Der Apparat ist auf rückführbare Prüflecks gemäß Nist kalibriert.

Weitere Vorzüge des ASM 2000 sind die hohe Heliumförderung, sein integriertes automatisches Helium-Lademodul sowie das optimierte freie Innenvolumen. Diese Funktionen garantieren eine Hochleistungsmessung bei mit Helium befüllten, versiegelten Behältern und offenen Unterbaugruppen. Der ASM 2000 unterstützt einen sehr hohen Durchsatz, stellt Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Messergebnisse sicher und erlaubt schnelle Zykluszeiten.

Die Software enthält intuitive, leicht bedienbare Menüs. Für den Betrieb des Geräts ist eine Benutzeranmeldung erforderlich. Es stehen vier Zugangsebenen zur Verfügung. Für jedes Behälterformat können Prüfabläufe verwaltet werden. Am Ende der Prüfsequenz wird das Resultat deutlich angezeigt. Prüf- und Kalibrierungsberichte im PDF-Format werden automatisch bei Schließung der Charge erstellt.

Massenextraktion

Für die durch USP 1207 und ASTM F-3287-17 anerkannte Massenextraktionstechnologie hat Pfeiffer Vacuum vor Kurzem die FDA-Zulassung erhalten. Dadurch entfällt für Unternehmen die Pflicht, Dichtheitsprüfungen, Prüfverfahren, Wassereintritt und Verpackungstests erneut genehmigen zu lassen. Das Massenextraktionsverfahren funktioniert nach dem Prinzip des verdünnten Gasflusses. Die Prüfungen finden unter Vakuumbedingungen statt, um eine höhere Empfindlichkeit zu erreichen. Diese Technologie eignet sich besonders für pharmazeutische Verpackungen wie IV-Beutel, Beutel oder Glasfläschchen. Defekte bis zu 1 μm können mit dieser Methode detektiert werden. Die Massenextraktionstechnologie ist daher geeignet für Laboranwendungen sowie für die Verwendung in der Produktionsumgebung. Sie gestattet eine Stabilitätskontrolle sowie eine automatisierte 100 %ige Beprobung (auch in Inline-Anlagen).

Optische Emissionsspektroskopie

Das im AMI-Prüfsystem verwendete optische Emissionsspektroskopiegerät von Pfeiffer Vacuum misst Leckdichtheit unter Nutzung eines patentierten Prozesses, der kein Prüfgas benötigt. Stattdessen nutzt dieses Verfahren das vorhandene Gasgemisch in den Hohlräumen innerhalb der Verpackung, um hochempfindliche Prüfungen über einen erweiterten Messbereich durchzuführen. Dadurch hat der AMI die Fähigkeit, Gasarten zu unterscheiden, die für Pharmaprodukte typisch sind. Das Verfahren bietet hohe Flexibilität und kann eine Vielzahl von Verpackungstypen wie Blister, Beutel, Phiolen und Plastikflaschen sowie mehrere Proben zur gleichen Zeit testen.

Der große Messbereich des AMI bietet eine höhere Empfindlichkeit als herkömmliche Tests, beginnend bei 0,5 μm (und kleiner) bzw. Leckraten bis 1·10-6 mbar·l/s, kann aber auch grobe Lecks identifizieren, wie zum Beispiel eine vollständig offene Verpackung. Dadurch kann das AMI-Gerät die Grob- und Feindichtheitsprüfung in nur einem Gerät durchführen. Das Verfahren liefert deterministische Testergebnisse mit hoher Wiederholgenauigkeit, unabhängig vom Anwender und mit Zuverlässigkeit und Genauigkeit im Bereich von USP 1207.1. Es kann in Labortests sowie als IPC (In Process Control) während der Produktionstests eingesetzt werden.

Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar

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